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Kriegsgebiet – Deutsche Straßen

Kriegsgebiet – Deutsche Straßen

Egal welches Verkehrsmittel man benutzt, ständig wird einem klar gemacht: Hier läuft etwas schief! Fahrzeuge ohne Ende, ständig steht man im Stau, verbrennt Unmengen an Geld und dann muss man sich noch mit den anderen Verkehrsteilnehmern auseinandersetzen. Einige bekommen das gut auf die Reihe andere eher nicht. Interessant wird es dann immer, wenn man als “schwächerer” Verkehrsteilnehmer, einen eigenmächtigen Platzverweis ausgesprochen bekommt. Regeln im Straßenverkehr, Fehlanzeige. Jeder macht Fehler, aber wenn dir King Karlo dann noch ein verschmitztes Lächeln zuwirft, erkennst du recht schnell auch welche Fahrzeugklassen und Fahrer du besonders achten musst.

Überspitzt, gibt es folgende Spezialisten

  • Berufskraftfahrer
    Regen sich über alles auf, was nicht grundsätzlich 10Km/h schneller als erlaubt fährt.
  • Autofahrer
    Regen sich über alte Omas, Radfahrer, Motorradfahrer und LKW-Fahrer auf. Lieben ihren fahrbaren Tempel und frönen dem Brauch der Sonntagstextilwäsche mit Unterbodenwäsche.
  • Motorradfahrer
    Outlaw, Raser oder Adrenalin-Junkies, Regen sich über Schwitzer auf. Wer nicht bis zur letzten Rille fährt, sollte eine Gehhilfe benutzen.
  • Radfahrer
    Regen sich über Fußgänger und Autofahrer auf. Legen sich todesmutig und grundsätzlich mit größeren Fahrzeugen an.
  • Fußgänger
    Schimpfen auf alles was schneller ist. Ältere Exemplare verhauen Radfahrer mit ihrer Gehhilfe.

Mal abgesehen von Verkehrsteilnehmern, welche ihre Fahrzeuge als Waffen gegen dich einsetzen. Man muss schon ein dickes Fell besitzen um sich den Primaten des Straßenverkehrs zu stellen, ohne unter die Räder zu kommen. Besonders 5 Personengruppen sind mit Vorsicht zu genießen, weil sie durch ihr rücksichtsloses bzw. unsicheres Verhalten auffallen.

  • Junge Rennfahrer
    Überwiegend männlicher Abstammung.
  • SUV und Geländewagenfahrer
    Hier spielt die Größe des Fahrzeuges und das damit verbundene Sicherheitsgefühl wohl eine große Rolle.
  • Taxi und Busfahrer
    Gehetzt, gereizt und rücksichtslose Fahrmanöver.
  • Unsichere Fahrer
    Oft weibliche und ältere Verkehrsteilnehmer, hierbei spielt es keine Rolle welches Fahrzeug bedient wird.
  • Regelwidrige Fahrer
    Ignorieren alles was mit roten Ampeln, Vorfahrt oder dem Verkehrsfluss zu tun hat.

Verantwortung?!

Akzeptieren wir mal, dass jede Personengruppe ihre Daseinsberechtigung hat und auch durch ihre Fehler lernt. So kann man doch mit Bestimmtheit sagen, einige Personen werden es nie lernen und sollten den Führerschein abgeben. Wie kann es sein das Berufskraftfahrer, welche ihr Geld mit dem Führen eines Fahrzeuges verdienen, bewusst den Schaden eines anderen Verkehrsteilnehmers in kauf nehmen, nur weil sie das Gefühl haben:

“Der Penner hat auf meiner Straße nichts verloren.”

Dieses Verhalten trifft auch auf junge Rennfahrer zu, welche nochmal extra Gas geben, wenn man die Kreuzung überquert. Hier kann man einwandfrei feststellen, dass es dieser Personengruppe nicht gegeben ist, über Bremswege und Fahrzeugkontrolle nachzudenken. Wenn man dann teilweise beobachtet, wie einige Autofahrer Radfahrer bewusst abdrängen. Fühlt man sich häufiger dazu genötigt ein mahnendes Wort abzugeben. Voraussetzung dafür, man muss den Autofahrer nochmals zu Gesicht bekommen. Die einfache Frage, ob ihm bewusst sei, dass ein Radfahrer keine Knautschzone hat. Verursachte überwiegend eine wutentbrannte Schnappatmung und irgendetwas von Radweg und die fahren doch immer bei Rot usw… Bis heute habe ich nicht begriffen, welche Rechtfertigung es nun ist. Aber das scheint auch nicht von belang zu sein. Primär stört der Teilnehmer und der muss halt weg. Nun, wenn wir alle etwas mehr Verstand walten lassen würden, wäre der ein oder andere Verkehrstote bestimmt zu vermeiden gewesen. Und für die Rennfahrer unter uns, eine Rennstrecke hat auch ihren Charme und man kann ohne andere zu gefährden, mal stehen lassen.

Gegenseitige Rücksichtnahme und ein nettes Wort bei Fehlern kann jeder verkraften und man fühlt sich danach auch nicht so ausgelaugt. Es bringt nicht wie ein Kleinkind auf sein Recht zu pochen, meist bringt man selbst dadurch in dumme Situationen und gibt dann noch anderen die Schuld für sein eigenes Versagen.

Daniel Jörg Schuppelius

Assistent für Elektronik und Datentechnik

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