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Erfahrungen: T-Randonneur Lite (Resumé)

Erfahrungen: T-Randonneur Lite (Resumé)

Nach 2 Jahren mit dem T-Randonneur Lite 2018, wollte ich mal ein Resumé zu den von mir verbauten Teilen abgeben. Von einigen Bauteilen war ich enttäuscht, bei anderen Bauteilen war ich eher überrascht. Das Rad müsste jetzt so im Bereich von 20.000 Km liegen, also ein guter Zeitpunkt mal genauer hin zu schauen. Beispielsweise hatte ich Probleme, das große Kettenblatt zu bestellen. Während der ersten Monate der Corona-Pandemie, hatte kein Laden das von mir benötigte 54er Kettenblatt vorrätig. Demzufolge musste ich etwas improvisieren und habe mal ein ähnliches Kettenblatt aus der 105er Shimano-Reihe probiert. Im Großen und Ganzen, hatte ich aber wenige Probleme mit dem Fahrrad.

Corona und Kilometeraufzeichnung

Kilometerleitsung 2020 (Okt – Dez 2019 keine vollständige Aufzeichnung vorhanden)

Meine Kilometerleistung pro Monat, ist dieses Jahr ganz schön eingebrochen, da sich meine Arbeitsweise verstärkt in Richtung Remote ausgerichtet hat. Mit der Bahn leistete ich zusätzlich, ca. 1700km für den Juli 2020 und ca. 1500 km für den August 2020. An der Statistik, kann man z.B. auch die Laufzeit der Batterie des Sigma 23.16 ablesen. Im August fingen die sporadischen Meldungen zur Batteriekapazität an, ich hab mich also noch nicht um Ersatz gekümmert. Für die Sensoren habe ich immer passende Batterien auf Lager (CR2032), da auch meine Computer diesen Typ verwenden. Der Sigma 23.16 benötigt jedoch die CR2450, also muss ich diese immer frisch besorgen. Mit dem Fahrradcomputer schaffe ich folglich, mit einer Batterie, ca. 8-9 Monate. Bei den Sensoren kann ich es nicht mit Bestimmtheit sagen, da ich diese, wie gesagt, immer vorrätig habe.

Hinteres Laufrad

Wie schon in dem Beitrag: Erfahrungen: T-Randonneur Lite erwähnt, hatte ich Probleme mit dem hinteren Laufrad. Das ausgetauschte Laufrad vom selben Typ (Rival 21), musste dieses Jahr ausgetauscht werden. Ein Streckenabschnitt der Tour von Usedom nach Berlin hat dem Hinterrad den Rest gegeben. Ich probierte eine mir noch unbekannte Straße in der Nähe von Kloster Chorin und bereute auch schnell die Auswahl der Strecke. Wenn ich früher für schlechte Straßen die Beschreibung Lichtenrader Verhältnisse (Berlin) benutzte. So habe ich nun ein neues Schandwort für wilde unbenutzbare Straßen: Choriner Verhältnisse. Das alte Laufrad konnte ich zwar noch benutzen, aber die Risse an der Felge deuteten eine baldige Verabschiedung an. Nach dieser Tour wechselte ich folglich das Laufrad.

Elberadweg nähe Zerben (mit neuem Laufrad)

Das ausgetauschte hintere Laufrad das DT-Swiss 533d, macht bis jetzt einen guten Eindruck. Die Hinterradnabe ist vom Typ XT (FH-M8000), verfügt also nicht über eine Aufnahme für die Road-Kassetten. Folglich musste ich meine Schaltung auf die größere Kassette anpassen (11-34 Zähne). Die Umstellung meiner Schaltung auf die MTB-Kassette (Kassette CS-HG700-11 11-fach) machte keine Probleme. Für mich ein echter Gewinn gewesen, da ich die kleineren Kränze der 105-Kassette sehr selten nutzte.

Das vordere Kettenblatt

Im ersten Quartal dieses Jahres machte sich der Verschleiß meines 54 Kranzes bemerkbar. Ich bestellte also die Austauschteile und wartete, auf die Auslieferung. Nach 4 Wochen wurde ich langsam ungeduldig, denn ich konnte nicht mehr vernünftig in die Pedale treten, ohne das die Kette anfing zu springen. Was tun? Also schaute ich im Netz nach ob jemand diesen Kranz auf Lager hatte. Ich fand keinen Shop! Also dachte ich mir probier mal einen anderen Typen der 105-Reihe. 3 Tage später konnte ich dann endlich das neue Teil in der Hand halten und probierte mein Glück.

