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Jahresarchiv 2021

Deutsche Bahn und Bombardier: So nah und doch so fern

Das ich nicht ganz zufrieden bin, mit der Qualität der Züge der Deutschen Bahn, habt ihr bereits das ein oder andere mal feststellen können. Steht dann noch Bombardier auf den Zügen, scheinen die Zeichen, ähnlich der Schiene, auf Verfall zu stehen. Zugegeben, die Züge von Bombardier waren schon mal schlimmer und auch die Talent-Reihe hat sich mittlerweile etwas weiter entwickelt. Wenn früher primär Abstürze der IT, innerhalb der Züge, für Verzögerungen verantwortlich waren. So sind es heute anscheinend Türen und Einstiege, welche die Züge in den Bahnhöfen festsetzen. Es ist immer eine willkommene Abwechslung, wenn man mit ansehen darf wie ZugführerInnen und ZugbegleiterInnen mit den Tücken der Technik kämpfen.

Kritik: Deutsche Bahn vs. GDL

Die Attraktivität der Deutschen Bahn lässt ja bekannterweise zu wünschen übrig. Verspätete Züge, schlechtes Routing bei anstehenden Wartungsarbeiten, dreckige und verfallende Bahnhöfe, defekte Züge und unzufriedenes Personal sind nicht nur meine persönliche Wahrnehmung. Was anfänglich ein starkes Problem für mich war, ist heute ein Umstand den ich zwangsläufig akzeptiere. Kurz um, ich habe gelernt mit den vorhandenen “Fähigkeiten” der Deutschen Bahn umzugehen. Es ist nicht immer leicht, aber wenn man akzeptiert, dass man eh keinen Einfluss auf diesen Betrieb hat, ist man schneller mit den eigenen Lösungen für die aktuellen Mobilitätsprobleme. Offensichtlich scheine ich eine masochistische Ader an mir zu haben, anders kann ich mir meine Bereitschaft zur Nutzung der Bahn nicht erklären. Schaue ich so zurück, dann wurde ich auch schon lange nicht mehr irgendwo ausgesetzt und stehen gelassen. Dank meiner Verdrängungsarbeit habe ich ganz vergessen, dass ich diesen Winter wieder ausgesetzt wurde. Und weil ich alles mit so viel Humor betrachte, lasse ich es mir nicht nehmen, diesen Haufen an geballter Kompetenz zu kritisieren.

Pandemie: CDU/CSU planlos oder müde?

Heute ist mal wieder einer dieser Tage, an denen ich mich frage, warum die CDU/CSU sich damals, bei der Wahl der Kanzlerkandidaten, für Laschet und Söder entschieden hatte. Gut die Auswahl war nicht berauschend, aber die besten Pferde, im Pandemierodeo, waren die beiden auch nicht. Wie auch immer, die Parteien haben sich entschieden. Jetzt bleibt ihnen nur noch das bange Warten. Problematisch könnte es werden, wenn die Wähler begreifen, wie konzentriert die beiden Minister an ihrem persönlichen Scheitern arbeiten und gearbeitet haben. Aber ich kann mich natürlich auch ganz hart irren, denn erstaunlicherweise halten sich unser Verkehrsminister und der Innenminister so fest im Sattel, dass mir die Spucke weg bleibt. Anscheinend ist es einfacher, wenn man nicht ganz so hohe Ansprüche an sich stellt. Man vergisst ein paar Sachen, lacht hier und dort mal etwas unpassend und beteuert stets nach besten Wissen und Gewissen agiert zu haben. Hat sich dann der ganze Shitstorm gelegt, lacht man sich in Fäustchen weil der Wähler so blöde und der Plan aufgegangen ist.

Individualverkehr und die Suche nach Rechtfertigung

Letztens hatte ich wieder einmal eine lebhafte Diskussion über unseren Individualverkehr und den schwinden Raum innerhalb unserer Städte. Mein Gesprächspartner hat mitbekommen, dass ich mich vor einiger Zeit von meinen Auto getrennt hatte und seither ganz gut ohne zurecht komme. Für ihn ein Umstand, welchen er nicht verstehen konnte. Schließlich brauche er ein Auto, wenn er zur Arbeit fährt. Neugierig fragte ich, ob er Dienstleister sei oder wechselnde Tätigkeitsorte hätte. Beides verneinte er, aber 15km zur Arbeit könne er nicht mit dem Fahrrad oder den Öffentlichen meistern. Also fragte ich wie lange er denn so im Stau steht, schließlich ist der Verkehr in den deutschen Ballungsgebieten kein Zuckerschlecken. Darauf erwiderte er, die Parkplatzsuche sei auch kein Spaß. Folglich würde er schon 1-2 Stunden im Auto verbringen. Das war dann zu viel, der angesammelte Frust brach aus ihm heraus und die Diskussion wanderte in die Extreme. Er schimpfte über unsere “verblödeten und korrupten” Politiker, die “beschissenen” Radfahrer, welche ständig bei rot über die Ampel fahren würden und über die Busspuren bzw. Pop-up-Radwege, welche die Stausituationen nur verschärfen würden.