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Selbstständigkeit in der Krise: Leben am Limit

Selbstständigkeit in der Krise: Leben am Limit

Herrlich, eine schön reißerische Überschrift. Auch wenn das bei mir nur bedingt zutrifft, so habe ich doch Kontakt mit einigen Geschäftsführern, denen innerhalb von einem Monat das ganze Geschäft zusammengebrochen ist. Nicht weil sie schlecht gewirtschaftet hätten, oder in einem Markt unterwegs wären, der mit einem hohen Risiko behaftet ist. Nein, sie sind Opfer einer Krise, die unser Staat viel zu lange nicht ernst genommen hat. Nicht nur unser Staat, machen wir uns nichts vor, fast jedes Land hat Corona unterschätzt. Selbst die “Demagogen aus dem Abendland” wären in die Krise gelaufen, auch wenn sie euch nach der Krise genau das Gegenteil verkaufen wollen. Die Pandemie zeigt einem mit der Brechstange, wie ein paar Störfaktoren, das ganze System lahmlegen können. Selbst ein paar asoziale Mitbürger, die Klopapier und andere Bedarfsartikel horten und wahrscheinlich bis Weihnachten ausgestattet sind.

Medien- und Staatsversagen

Mittlerweile kann ich mir keine Nachrichten mehr anhören, weil ich ständig das Gefühl habe, unser Staat hat nichts mehr unter Kontrolle. Dem ist nicht so, schließlich funktioniert das Leben ja noch. Des Weiteren haben wir uns, auf Basis der vorherigen Pandemien, diesmal dafür entschieden nicht ganz so viele Menschen sterben zu lassen. Dennoch habe ich ständig einen Klos im Hals, wenn ich irgendetwas über das Thema lese oder höre. Es ist zum Brechen!!! Ich versuche möglichst rational mit diesem Thema umzugehen und mich dem Umstand entsprechend zu informieren. Schließlich kenne ich das RKI, denn ich war zum Zeitpunkt der Schweinegrippe dort als Entwickler tätig und weiß wie die ganze Sache intern abgelaufen ist. Andere kann ich beruhigen und ihnen erzählen, dass alles gut wird. Scheitere aber selbst daran, mich zu beruhigen. Es sind die wilden Geschichten über Überwachungsfantasien von RKI-Mitarbeitern und Versprechungen wie die angekündigten Staatshilfen, bei denen ich hundertprozentig davon ausgehe, dass diese nur den üblichen Verdächtigen nutzen (Banken und Konzernen). Und selbst wenn ich davon “profitieren” könnte. Ich weiß, dass ich diese nicht in Anspruch nehmen würde. Schließlich habe ich mir geschworen, mich “niemals” mehr zu verschulden.

Trotzdem werfe ich allen Staaten zu spätes und unkoordiniertes handeln vor! Die Unfähigkeit die Quarantäne durchzusetzen und die anschließenden hilflosen Versuche, ohne fundiertes Wissen, zu handeln. Zeigen mir, dass ihr nichts gelernt habt und dieses Virus als Testfeld nutzt. Wie kann man Einreisende mit Einreisekarten abfrühstücken, ohne Kenntnisse über die volle Symptompalette zu haben??? Seid ihr alle Jeck oder was ist hier los? Dieses geistreiche Fiber messen, bringt nur bedingt etwas. Sieht zwar äußerst professionell aus, aber wer hat euch gesagt, das jeder Infizierte Fiber haben muss? Habt ihr die Corona-Apostel befragt? Wozu hat man Wissenschaftler, wenn man nicht auf diese Typen hört? Wenn ihr weiter von Baum zu Baum hüpfen wollt, dann tut dies. Aber lasst mich mit diesem Bullshit zufrieden. In Zukunft würde ich es begrüßen, bei dem kleinsten Anzeichen einer Epidemie, die ausreisenden Menschen, des Quelllandes, in Quarantäne zu schicken. Es kann nicht sein, das anfänglich ein paar Infizierte die Wirtschaft so beeinträchtigen, dass im späteren Verlauf, Millionen von Menschen an Existenzängsten leiden müssen. Stattdessen flutet man jetzt unser marodes Wirtschaftssystem mit Unsummen von Finanzmitteln. Ein weltweites Monitoring muss eingeführt bzw. verbessert werden, und bei Staaten die sich nicht daran beteiligen wollen bzw. die Regeln nicht befolgen, werden die Ausreisenden pauschal in Quarantäne geschickt. Ich habe die Nase gestrichen voll und will ein für allemal das entschlossen gehandelt wird! Es ist der Preis der Globalisierung und ich bin bereit ihn zu zahlen.

