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Überwachung ist Kontrolle, weniger Sicherheit

Überwachung ist Kontrolle, weniger Sicherheit

Überwachung, Monitoring und Kontrolle sind in der heutigen Zeit zu einem ständigem Begleiter mutiert. Es ist für uns völlig normal geworden, ständig von starren Augen beobachtet zu werden. Dabei ist es nicht mehr von belang wer oder was uns beobachtet, wir akzeptieren es, ohne mit der Wimper zu zucken.

Selbst uns persönlich ist es teilweise ein Anliegen, genau über unsere Tätigkeiten, Parameter und Werte bescheid zu wissen. Es werden Herz, Bewegungen und andere Körperwerte protokolliert. Selbst Protokolle, wo wir waren und mit wem wir unterwegs waren, gehören mittlerweile zum guten Ton.

Wer unsere Daten kontrolliert, kontrolliert auch uns!

Niemand denkt im Entferntesten daran, dass diese Daten von jedem, der etwas mehr Energie in die Beschaffung legt, eingesehen werden können. Selbst, wenn ich damals meinen Bekannten gezeigt habe, wie man Logindaten und Messengergespräche abfangen kann, wurde nicht reagiert. Diese Präsentationen waren ein Partyknaller, nicht mehr und nicht weniger. Keiner von ihnen sah sich gezwungen, auf verschlüsselte Verbindungen zu setzen.

Selbst als ich es, während einer Party auf die Spitze getrieben habe. Und einen Bekannten, der keine Lust hatte zur Party zu kommen, so manipulierte das er glaubte, er könne sich mit einer paarungsbereiten Internetbekanntschaft treffen, wurde niemand aufmerksam. Stattdessen fuhren meine Bekannten, am nächsten Tag, zum vereinbarten Treffpunkt und schockierten unseren Partymuffel am U-Bhf Onkel Toms Hütte.

Das einzige was unserem Opfer einfiel, nachdem es wegrennen wollte, war der Satz: “Aber nicht meiner Freundin erzählen!”

Schließlich haben wir nichts zu verbergen!

Diese Denkweise ist so fest in unserem kollektivem Bewusstsein implementiert, dass jede Frage nach Privatsphäre schon ein Vorhandensein von kriminellen Energien beim Fragesteller impliziert. Das jeder über schützenswerte Informationen verfügt, ist für viele Bürger nicht mehr festzustellen.

Es ist schon zu einem Reflex geworden, die Frage nach der Notwendigkeit von Überwachung mit dem Satz, ich habe ja nichts zu verbergen, zu beenden. Wenn man dann noch fragt, wie es mit deren Konto-Daten bzw. Gesprächen mit dem Partner ausschaut, wird der nächste Reflex ausgelöst.

Sollen sie doch mithören!

Es spielt scheinbar keine Rolle, wer oder was die eigenen Vorlieben, Probleme und Interaktionen mitbekommt und wie diese Daten analysiert und verwendet werden. Selbstverständlich nehmen wir dabei in Kauf, dass diese Daten, völlig frei von jeglichem Kontext, eine Klassifizierungsmöglichkeit unserer Person bieten.

Diese Datensammlung, mag in Ländern mit moderatem Führungspersonal vielleicht noch tolerierbar sein. Den endgültigen Verlust von Freiheit erfährt man dann, wenn autoritäre Staaten von diesen Möglichkeiten Gebrauch machen.

Hier stehen dann Möglichkeiten zur Unterdrückung von Meinungen und anderen Aktivitäten zur Verfügung, welche nicht nur das eigene Leben betreffen. Angehörige und Freunde, stehen in diesen Ländern genauso im Fokus der Kontrollbehörden, wie man selbst. Schließlich besitzen die engeren Vertrauten, ein größeren Einflussfaktor auf die “gefährliche” Person, als die Behörden selbst.

Machtmissbrauch und Unterdrückung

Grundsätzlich scheinen diese Staaten davon auszugehen, sie müssen sich vor den Bürgern schützen, welche andere Ansichten haben. Es existiert keine Bemühung, von Seiten des Staates, mehr Transparenz zu schaffen. Viel mehr wird den Bürgern klar gemacht, dass nur der Mammon regiert und der schale Beigeschmack der Korruption, macht sich wieder breit.

