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Lügen und andere Machtspielchen

Sitzverteilung im Landtag 2019 - 2020 (Thüringen)

Lügen und andere Machtspielchen

Schon länger könnten wir beobachten, dass unsere Gesellschaften scheinbar instabiler werden. Ehrlichkeit und der Wille für Vernunft zu stehen, sind mittlerweile keine Atribute mehr, welche unsere “Politiker” auszeichnen. Stattdessen nimmt die Gier und das ungenierte Lügen einen immer größeren Platz in unserer Gesellschaft ein. Vor Jahren, hätte man beispielsweise für viel weniger eine Amtsenthebung eingeleitet. Hauptsache man bekommt was mal will und wenn man mal ertappt bzw. zur Rechenschaft gezogen wird, sind die Konsequenzen ein Witz. Machterhalt mit allen Mitteln, egal wie schädlich eine Person für ein Amt ist. Stattdessen geht die Party immer weiter und niemand fühlt sich zuständig. Für die wirklich wichtigen Themen, wie beispielsweise Finanzsystem und Klima, ist der Zenit schon längst überschritten. Derzeit fallen wir jedoch lieber in fremde Länder ein, um unseren Rohstoffhunger zu stillen, die FDP lässt sich von der AfD wählen, Geheimdienste manipulieren Firmen und wissende Politiker lügen den Bürgern offen ins Gesicht und zu guter Letzt hat die Rhetorik von AfD und CSU mal wieder unschuldige Tote produziert. Und wie soll es anders sein, natürlich ist sich niemand seiner bzw. irgendeiner Verantwortung bewusst. Die heutige Zeit, zeichnet sich eher durch mangelnden Biss, Mutlosigkeit und das fehlende Rückgrat aus. Ein äußerst beschämendes Bild der Politik, in vielen Ländern unserer Erde.

Spaltung der Parteien

FDP und CDU weisen ja schon länger eine Tendenz zur “Identitätskrise” auf und folgen offensichtlich der SPD in die Schattenwelt der gefühlten Bedeutungslosigkeit. Vermutlich weil man vergessen hat woher man kommt. Die SPD hat ihren “Weg” mit Gerhard Schröder, Hartz IV und der Vernichtung unseres Rentensystems begonnen, jedenfalls in meinen Augen. Stattdessen etablierte man fortwährend ein System, in dem Gier und das sofortige absetzen in die Privatwirtschaft belohnt wird. Schröder und Gazprom bzw. die Riester Rente und die Versicherer, welche sich an unseren Rücklagen für die Altersvorsorge gesundgestoßen haben bzw. noch dabei sind. Das Perverse daran, die SPD stand früher für soziale Werte. Folglich hat sich eine Gruppe von der SPD angetrennt und gründete zusammen mit der PDS “Die Linke”, weil einige Mitglieder ihre Werte nicht mehr in der Partei wiederfanden. Gabriel hat es Schröder gleichgetan und hat seine persönliche Zukunft in der Privatwirtschaft gesehen. Das Abwandern von den Ursprungswerten, kommt anscheinend nicht so gut bei den Wählern an.

Bei der CDU sieht es ähnlich aus. Mit dem Unterschied, dass jeder wusste wie nah die Damen und Herren der CDU an der Privatwirtschaft kleben. Jetzt kann man sich nicht mal mehr darauf verlassen. Die jahrelange Zusammenarbeit mit dem jeweils anderen Lager forderte ihren Tribut, weil man sich Stück für Stück anglich. Die Politik des Gleichklanges wurde als Verrat der eigenen Werte empfunden. Folglich hat man sich auf beiden Seiten, jeweils einen extremeren “Partner” geschaffen.