Beschränkte Handlungsfähigkeit des Staates

Die Staaten bekommen das ohne uns nicht mehr auf die Reihe. Wir müssen begreifen, dass wir die Krise beenden können, wenn wir diszipliniert und vorausschauend handeln. Wenn wir wollen, dass die Krise möglichst schnell beendet wird, müssen wir unsere Kontakte einschränken. Reicht euch nicht die Hände, küsst euch nicht und haltet Abstand. Ich sehe so viele Menschen die nicht begreifen wollen, dass das Virus so potent ist, weil es über zwischenmenschlichen Kontakt angreift. Man macht Kneipentouren, Massenparties in den Parks und grillt sich in den Frühling. Niemand verbietet euch draußen zu sein und das Wetter zu genießen. Macht das in sehr kleinen Gruppen und wechselt nicht so häufig eure Kontakte. Euer Verhalten sorgt dafür, dass ihr am Ende eventuell euren Job verliert, weil sich kein Arbeitgeber nach 2 Monaten ohne Einnahmen über Wasser halten kann. Stattdessen verreist man noch schnell mal für ein paar Tage und muss dann vom Staat wieder eingeflogen werden, weil man selbst zu dämlich war und nicht weiter gedacht hat, als ein Schwein abkoten kann.

Die Krise ist jetzt hier und je schneller wir begreifen, dass nur wir das Ende der Krise einleiten können, desto schneller geht alles wieder seinen geregelten Gang! Ich persönlich hatte genügend Apokalypse in den letzten Monaten, denn ich als einer von tausenden IT-Dienstleistern musste die ganzen Heimarbeitsplätze einrichten, damit wir alle noch etwas Geld verdienen können. Meine Leute können alle arbeiten und ich kann langsam etwas herunterfahren. Die Ärzte und Pfleger müssen das noch weiter durchhalten und verdienen zumindest darin eine Unterstützung, dass wir nicht noch mehr erkrankte Personen zu ihnen schaffen. Auch wenn man selbst nicht zur Risikogruppe gehört, die eventuell nicht an dem Virus stirbt. Will man selbst verantwortlich für den Tot eines anderen Menschen sein? Denn wenn man mit Corona erkrankt ist, ist die Wahrscheinlichkeit damit schon mal gegeben.

Auch ich könnte unbemerkt eine Virenschleuder sein, schließlich bin ich viel mit den Öffentlichen unterwegs, spiele mit vielen verkeimten Eingabegeräten herum und habe wechselnden Kontakt. Aus meinem bisherigen Erkrankungen und im Vergleich zu meiner Familie, bekomme ich recht selten Erkältungen mit bzw. nur wenige Tage und sehr mild. Dennoch versuche ich möglichst bewusst mit meinen Händen umzugehen und Routen zu nehmen die weniger frequentiert sind, um nicht mehr zum Thema beizutragen und meine Liebsten nicht zu gefährden. Weiterhin versuche ich möglichst über Fernzugänge zu arbeiten, wenn nötig die Hände waschen und nicht unnötig an meinem Gesicht herumzuspielen. Bis jetzt funktioniert das augenscheinlich, je mehr Viren im System sind, desto schwieriger wird jedoch mein Versuch sauber zu bleiben. Lasst uns die Sache endlich in die Hand nehmen, bis die Epidemiologen verstehen wie sich das Virus und mit welchen Symptomen verbreitet. Mit allem was wir haben, unserem gesunden Menschenverstand und etwas Empathie!!!

Anmerkend

In den öffentlichen Verkehrsmitteln hört man die wildesten Geschichten. Hier mal ein paar “Fakten” für die Verschwörungstheoretiker unter uns. Selbst wenn noch nicht bewiesen wurde oder ihr den Beweis schon gefunden habt, dieses Virus sei eine Erfindung der Amerikaner oder Chinesen, um die Weltherrschaft an sich zu reißen bzw. die Wirtschaft zu zerstören. Ihr könnt gegen diese heimliche Macht kämpfen, wenn ihr schön Zuhause bleibt. Diese heimlichen Mächte haben es, soweit ich informiert wurde, auf unsere Kontaktfreudigkeit abgesehen. Und denkt dran, das Virus “stirbt” nicht bei 26°, es sind 66,666667° Celsius 😉

Daniel Jörg Schuppelius

Assistent für Elektronik und Datentechnik

1 Kommentar

SchuppeEingestellt am: 14:17 - 20.März 2020

Dem Buschfunk sei dank!

Wenn Du ein Unternehmen kennst, welches von einer Zwangsschließung betroffen ist. Frag doch mal nach einem Gutschein, wenn Du dort häufiger Umsätze generierst.

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