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Unbedachte Konsequenzen aus dem Silicon Valley

Unbedachte Konsequenzen aus dem Silicon Valley

Jahrelang haben die Monopolisten, aus dem Valley, den Lügen Trumps und anderen Hetzern eine Bühne geboten. Jahrelang wurde auch erklärt, dass man nicht Richter und Henker sein könne. Nach dem Überfall, auf das Kapitol der Vereinigten Staaten, sah die Sache plötzlich anders aus. Kurz vor dem Einzug Bidens, ist Trump nun zu einer Person mutiert, welche digital ausgelöscht werden kann. Man hat genügend an dem Hetzer verdient und braucht auch sonst keine Angst mehr haben, dass Konsequenzen aus dem weißen Haus der verlorenen Staaten von Amerika drohen. Die übereinkommende Meinung, nicht nur im Silicon Valley, scheint zu sein. Die Welt wird wieder besser, wenn Trump nicht mehr da ist. Keine Reflektion und keine kritischen Stimmen aus den eigenen Reihen. Könnten eventuell die eigenen Werkzeuge, an dem Problem der Desinformation und Aufhetzung ganzer Bevölkerungsgruppen schuld haben?

Scheinheiligkeit?!

Huch. Scheinen sich so einige Personen, aus dem Feld der Fans und Unterstützer Trumps, gedacht zu haben. Jetzt scheinen die Tech-Giganten und Politiker ernst zu machen. Irgendwie scheint die Bevölkerung auch nicht auf Gewalt zu stehen?!? Und schon hörte man die Stimmen aus Frankreich, Niederlanden und bei uns, Gewalt gehört sich nicht. Heuchlerisch erst in Deutschland den Sturm auf den Bundestag bejubeln, Störenfriede in Regierungseinrichtungen einschleusen und nach der Eskalation in den USA versöhnliche Töne anstimmen. Das ist die AfD, wie ich sie kenne.

Machen wir uns nichts vor. Jeder spezielle Freund der Demokratie, ob er nun aus den Deutschland, Niederlanden, England, Frankreich oder sonst wo her kommt. Alle stehen für Gewalt, Verrohung und Desinformation. Wer sich also bewusst für eine Partei aus dieser rechten Sparte entscheidet, sollte auch den Schneid besitzen den Jubel fortzusetzen, wenn das Ergebnis eingefahren wurde. Stattdessen eine Heuchelei nach der Anderen. Die selbsternannten Retter der Demokratie knicken ein wie die Strohhalme. Offensichtlich haben alle Angst vor dem Echo. Was wir in den USA sehen und ernten, ist das Ergebnis dieser Gruppierungen und Parteien. Aber dieser Umstand ist unseren Hetzern und Spaltern bereits klar gewesen. Deshalb empfinde ich es mehr als nur Ekelhaft, wenn sich solche Typen dann hinstellen und mir erzählen wollen, das sich Gewalt nicht gehört. Jeder normale Mensch weiß das, aber nicht diese Typen. Ständig erzählen diese Typen einen Blödsinn, bei dem man nicht weiß ob man lachen oder weinen soll. Am liebsten würden diese Scheinheiligkeiten doch mit der Kniffte durchs Land ziehen und das aus ihrer Sicht “unwürdige” Leben vernichten oder verjagen. Je nachdem, wie dämlich der Zeitgenosse aus dem Flügel ist. Und mal ehrlich, ich glaube den Jüngern dieser Parteien kein Wort. In den eigenen Reihen bejubeln sie doch alle dem Sturm auf das Kapitol. So nach dem Motto endlich passiert mal was! Das war mal ein Denkzettel! Verdient! usw.

Spezieller Freund der Demokratie?

Wer sind denn diese speziellen Freunde der Demokratie? Ich betrachte in diesem Fall jeden als speziellen Freund der Demokratie, welcher solchen Personen eine Bühne bietet, sich in diesen Parteien und Gruppen organisiert und diese auch noch wählt. Auch Personen die ohne mit der Wimper zu zucken, Lügen und andere menschenverachtende Botschaften verteilen. Leider beanspruchen diese Personen den Titel der Demokratiefreunde in einer anderen Definition als der Rest der Welt. So manch einer wünscht sich sogar einen Kaiser zurück. Ich bin schon mit dem korrupten Kaiser aus dem Fußballimperium überfordert. Aber was solls, irgendwann bekommt auch der seinen Straßennamen. Wie unser ehemaliger Kanzler aus der CDU, der sich selbst als Ehrenmann bezeichnet hat. Offensichtlich scheint meine Definition von Ehrenmann konträr mit der Definition zu laufen, welche Politiker benutzen. Ganovenehre scheint also auch irgendwie Ehrenhaft zu sein. Vielleicht verstehe ich auch nur zu wenig von Ehre und Anstand, wer weiß das schon.

Kern des Problems

Mit dem Vorstoß unserer Monopolisten, haben wir uns ein ganz schönes Ei ins Nest gelegt. Wir machen Trump zu einem Märtyrer, der weiter an seiner Legende schnitzen kann. Schlussendlich wird er höchstwahrscheinlich in Erwägung ziehen, eine Freischaltung seiner sozialen Konten einzuklagen. Voraussetzung dafür ist, aus meiner Sicht, dass die sozialen Medien keinen Erdrutsch bei den Benutzerzahlen ausgelöst haben.