Die Gunst der Stunde

Die FDP hat sich mit dem Ausscheiden von Westerwelle völlig verloren und ist mit der Suche von eigenen Werten beschäftigt. Diese Orientierungslosigkeit hat die FDP eine Menge gekostet und erst vor ein paar Jahren sind sie nicht mehr an der 5% Hürde gescheitert. Aus meiner Sicht, ist die FDP sowieso nur die Fahne im Wind und hatte ihre Regierungsberechtigung mit dem verhohnepipeln der Jugend (Fridays for Future) bereits verspielt. Zuvor hatte man ja versucht mit Sprüchen wie “erst handeln, dann denken” zu Punkten. Jetzt kommt noch das Spiel mit dem Feuer dazu. Die FDP in Thüringen, wollte offensichtlich mal wieder mehr Gewicht im politischen Geschehen haben. Dumm nur, wenn man sich mit Hilfe von Störenfrieden in ein Ministeramt drückt, ohne irgendeine Mehrheit zu besitzen. Was soll ich sagen, hier hat wohl der finanzielle Anreiz Herr Kemmerich übermannt, wenn ich beim Wortlaut der FDP-Führung bleibe. Was ich nicht verstehen will, wie kann man das Wohl eines Landes für taktisches Parteigeplänkel so in den Hintergrund drücken. Das die AfD darauf keinen Wert legt, habe ich schon vorher geahnt. Und man hätte es schon vorher begreifen können, denn die AfD geht seit Jahren mit der Spaltaxt durch die Bevölkerung. Aber CDU und FDP? Hier vermisse ich die Reife, die erforderlich gewesen wäre, um ein Land zu führen. Nur nochmal zu Erinnerung, es ist die Aufgabe eines jeden Politikers, für das Wohl des Volkes zu stehen und nicht für subtiles scheffeln von Machtansprüchen bzw. von finanziellen Mitteln. Kemmerich hat zwar bereits angedeutet, die entstandenen Bezüge zurück zu zahlen, aber aus Erfahrung bleibe ich eher skeptisch. Auch weil der Schaden, durch dieses Wahlspielchen, wohl ungleich höher liegen mag.

Der Tanz mit den Extremen

Als viel problematischer, sehe ich die daraus entstandenen Machtverhältnisse zu Gunsten der AfD. Durch die Unentschlossenheit sich gegen Rechts zu stellen, hat sich einen Störfall in das politische System eingeschlichen, mit dem die Altparteien nur sehr schwer zurande kommen werden. Rechtsradikale haben nun zusammen mit Protestwählern die Macht bekommen, den Altparteien das Leben zur Hölle zu machen. Und mal ehrlich, den Job den die Altparteien seit Jahren abliefern ist alles andere als zukunftsorientiert. Stattdessen stellt man sich noch als Opfer hin und attestiert der eigenen Partei Unfähigkeit. Klar lacht sich die AfD ins Fäustchen, wenn sie die Altparteien durch die ausgelegten Fettnäpfchen zieht. Man ist nicht einmal in der Lage, sich gegen Fake-News zu stellen. Auch bei der Einmischung externer Staaten in die lokalen Wahlkämpfe steht man hilflos vor den sozialen Medien. Riskiert damit eine zunehmend gespaltene Gesellschaft und verzettelt sich, nach jedem aufgebauschten Zwischenfall, in Personaldebatten. Im Gleichschritt mit der Bevölkerung, verhärten sich auch bei den Parteien die Fronten. Schneller als wir gucken können, würde im Endspiel, um die Freiheit und erlangten Werte, die letzte Runde eingeläutet. Machen wir uns nichts vor. Jeder Wert und jede Freiheit, wurde in unserer Geschichte immer mit Blut und Schweiß bezahlt.

Andere Länder andere Sitten

Nicht ganz, denn viele westlich geprägte Demokratien haben ähnliche Probleme. Selbst in Ländern deren Demokratie als gefestigt galt, steht nun alles Kopf. Auch größere Wirtschaftsräume wie die USA, Frankreich oder England bekommen das Problem nicht gelöst. Und warum ist das so? Primär, denke ich, liegt es an den an der Kluft die sich zwischen “Arm” und “Reich” aufgebaut hat. Klar ein abgedroschener Satz, aber wenn man mal genauer hinschaut, würde ich ihn als plausibel markieren. Die Globalisierung nützt nur den Großkonzernen und keine Behörde tut etwas gegen die fortschreitende Monopolbildung. Schiedsgerichte werden ohne Legitimation und in geheimen Sitzungen am Volk vorbei installiert, haben aber einen direkten Einfluss auf das jeweilige Volk. Auch hat man mittlerweile völlig die Kontrolle über das Finanzsystem verloren. Aus meiner Sicht lebt die USA lebt nur noch, weil sie ihre Devisen überall auf der Welt verteilt hat. Mit einer Staatsverschuldung von 20,5 Billionen US-Dollar im November 2017, greift man zu allen Mitteln, um sich am Leben zu halten. Ausgeschrieben ist die Zahl noch unbegreiflicher (20.500.000.000.000,00 USD). Bis heute liegt die Staatsverschuldung über der Wirtschaftsleistung der USA. Und weiterhin glauben unsere Politiker und Ökonomen, an das grenzenlose Wachstum und verschenken wertvolle Zeit. Im Klartext, irgendwann muss bzw. wird das System reagieren. Bisher bedient man sich beim Mittelstand und belastet diesen übermäßig. Also das Zugpferd, welches nicht von Steuervergünstigungen profitieren kann. Kalte Progression und Altersarmut sind da noch weitere Begrifflichkeiten, welche einem die Zornesröte ins Gesicht treiben könnten. Der Großteil der Bevölkerung finanziert also ein System. Das primär darauf ausgelegt ist, die Personen zu benachteiligen welche das System stabilisieren.

