Meinungen

Bemerkung: Raketeneinschläge im Hafen von Odessa

Russland soll den Hafen von Odessa, nur 1 Tag nach dem Getreidedeal in der Türkei, angegriffen haben. Ein Signal der Bedeutungslosigkeit an die Türkei? Ein Zeichen mangelnder Vertragstreue an Europa und der Ukraine? Ein Zeichen von Schwäche, hat der Oberbefehlshaber sein Militär nicht mehr im Griff?

Laut Russland, habe man den Hafen von Odessa nicht angegriffen. Schauen wir ein paar Monate zurück… Hm, irgendwas war da doch mit Geschichten von alternativen Wahrheiten. Sagen wir mal so, die Geschichte, kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. Ich denke, Russland hat der Türkei und Ukraine ein kleines “Dankeschön” für die gescheiterten Verhandlungen gesendet. Das Warten auf Erdogan, an dem kleinen Katzentisch, hat Putin wohl härter getroffen als gedacht. Sollten dann irgendwann Schiffe aus dem Hafen kommen, wird Putin vermutlich ganz genau zuschauen, welche Route funktioniert.

Ich für meinen Teil kann nur sagen, mit Kriminellen trifft man keine Absprachen! Das Ergebnis solcher Verhandlungen sieht in etwa wohl so aus. Die Tinte und das Papier zum Festhalten des Verhandlungsergebnisses, hätte man besser in buntes Klopapier investieren sollen. Ähnlich wie damals Hitler, möchte Putin nur den Anschein erwecken er sei Verhandlungswillig. Jedoch kennt der russische Führer nur Gewalt, von daher wird nur der Sieg einen “Verhandlungserfolg” darstellen. Putin braucht mehr Zeit um seine gescheiterte “Spezialoperation” auf ein neues Fundament zu stellen. Ansonsten investiert man nicht in solche Massen an Material und Personal und stellt die eigene Wirtschaft um. Es nervt mich bereits jetzt extrem, dass Europa Aufgrund von massiven jahrzehntelangen Fehlentscheidungen mit blankem Hintern da steht und weiterhin mit Regimen Energiegeschäfte machen muss, die für ihre überbordende Menschlichkeit bekannt geworden sind.

Russland: Täter-Opfer-Umkehr in Reinkultur

Manchmal ist die Realität noch viel schräger als jedes Drehbuch. Und manchmal vergesse auch ich meine eigenen Vorsätze, denn in diesem Ausmaß wollte ich mich nicht zu Russlands Krieg in der Ukraine äußern. Russland verstrickt sich in immer mehr Lügen und bei uns kommen die wildesten Thesen durch. Grundsätzlich war für mich von Anfang an klar, wer hier die Verantwortung für unerträgliches Leid, Tot und Verderben trägt und das auch schon 2014. Dennoch versuchen einige Stimmen diesen Angriff zu relativieren, und geben der USA, NATO bzw. dem Westen eine Mitverantwortung an diesem Krieg. Natürlich haben die USA Kriegsverbrechen begangen und wurden dafür nie belangt. Guantánamo, Misshandlung und Folter alles Themen in der die USA nicht glänzt. Aber eine Opferrolle einzunehmen, weil man sich von der USA evtl. herausgefordert gefühlt hat bzw. die Ukraine kein eigenständiges Land sei?! Alles Geschichten, Mythen und Lügen, mit der Russland den eigenen Imperialismus und die Unfähigkeit, dass eigene Land auf stabile Beine zu stellen, rechtfertigen bzw. verdecken möchte. Natürlich ist der Rest der Welt nicht begeistert, über die Früchte die dieser Konflikt hervorbringt. Und diesem Echo sollte man sich auch stellen können, wenn man andere Länder überfällt und beklaut. Aber ständig den Mythos der Russophobie zu nähren, ist feige und dumm. Ein Land das sozusagen als “Schulhofschläger”, auch wenn das stark verharmlosend klingt, entlarvt wurde und dann noch anfängt zu heulen. Spitze!

Bemerkung: Ambitioniert oder doch nur wieder russische Satire?

Offenbar haben Teile der russischen Bevölkerung noch nicht begriffen, das ihr “Landesvater” kein Opfer sondern Täter ist. Jetzt will man Unternehmen verklagen, welche sich aus Russland zurückgezogen haben, weil deren ehemalige Kunden nun unmenschliche und harte emotionale Schmerzen des Verzichtes auf sich nehmen müssen. Spott gibt es für diese Aktion glücklicherweise nicht nur von meiner Seite. Auch Russen trauen sich den Kreml und deren Politik dafür verantwortlich zu machen… Hut ab!!! Apropos Politik, ich habe auch noch nicht verstanden, was dieser Kampf gegen Faschisten bedeuten soll. Schaut man sich in der Welt um, finanzierte bzw. suchte Putin und sein Gefolge bisher eher die Nähe von rechten Parteien, konservativen Extremisten und Narzissten. (AfD, Front National, usw.)

Ost gegen West: Ein konstruierter Konflikt?

