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Liberale Träume, von einer privatisierten Welt ohne Grenzen

Es ist wie mit allen Dingen, die einem im Alltag begegnen. Man übersieht vieles, weil man es für völlig normal hält. Erst wenn man etwas Abstand gewonnen hat, bekommt man einen Blick für gewisse Themen die einem ständig über den Weg laufen. Vor kurzem war ich im Urlaub und hatte mir vor genommen, meine Firma mal Firma sein zu lassen. Auch Nachrichten wollte ich nicht sehen, denn ich wollte sämtliche Fremdeinflüsse ausblenden. Es ist mir nur bedingt gelungen, aber ich bin durchaus zufrieden mit dem Ergebnis. Ich hatte etwas Zeit, über grundlegende Dinge in meinem Leben nach zu denken.

Mein Leben ohne Auto.

Ist schon eine kleine Weile her, dass ich mich dem Auto entsagt habe. Mitte 2016, erst war ich ganz zaghaft, dann hab das Rad schon immer öfter benutzt. Der endgültige Schritt kam dann, mit der Entscheidung ob ich mein Firmenauto, aus meiner damaligen Firmenbeteiligung, behalten möchte oder nicht. Am Tag verbrachte ich locker 3-4 Stunden im Auto. Monatlich, wurden 800€ – 1.200€ Gesamtkosten für die Nutzung des Fahrzeuges generiert. Ich versuchte möglichst viele Wartungstermine auf den Abend zu legen, da ich ständig im Stau fest saß.

Berlin du forderst mich! Willst du mich auch begraben?

Nach meinem Unfall heute früh in der Graefestraße/Hasenheide und einigen Stunden Ursachenforschung. Stellte ich fest, dass meine Überheblichkeit eines der Probleme war, welche zu dieser überaus glücklich verlaufenden Situation geführt haben. Ich bin mit einer hinteren Golf-Tür kollidiert, als diese mich spontan begrüßen wollte. Ihr Begleiter war mehr als schockiert und verhielt sich angemessen. Auch ich war froh, dass ich keinen bleibenden Schaden an mir bzw. an meinem Rad festgestellt hatte. Mein Mitfahrer hatte die ganze Situation etwas bedrohlicher wahrgenommen, da ich doch einige Zeit benötigt habe um mich aus der Situation zu befreien.

Der Teil-Aussteiger

In Deutschland gehört es bei manchen Personen noch nicht zum Schick, sich mit dem Rad fortzubewegen. Viele schütteln den Kopf, wenn sie dich mit dem Rad vorfahren sehen. Sie können beim besten Willen nicht verstehen, warum man sich so etwas freiwillig an tut. Anfangs geht man immer noch Erklärungen voran, merkt aber recht schnell das ein einfaches Lächeln für die meisten Fragesteller ausreicht. Im Grunde genommen scheinen die meisten wohl zu denken, die arme Sau. Kommt man dann mal mit einigen Personen ins Gespräch, erntet man grundsätzlich diesen Typ an Fragen:

Jetzt sei mal ehrlich, du kannst dir doch kein Auto leisten oder bist so ein militanter Umweltschützer.

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