Entscheidungsprozesse werden intransparenter und sind primär von monetären Interessen gesteuert. Potentiale von geheimen Sitzungen und mangelnden Einflussmöglichkeiten der Bürger, werden immer forcierter angewendet. Demzufolge, werden auch mehr “Dissidenten” generiert.

Befindet sich ein Staat in diesem Krieg, hat er völlig aus den Augen verloren, dass er nicht das Monopol auf Meinungsäußerung hat. Ihm geht es nur noch um Machterhalt und jede potentiell anders denkende Person muss beseitigt bzw. umerzogen werden.

Ungebremster Informationshunger und deren Manipulation

Selbst in unserem System sind diese Tendenzen zu erkennen. Der Staatsschutz und der Bundesnachrichtendienst sind solche Vereinigungen, die für Informationen scheinbar alles tun. Selbst die Finanzierung von “Terrorgruppen” durch V-Männer, steht hier als Möglichkeit zur Verfügung.

Ohne zu übertreiben könnte man behaupten, dass erst diese geheimen Behörden zusammen mit dem Militär, dem Terror den Einzug in unsere Mitte ermöglicht haben. Sie sind die Urväter der “Terrorcamps”, welche heute zum Problem für die ganze Welt und deren Freiheit geworden sind.

Klar sie wurden nicht mit dem Ziel gegründet, dem eigenen Volk zu schaden, aber ihre Leichen finden wir überall. Sie sind keine Beobachter und Berater, sie handeln aktiv und das in fast jedem Staat.

Daten = Geld, Geld = Macht, …

Alle Daten die erhoben wurden, stehen für den potentiellen Zugriff bereit. Ein Mitarbeiter an einer Schlüsselposition, kann ein ganzes Potpourri an Daten bereitstellen. Ein Regierungswechsel, kann aus ehemals unverfänglichen Daten eine Klinge anfertigen, welche innerhalb kürzester Zeit zum Problem für jeden von uns werden könnte.

Die USA und China, haben begriffen welche Potentiale sich hinter diesen Daten befinden. Und sie werden immer besser, in der Sammlung und Auswertung dieser Daten. China kann mittlerweile, automatisiert Fehlverhalten ahnden und Dissidenten verfolgen. Wo früher Unmengen von Personal gebraucht wurden, reicht heute eine Software aus.

Auch in der Beschaffung geschützter Daten, sind diese Staaten mittlerweile so stark, dass ich mir keine Illusionen mehr mache, ob meine Privatsphäre noch irgendeinen ideellen Wert für diese, aus meiner Sicht, kriminellen Staaten hat.

Tag für Tag, muss ich mich den Angriffen, wie alle anderen Datenhalter auch, zur Wehr setzen. Und ich bin nur ein kleiner Fisch, der in einem Teich herumschwimmt. Neben den wahllosen Hackerangriffen, muss ich mich also auch vor übergriffigen Staaten schützen.

Die Entdeckung von Big-Data

Was die Privatwirtschaft schon begriffen hatte, haben unsere Politiker erst mit dem 11.09.2001 begriffen. Sie haben zu wenig Daten über uns!

Dieser Umstand musste sich ändern, wenn also vorher Bemühungen für mehr Datenschutz zu verspüren waren. Ging es nun darum eine Datenkracke aufzubauen, welche in der Lage ist, sämtliche Rechte in Bezug auf Datenschutz zu missachten.

Alle Errungenschaften für die Privatsphäre, welche nach dem 2. Weltkrieg mit viel Blut bezahlt wurden, gekippt. Schlimmer kann man das Andenken, an die vielen Toten nicht mit Füssen treten.

Das ekelhafteste an der ganzen Geschichte, war das offensichtliche Lügen der Volkskontrollbehörden. Selbst Edward Snowden, war nicht in der Lage mit seinem Informationssprengstoff, diesen Wall aus Ignoranz zu zerstören. Stattdessen wurde in alter Manier eine mittelalterliche Lynchjustiz propagiert.

Hängt den Judas, war nun das neue Kredo der USA. Nicht mal ein leichtes Flüstern, wir haben es übertrieben, war zu hören. So schaut es also aus, wenn der Militärkomplex das Volk beherrscht.

Die Zukunft

In Zukunft werden wir uns darauf einstellen müssen, von jeder Stelle beobachtet zu werden. Die Privatsphäre ist in Zeiten der Terrorbekämpfung ein Gut, welches wir aufgeben werden müssen. Die momentan vorherrschende Terrorbekämpfung kann nur mit Aufgabe unserer Freiheit erreicht werden, denn wir alle sind potentielle Gegner des Systems.