Ich bin Teil einer Generation, welche noch halbwegs bewusst mitbekommen hat, was die Mauer war und wie diese die Menschen beeinträchtigt und geformt hat. Aufgewachsen in “West-Berlin” mussten wir, wenn es mal raus ging, immer über die Transitstrecken. Endlose Passkontrollen, Passautobahnen, schlechte Autobahnen, Sprit mischen auf den Autobahnparkplätzen, eine beleuchtete Avus und manchmal auch Grenzsoldaten die ihre Position missbrauchten. Verließ man den Westen und besuchte Bekannte außerhalb Westberlins, fuhr man von der Farbe und Freude durch die graue und trostlose Einöde. Für mich, als kleiner Junge, war der Osten schwer gefährlich und ich war immer froh, wenn wir die letzte Passkontrolle hinter uns gebracht hatten und wieder, auf der beleuchteten Avus, nach Hause fuhren.

Bemerkung: Wandel durch Handel

Der sogenannte Wandel durch Handel, hat funktioniert. Jedoch in die falsche Richtung. Wenn wir damals noch von etwas Sozialkompetenz geleitet wurden. So ist es heute Gier und Macht, welche das Steuer übernommen hat. Wie kann man der Meinung sein, über ein überlegeneres System zu verfügen, wenn man die Schere zwischen arm und reich oder die Korruption ähnlich vernachlässigt wie unsere Kommunisten bzw. despotischen Staatskapitalisten?

Rüstungsbranche will Nachhaltigkeitsstempel

Man ließt im Netz ja so einiges. Einiges schockiert, anderes erstaunt und manches verblüfft einen. Als ich Beispielsweise von dem Deal gehört habe, dass Atomkraft und fossiles Gas nachhaltig sei. Ist mir wieder einmal die Kinnlade heruntergefallen. War die Atomkraft, ohne Subventionen, überhaupt irgendwann mal konkurrenzfähig? Nicht nur das Uran eine endliche Ressource ist und die EU offenbar nicht verstanden hat, was Nachhaltigkeit bedeutet. Jetzt kommt die nächste Lobby um die Ecke und bettelt nach dem Stempel der Nachhaltigkeit. In Deutschland haben wir eine Branche, die glaubt sie zeichne sich durch die Wahrung von “Menschenrechten” aus. Schließlich seien sie ja nur die Hersteller der Werkzeuge, mit denen mögliche Menschenrechtsverletzungen vollzogen werden könnten. Offensichtlich betrachtet diese Lobby Rüstungsspiralen auch als eine Form von Verhütung und deshalb als nachhaltig.

Bemerkung: Homöopathie und Placebo

Gestern wieder mal eine kleine Diskussion zur Homöopathie gehabt. Wenn man daran glaubt, kann einem der Kram vielleicht helfen, aber bitte nicht auf Kosten der Allgemeinheit. Die Pharmakonzerne freut es, wenn diese sich an dem Glauben einzelner bereichern können. Ist der Glaube stark genug, können sogar Kirche und wilde “Heiler” mit ihren Händen heilen. Wie wäre es mit Vertrauen zum eigenen Körper? Vielleicht sollte man auch nur mal anerkennen, dass das streicheln auch einen heilenden Effekt hat. Homöopathie schafft aus meiner Sicht nur eine günstige Umgebung, um den Placebo-Effekt zum tragen zu bringen. Meinen Kindern habe ich auch immer Smarties gegeben, um ihnen eine Motivation auf Fahrradtouren zu geben. Das waren meine Turbopillen!

Wichtig ist also nur, welche Geschichte man zu seinen “Voodoo-Pillen” erzählt bekommt.

Der Markt regelt das: Kranken­häuser?

Ihr kennt vielleicht schon meine Haltung zu neo-liberalen Wünschen einen Markt für jeden Bereich zu schaffen. Heute möchte ich mich mal über unanständige Träume zum Thema Krankenhauskapazität und Fallpauschale auslassen. Seit Jahren fordern unsere Freunde aus der Privatisierungssparte, wir müssen Krankenhäuser schließen. Andernfalls würde die Qualität der Versorgung darunter leiden. Um eine “Qualitätsmessung” nach monetären Aspekten zu ermöglichen, führte man 2004 eine Fallpauschale ein. Krankenhäuser die nicht wirtschaften oder dem Wettbewerb nicht standhalten konnten, sollte von der Bildfläche verschwinden. Krankenhäuser sollten also zu Wirtschaftsunternehmen werden, die ihre Dienstleistungen gewinnbringend anwenden sollten. Aufgrund des mangelnden Willens, unserer Bundesländer, in Krankenhäuser zu investieren. Mussten viele Firmen… Ich meine Krankenhäuser, in jeglicher Hinsicht, am Personal sparen und es in die Infrastruktur stecken. Zum anderen war es nun auch wichtig geworden, den Kunden zu klassifizieren und so schnell wie möglich aus dem Krankenhaus zu bekommen. Der Begriff “blutige Entlassung” formte sich heraus und man begann sich auf gewinnbringende Vorgänge zu spezialisieren.