Lebenslüge des Kapitals

Wenn es schon eine Leistung ist zu erben, bzw. von Risikovergütung gesprochen wird, wenn man einen Konzern führt. Dann kann man das schon als Lebenslüge bezeichnen. Was rechtfertigt ein Einkommen, welches im Vergleich der restlichen Angestellten so exorbitant hoch ist, dass man damit eine Hand voll Angestellte über Jahre finanzieren könnte? Nichts! Schließlich setzt man sich in ein gemachtes Nest und hält dann noch die Hand auf. Selbst wenn man den Konzern in die roten Zahlen navigiert hat. Kein normaler Geschäftsführer würde sich das trauen bzw. leisten können. Und wenn man sich verkalkuliert hat, stehen hier unmittelbar bekannte Existenzen auf dem Spiel. Bei Konzernen ist die Hemmschwelle nicht so hoch und man wird von den Anteilseignern noch belohnt, wenn diese durch unwirtschaftliches Handeln mal wieder eine Massenentlassung einleiten mussten. Im ersten Augenblick ist beiden Parteien damit geholfen, aber abgerechnet wird immer am Ende. Vielleicht sehe ich das ja auch etwas altmodisch. Jedoch Arbeitnehmer, welche über Jahrzehnte ausgebildet wurden, könnte man schon als Wertanlage betrachten. Richtig Wertgeschätzt kann man sich dann fühlen, wenn man von einem Vollblutkapitalisten hört, dass Arbeitslose, welche sämtliche Sicherungen für das Alter verscherbeln mussten, verlangt für einen Hungerlohn knapp über dem des Existenzminimums zu malochen bzw. die Altersvorsorge, mit dem Zocken, an der Börse zu “sichern”. Als Krönung stellt man sich dann noch vor die Leute und erzählt ihnen dann. Sag mal Kalle, warum hast du denn nicht für deinen Lebensabend gesorgt. Wie fühlt man sich, wenn man solche Respektlosigkeiten von einem ehemaligen Mitglied des BlackRock Konzernes hört? Aber damit nicht genug, jetzt hat man herausgefunden, dass viele Menschen auch in der Nähe ihrer Arbeitsstelle wohnen wollen und dafür auch noch zahlen. Also spekuliert man mal ein wenig und sorgt dafür, dass viele über die Hälfte ihres Einkommens für ihre Wohnung berappen müssen. Ergebnis ist, dass viele Menschen an die Ränder der Städte gedrängt werden und durch eine überlastete Infrastruktur, ungefähr 2-3 Stunden für ihren Arbeitsweg aufbringen müssen.

Leistung muss sich lohnen

Dieser Spruch wird gerne von denen genutzt, welche über ausreichend Finanzmittel verfügen. Klar, bin ich dabei. Aber es gibt auch eine Grenze, die wenn sie überschritten wurde irgendwann mit Gier bezeichnet werden könnte. Ich würde es begrüßen, wenn auch hier mal ein Umdenken eingeleitet werden würde. Marktwirtschaftliche Regeln müssen dafür nicht gebrochen werden. Es muss nur darauf geachtet werden, dass die Gesellschaftsschichten möglichst nach finanzieller Leistungsfähigkeit belastet werden. Folglich müssten mehr Kontroll- und Regulierungssysteme implementiert werden, um das Finanzproblem in den Griff zu bekommen. Auch müssten diverse Deckelungen abgebaut werden. Was eine Deregulierung bewirkt, haben wir eindrucksvoll 2008 erleben dürfen und es geht immer noch so weiter. Das “Phänomen” Schwerkraft. Bildlich verhält es sich genauso mit dem Kapital und dafür müssen wir ein Rezept haben bzw. entwickeln. Andernfalls wird es vermutlich eher ungemütlicher, wenn wir die Auswirkungen eines schwarzen Finanzloches erfahren dürfen. Wir verfügen heute über mehr Personen, welche als “reich” klassifiziert werden. Jedoch sollten wir uns nicht von diesem Wert täuschen lassen. Fakt ist, dass unser Finanzsystem und deren ausufernde Schulden einen ungleichmäßigen Druck auf unsere beteiligten Gesellschaftsschichten ausübt. Es werden Spitzensteuersätze gesenkt und man ist nicht in der Lage eine Finanztransaktionssteuer einzuführen. Es werden primär die Kräfte belohnt, welche über genügend finanzielle Ressourcen verfügen. Wer mit Leistung sein Leben finanziert, muss Steuern zahlen. Während Personen, welche mit Finanzprodukten herumspielen und zocken einen Freifahrtsschein bekommen.