Wir stellen also AGBs über die Verfassungen unserer Staaten. Auch wenn ich Trumps Aussagen nicht in Ordnung finde, so entsprechen sie dem Recht auf freie Meinungsäußerung. Folglich müssen diese Aussagen von unseren Demokratien ertragen werden. Ich gehe dabei konform, dass es unsere Aufgabe ist, Falschinformationen zu entlarven und dementsprechend zu markieren. Aber wir können niemanden mundtot schalten, so lange er keine Straftaten anzettelt. Wo führt uns dieser Aktionismus hin, wenn Unternehmen entscheiden was gesagt werden darf und was nicht? Des weiteren kann ich keine klare Linie, beim Sperren von Konten oder Löschen von Material, erkennen. Überspitzt behaupte ich mal, dass Twitter bei einem “AGB-Konformen” Vorgehen kaum noch Content besitzen würde.

Zum Anderen stelle ich mir die Frage, was Staaten wie die Türkei, Russland oder China aus diesem Vorstoß zaubern könnten. In der heutigen Zeit sind wir alle immer sofort empört und fordern sofortige Konsequenzen. Vielleicht sollten wir uns etwas entschleunigen und nicht jedem Bullshit hinterher rennen. Wir Menschen sind, aus meiner Sicht, nicht dazu fähig sofort alle Aspekte beleuchtet zu haben. Wir sollten unseren Nachrichtenkonsum und die Reaktion darauf dementsprechend anpassen. Selbst bei den klassischen Medien versucht man, beispielsweise nach einem Terroranschlag, sofort und unmittelbar mit Schlussfolgerungen und Mutmaßungen beim Konsumenten zu Punkten. Im nachhinein müssen dann noch Klarstellungen verfassen usw.

Trump ist jetzt ein abgewählter Präsident und wir sollten ihn durch unsere Handlungen nicht unnötig auf ein Podest stellen. Amerika hat es nach diesem Komplettausfall schon schwer genug, wieder auf die Beine zu kommen. Lassen wir den Amerikanern die Zeit, die sie benötigen und kümmern uns lieber um unsere Baustellen. Wir haben genügend davon. Schon mal Nachts durch Berlin gefahren? Wir haben eine Menge Obdachlose! Vielleicht sollten wir mehr an unsere, seit Jahren, steuerlich begünstigte Bevölkerungsgruppe herantreten. Laut Studien tendieren Menschen in finanziell unsicheren Zeiten mehr zum rechten Rand?!? So manch einer ist, in der aktuellen Krise, auch zum endgültigen Schritt bereit. Jedenfalls kann ich in meiner Umgebung, eine Zunahme von Suizidversuchen feststellen.

Ambitionierte Steueroptimierer

Hört man sich die Sprüche von unseren “Mittelständlern” an. So sind die Leute, welche sich darüber beschweren, dass es Steuerflucht und Steueroasen gibt nur Neider oder Verlierer. Also wenn ich darüber rede, dass ich Steuergerechtigkeit möchte. Dann ist das kein Ausdruck von Neid, sondern ich möchte erreichen, dass kleine “Fische” etwas mehr Luft zum Atmen bekommen. Niemand zahlt gerne Steuern! Aber auch ich habe begriffen, dass es eine gewissen Notwendigkeit gibt, wenn man den Staat handlungsfähig halten möchte. Mir beispielsweise das zocken an der Börse als Leistung zu verkaufen und sich dann über Transaktionssteuern beschweren, ist irgendwie nicht der richtige Weg. Aber so war das schon immer, diejenigen die wirklich Arbeiten, haben keine Zeit für die Leistungspräsentation. Die anderen, fangen schon beim Beschreiben ihrer Taten an zu schwitzen. Stattdessen labert man was von Steuererklärungen auf Bierdeckeln und bekommt es nicht auf die Kette, mal für etwas anderes zu stehen außer Gier und Macht. Einige Möglichkeiten bzw. Strukturen an der Börse halte ich für moralisch schwer verwerflich. Marktwirtschaft sollte keine Einbahnstraße sein! Wenn Kapitalismus funktionieren soll, dann bitte unter “gleichen” steuerlichen Bedingungen, ohne Deckelungen und bei denen Abgaben dort entrichtet werden, wo Einnahmen generiert werden. Stattdessen schaut der Staat völlig tiefenentspannt dabei zu, wie beispielsweise in Holdingstrukturen agiert wird.

Daniel Jörg Schuppelius

Selbstständiger IT-Dienstleister und Assistent für Elektronik und Datentechnik, Ich bin sozusagen Mädchen für alles was die Informationstechnik angeht. Kümmere mich gerne um Probleme, an denen andere Dienstleister scheitern und bin ständig auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Entwickle gerne Programme und Skripte und kümmere mich um diverse Blogs und Seiten. Auch sonst probiere ich mich an neuen Techniken aus, um mich noch unabhängiger von anderen Personen zu machen. Wenn du willst, dass irgendetwas funktioniert, dann kümmere dich immer selbst darum.

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