Shimano 105 11S 50-34MA

Wie man an dem Bild sehen kann, passt die Kassette nicht ganz zur Optik der Kurbel. Aber sie ist montier- und benutzbar. Klar musste ich kleine Abstriche im Schaltkomfort hinnehmen, aber damit hatte ich gerechnet. Hauptsache ich konnte wieder vernünftig in die Pedale treten. Nach 3-4 Monaten kam dann endlich der richtige Kranz und ich begann die Komponenten zusammen mit dem neuen Hinterrad zu montieren. Getauscht wurden also die Kette, der 54 Kranz, die Bremsscheibe und die 11-Fach MTB-Kassette. Endlich hatte ich wieder butterweiches Antriebsgefühl. Für einen kleinen Zeitraum, kann man mal improvisieren, aber auf Dauer machen nur aufeinander abgestimmte Bauteile Spaß.

Gabel und Cockpit

Korrodierte Anschlüsse

Mit der Gabel und der Laufradproblematik, habe ich mich arrangiert. Ein paar Unterlegscheiben an den Ausfallenden und die Nabe kann nicht mehr, während des Bremsvorganges, verrutschen. Eine Ersatz-Gabel habe ich bereits schon hier zu liegen. Jedoch muss ich noch ein Laufrad mit Steckachse und Nabendynamo besorgen. Was ich richtig schade fand, ist ein Defekt an der USB-Stromversorgung. Der Cinq-Plug III ist doch nicht so gut wie ich dachte, denn es dringt Wasser in die Elektronik ein. Meine Kontakte sind mittlerweile verrottet und die Schaltung gibt auch keinen Mucks mehr von sich. Für den Preis hätte ich etwas mehr Wetterfestigkeit erwartet. Vielleicht ist das neue Model, in Bezug auf die Wetterfestigkeit, etwas besser. Jedoch bin ich mir noch unschlüssig, ob ich das Model kaufen will. Positiv überrascht bin ich von meinem redshift Dämpfer im Vorbau. Keine weiteren Einstellungen und die Festigkeit ist auch noch völlig in Ordnung. Hier hätte ich eher mit Problemen gerechnet.

Lenkertasche

Bei der Lenkertasche (VAUDE Road II) bin ich etwas unzufrieden, denn die Befestigung mit dem Rahmen der Tasche am Klickfix Träger, wird nur durch Plastikteile gehalten. Die älteren Modele verfügen über eine festere Verschraubung. Anfangs hatte ich versucht, durch eine Verklebung der Schrauben einen Erfolg zu erzielen. Es blieb jedoch bei einem Versuch! Die Tasche ist weiterhin benutzbar, sie hängt aber mehr nach unten und schlackert bei unebenen Untergrund. Man bekommt einen Großteil der Geräusche weg, in dem man mit etwas Heißkleber und einem Distanzstück aus Plastik das Spiel aus der Klickfixhalterung minimiert.

Beleuchtung

Bei der Beleuchtung, habe ich mich für 2 zusätzliche Akkuscheinwerfer entschieden, die bei der Ausleuchtung keine Wünsche mehr offen lassen. Die Halterung vibriert auf schlechtem Untergrund etwas und könnte durch eine etwas steifere Halterung ersetzt werden. Als störend empfinde ich diesen Punkt aber nicht. Äußerst praktisch empfinde ich die Powerbankfunktion der Ixon Space.

Akkuscheinwerfer mit jeweils 150 Lux

Auf meinen Nachtfahrten durch die “Wälder” Brandenburgs ist gutes Licht eine nicht zu verachtende Größe. Je besser das Licht, desto schneller kann man durch unübersichtliches Gelände fahren. Auf den Straßen bringt mir die Lampenkonfiguration den Vorteil, dass viele Autofahrer zu denken scheinen, es kommt ein Motorrad auf sie zu. Demzufolge ist die Grundhaltung etwas defensiver, als bei einem Fahrrad.

Carbon-Flaschenhalter

Ein Bauteil hat sich allerdings auf schlechter Strecke verabschiedet. Ein Flaschenhalter (SKS X-Cage Carbon) ist gebrochen, bzw. der untere Anschlag für die Flasche. Hier habe ich mich für eine günstige Plastik-Alternative von SKS entschieden (Topcage). Die Flasche sitzt nicht mehr ganz so fest, aber auch auf schlechtem Untergrund bleibt die Flasche im Halter. Die vorderen Flaschenhalter (X-Cage), an der Gabel, haben noch keine Verschleißerscheinungen. Ansonsten ist das Rad meinen Anforderungen gerecht geworden.

Daniel Jörg Schuppelius

Assistent für Elektronik und Datentechnik

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