Medien? Wir brauchen keine freien Medien!

In Zeiten wo jeder, durch die sozialen Medien, eine Stimme bekommt. Könnte man der Annahme verfallen, keine freien Medien mehr zu benötigen. Diesen Plan verfolgen die Extremisten mit voller Überzeugung und wir können es bereits überall dort beobachten, wo diese “Kräfte” das Zepter in Hand halten. Schließlich haben sie ja mit den sozialen Medien eine Reichweite erlangt, welche mit den klassischen Medien nur sehr schwer erreicht würde. Hier verfällt auch der Anspruch auf eine korrekte Berichterstattung, denn sie ist für diese “Machthaber” nicht zielführend. Klar können die sozialen Medien auch für “Gutes” genutzt werden, jedoch spielt hier der finanzielle Aspekt ein große Rolle. Mit vergleichsweise geringen finanziellen Mitteln, kann ich folglich eine Meinung in die Welt drücken, welche ohne Prüfung auf ihren Wahrheitsgehalt, massenweise angenommen wird. Klar ich kann es mir leicht machen und festlegen, dass halt die Parteien primär für die Verbreitung dieser Meldungen verantwortlich sind. Jedoch trägt jeder einzelne User die Verantwortung dafür, was in seinem Namen verbreitet wird. Das ein oder andere Individuum sieht hier aber noch kein Problem, stattdessen abonnieren viele von ihnen, völlig unbedacht, diese Protagonisten. Verschaffen somit Hasspredigern und anderen wahrheitsscheuen Personen eine Reichweite, welche noch eine Bestärkung der propagierten Meinung forciert. Es ist also zwingend erforderlich, dass wir alle darüber nachdenken, welchen Personen wir folgen und welchen nicht. Folglich ist es auch von entscheidender Bedeutung, freie Medien auf die Unwahrheiten und Fake-News anzusetzen und diese zu entlarven. Für all die Jenigen, welche glauben Bild, Bunte und B.Z. seien dafür geeignet, haben nicht verstanden das Privatunternehmen nicht an der Wahrheit interessiert sind. Hier zählt die Reichweite und die wird nicht mit der Wahrheit erzielt. Der Axel-Springer-Verlag ist folglich keine Medienanstalt, welche diesem Auftrag gerecht werden könnte, da hier private Interessen eine übergeordnete Rolle spielen. Somit brauchen wir zwingend Medienunternehmen, welche nicht primär an die finanzielle Ausbeutung von Geschichten bzw. durch Politiker in ihrer Ausführung gebunden sind.

Das allgemeine Versagen der Medien

Gehen wir mal auf die Geschichte mit Julian Assange ein. Also der Typ, der den Medien gezeigt hatte, wie man mit kritischen Quellen umgehen könne. Auch wenn hier nicht alles Gold ist was glänzt. Stattdessen lassen sich die beteiligten Medien und Staaten von den USA einschüchtern. Und schrecken auch vor Lügen und falschen Anschuldigungen nicht zurück. Mag man von Assange halten was man will. Fakt ist, dass eindeutig die Rechtsstaatlichkeit umgebogen wurde und das nicht nur von den USA. Ecuador, England, Schweden und auch Wikileaks müssen sich, aus meiner Sicht, gefallen lassen ein Mitspieler gewesen zu sein. Was soll beispielsweise das Aufzeichnen von Gesprächen von Assange mit seinem Anwalt? Die weitere Betrachtung von Nils Melzer setzt diesem Fall nur die Krone auf und verdeutlicht wie ungeniert die beteiligten Personen agierten. Ich persönlich bin überrascht, wie lange sich Assange halten konnte, ohne hingerichtet oder verschleppt zu werden. Aber was nicht ist kann ja kommen und der psychologische Druck wird irgendwann sein übriges tun. Menschenrechte sind also nur ein kühner Traum, der in der realen Welt offensichtlich keine Bedeutung mehr hat. Grob gesagt, haben wir mit dem Kampf gegen den Terror einen kriegsähnlichen Zustand in unseren Gesellschaften erreicht. Ein Großteil der Medien, scheint einer Kontrollinstanz zu folgen und hält sich ganz dezent aus der regierungskritischen Berichterstattung heraus. Anders kann ich mir beim besten willen nicht erklären, dass wir mittlerweile selbst zum Objekt der Begierde geworden sind.

Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt

Ich empfinde es als pure Heuchelei, wenn ein Gesetz bzw. eine Verordnung zum Datenschutz erlassen wird und dann einige Monate später gefordert wird, dass der Staat auch die Passwortdaten einsehen möchte. Also was nun? Sollen Dienstleister die Daten ihrer Kunden verschlüsseln und sie somit schützen? Oder sollen Dienstleister für “berechtigte” Personen immer einen Zugriff bereitstellen? Selbst Backdoors werden als notwendig angesehen. Was ist das nur für eine kranke Welt, in der Politiker mir vorschreiben was, wie und wo ich meine Daten zu schützen habe. Wenn ihr eine Welt der vollen Transparenz möchtet, dann solltet ihr so ehrlich sein und jeden Bürger offen legen, was Politiker einschließt. Wozu einen Passwortschutz, wenn jeder Sicherheitsbeamter, welcher Kenntnis über die implantierten Schwachstellen hat, Zugriff auf meine Daten hat. Entweder verschlüssel ich meine Daten oder ich verschleiere sie. Dann kommt uns aber bitte nicht mit offenem Mund entgegen, wenn mal wieder Daten abgeflossen sind. Für mich bedeutet der aktuelle Vorstoß, dass ich Abstand von Cloudlösungen nehme. Es scheint zu gelten, man ist grundsätzlich potentiell gefährlich, weil man existiert. Es ärgert mich maßlos, wenn meine Rechte auf Privatsphäre so mit Füßen getreten werden. Kein Politiker macht sich ansatzweise Gedanken darüber, was passiert, wenn mal ein etwas anderer Machthaber an die gesammelten Daten herankommt. Es ist dann völlig egal, ob dein Verhalten vorher noch vom Recht abgedeckt war. Wenn der neue Machthaber der Meinung wäre, Litschi speisende Menschen gehören vergast, dann ist das so! Warum er der Meinung sein könnte, spielt keine Rolle. Wenn die Metadaten darauf hinweisen, dass Menschen die Litschis essen aus deren Sicht keine “lebenswürdigen” Menschen darstellen, steht man schneller im Grab als man gucken kann. Es sind die Fragen, welche die gesammelten Metadaten so gefährlich machen. Auch die Nutzung eines Dienstes wie beispielsweise TikTok, könnte dann das Ende eines Lebens bedeuten.

Geheimdienste außer Kontrolle

Einige Länder haben sich einen eigenen Feind geschaffen, ihren Geheimdienst. Diese handeln nach den letzten Meldungen wohl schon länger außerhalb der Rechtsstaatlichkeit und finanzieren sich selbst und deren schwarze Kassen ohne das irgendeine Kontrollinstanz davon bescheid weiß. Die USA und Deutschland haben z.B. über ihre Geheimdienste eine Kryptofirma übernommen und dort Sicherheitslücken eingebaut, die Primär dazu genutzt wurden, um Staaten zu überwachen. Aber jetzt kommt der Hammer, die erlangten Erkenntnisse dienten keinesfalls der Aufklärung. Stattdessen hat man sich als Mittäter etabliert und Informationen zurückgehalten, um seine Datenquelle nicht zu gefährden. Weiterhin hat man die Mitarbeiter dieser Firma gefährdet, denn diese wussten nichts von diesen Hintertüren. Ein Spion ist sich seiner Gefahr bewusst. Was soll ich sagen, auch hier versagt die Medienwelt momentan völlig. Einen Tag lang, wurde darüber berichtet und dann wurde es still. Wir alle sollten mittlerweile begriffen haben, dass die Geheimdienste massenhaft Daten abgegriffen haben und mit der schieren Menge noch etwas überfordert sind. Wie lange wird dieser Zustand anhalten? Was wird daraus resultieren? Wer interpretiert die Daten?