Das zeichnet den Terror aus, jeder kann es sein. Die Definition, wer es in Zukunft sein wird, übernimmt dann eine Software, welche die Verhaltensmuster aller angeschlossenen Personen analysiert. Die Parameter legen unsere Kontrollbehörden fest.

Wie können wir uns schützen?

So lange wir an verkalkte Machtstrukturen und an unser Finanzsystem glauben, gibt es keinen Schutz. Das Militär, wird seine Macht weiter ausbauen und am Ende steht dann der Krieg gegen das eigene Volk.

Ich glaube, der einzige Schutz den wir aufbauen können, ist die Veröffentlichung aller machtrelevanten Daten. Im Kapitalismus ist es halt nun mal das Kapital. Niemand sollte sich hinter einer Fassade verstecken können. D.h. es müssten sämtliche Finanzströme, Beteiligungen und Einflussnahmen für jeden Erdbewohner offen gelegt werden.

Sämtliche Militärs und Geheimdienste, müssten gegen eine weltweit legitimierte Polizeibehörde ausgetauscht werden und niemand könne sich dem Zugriff Weltgerichtshofes entziehen. Unsere Wahl- und Einflussmöglichkeiten müssten erweitert werden.

Wir würden eine Menge Finanzmittel einsparen, wenn unsere “Eliten” nicht nach alter SS-Manier handeln würde. Dann würde es heißen: Ich bin kein Deutscher, ich bin ein Erdbewohner im deutschsprachigem Bezirk!

Zugegeben, mein Traum, aber ein Schöner.

Wir befinden uns in einer Sackgasse und wir werden uns früher oder später selbst abschaffen. China ist auf dem besten Weg, sein Model auf alle anderen Staaten anzuwenden und es den USA gleich zu tun. Wir bauen keine Militärbasen auf, wir schützen nur unsere Interessen! Es fehlt nur noch ein Funke, im Pulverfass Asien.

Der Kapitalismus und der zunehmende Machtgewinn der autoritären Staaten, macht es möglich. Das bezeichne ich mal als Systemschwäche, am Ende von Allem steht Chaos und Verderben und kein Schwein traut sich ran.

Wenn es nach mir gehen würde, wäre neben dem Grundeinkommen mit lokalen Bezirkswährungen, auch eine Deckelung von Reichtümern im System verbaut. Jede Person dessen Vermögen eine Grenze übersteigt, müsste bis zu dieser Grenze alles abgeben und in einen Entwicklungsfond stecken, welcher von einer weltweit gewählten Entwicklungskommission verwaltet wird.

Das wäre mal ein “Länderfinanzausgleich” der funktioniert.

Hier würde, dann mal das eigentliche Gut unserer Gattung gefördert werden, das Wissen und die Forschung! Denjenigen, welche mir erzählen wollen das sich Leistung lohnen muss. Würde ich erklären, dass ein Privatier, aus meiner Erfahrung eher als leistungslos einzustufen ist und dennoch in der Regel über höhere Verdienstmöglichkeiten verfügt, als der Rest des Systems.

Sich dann noch als Leistungsträger hinzustellen, empfinde ich persönlich als äußerst fragwürdig. Anders gesagt, könnte man ihn eher als Knechtschaftsträger bzw. Sklavenhalter auszeichnen, denn Teile dieser Personengruppe halten die Zinslast so hoch, dass kein Vorankommen gewährleistet ist. Folglich müsste es auch keinen Club geben, wo sich Personen treffen, welche die Hälfte ihres Vermögens spenden müssen, um Mitglied in dieser Leidensgemeinschaft zu sein. Das schlechte Gewissen scheint sich hier Bahn zu brechen.

Machen wir uns nichts vor, es wird immer Personen geben, die Anderen an die Pussy grabbeln wollen und den Hals nicht voll kriegen. Wir könnten aber ein System aufbauen, welches diese Personengruppen nicht bevorzugt behandelt! Das System muss mit Ressourcen umgehen können und kann nicht von endlosen Ressourcen ausgehen.

Es ist keine Schande, Fehler zu machen! Eine Schade ist es, den selben Fehler immer wieder zu machen, nur weil man keine Fantasie hat.

Daniel Jörg Schuppelius

Assistent für Elektronik und Datentechnik

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