Auf dem rechten Auge blind

Aus meiner Bundeswehrzeit kann ich berichten, es gibt mehr Rechtsradikale in solchen Einrichtungen, als die meisten Bürger glauben mögen. Verwundern tut es mich nicht, da ja primär solche Personen von solchen Diensten angelockt werden. Ob nun Bundeswehr, Polizei oder Geheimdienst, diese Einrichtungen haben schon immer ein Problem mit Rechten gehabt. Es liegt in der Natur dieser Dienste, dass sich dort solche Gruppierungen ansammeln. Was passiert also wenn ein Extremist, der mit Metadaten herumprobieren darf, mit einer eigenen Liste aus dem Haus geht, welche ihren Ursprung beim BND hat. Sowas kann nicht passieren? Damit würde ich vorsichtig sein! Jeder Administrator fürchtet die eigenen Kollegen bzw. Mitarbeiter mehr, als externe Angreifer. Jedes System hat seine Schwachstellen und die “richtige” Person an diesen Schwachstellen macht den Unterschied aus. Was diese Einrichtungen umso gefährlicher macht. Die Kameradschaft! Diese wird benötigt um diese Truppen stark zu halten. Jedoch entzieht man sich so den Kontrollmöglichkeiten, die eigene Truppe sauber zu halten. Niemand will als Verräter gebrandmarkt werden, schließlich schützen mich meine Kameraden, wenn es mal ernst wird.

Zurück zum Titel

Wir sind es also, die ein Problem mit der Wahrheit haben. Wir akzeptieren es, wenn ein dummes Kommentar in unserer Umgebung als dahergesagt klassifiziert wird. Mein Gott, es kann ja nicht so schlimm sein, wenn man mal Kartoffel zum vermeintlich Deutschen sagt. Warum muss ich mich als Deutscher überhaupt mit meiner Geschichte auseinandersetzen, wenn die USA die eigenen Bürger auch separiert hat. Viele von uns tragen den Rassismus in sich, es ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Wir klassifizieren einen Menschen schon beim ersten Blick und stecken ihn in eine Schublade. Nachträglich wird es für uns immer schwierig, jemanden aus dieser Schublade heraus zu holen. Wir gegen die, ist also nicht nur den AfD-Anhängern in die Wiege gelegt, sondern bei uns allen! Die AfD ist nur so erfolgreich, weil sie damit locker herumspielen kann. Ohne das jemand sagt, hör mal Bernd, das was du da sagst ist aber nicht korrekt. Die Taten von all diesen Extremisten, sollen nur eins bewirken, uns Angst machen. Nicht mehr und nicht weniger, da hilft auch keine Massenüberwachung! Betrachten wir die AfD, als das was sie ist. Eine Ansammlung von abgewanderten Rechtskonservativen, welche mit Hilfe von Lügnern und Faschisten an die Macht wollen. Gut, unsere anderen Politiker sind mal mehr oder weniger verlogen, nur zünden deren Sympathisanten keine Asylheime oder Kinder an.

Es ist immer eine bewusste Entscheidung, wenn man eine Partei, welche für Hass, Tot und Verachtung steht, in ein Parlament wählt. Des Weiteren ist es auch eine bewusste Entscheidung, wenn man Hassprediger und deren Verteiler unterstützt. So kann ein simpler Kauf, einer Bild-Zeitung oder ein Abo auf Twitter schon dafür stehen, ob man für menschenverachtende Thesen steht oder nicht. Je nachdem aus welchem Grund man die “Meinungsquelle” gewählt hat und sich davon beeinflussen lässt. Auch das weitertragen von diesen Botschaften sollte bedacht werden. Schließlich erweitert man damit die Reichweite dieser Botschaften. Folglich entscheidet jeder selbst, ob er mehr sinnlose Morde sehen will oder nicht! Verlogen wird es dann, wenn man sich dann noch zu den Opfern stellt und ihnen weiß machen will, dass so etwas niemals toleriert werden darf und dieses Verhalten eine Straftat darstellt. Mord, war schon immer eine Straftat, ob sie nun im Krieg oder so durchgeführt wird.

Daniel Jörg Schuppelius

Assistent für Elektronik und Datentechnik

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