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Tempolimits und andere Krankheiten

Tempolimits und andere Krankheiten

Seit 1985 kommt diese Debatte immer mal wieder auf den Tisch unserer Politiker. Vor einigen Tagen, war es dann wieder mal so weit. Eine Debatte zum Tempolimit auf deutschen Autobahnen wurde angefacht. Und was soll ich sagen, es wurde wieder viel Müll erzählt. In der heutigen Zeit sind wir es ja gewohnt, das Interessengemeinschaften mit Lügen und Halbwahrheiten um die Ecke kommen.

Beispielsweise stellte sich diesmal der ADAC auf die Hinterbeine und behauptete einfach mal, dass ein Tempolimit auf Autobahnen keinen Klimaschutzeffekt habe. Auch Fragen zur Verkehrssicherheit, könne man nicht mit einem Tempolimit beantworten. Einige Ärzte schlossen sich dem dann noch an und wollten mir dann erzählen, dass die Feinstäube keine Gefahr für uns darstellen. Schließlich produzieren diese Feinstäube keine Toten.

Der Mangel an …

Ich persönlich empfand dies als äußerst asoziale Behauptung, wenn man mal die Schadstoffwerte anderer Städte im Blick hatte. Wie können Ärzte solche Parolen von sich geben, wenn unsere exportierten Dreckschleudern in anderen Ländern massive Atemwegsprobleme verursachen.

Was lernen wir daraus? Für jede Lobby gibt es Vertreter die sich für nichts zu schade sind. Das Feinstäube nicht direkt töten, sollte jedem klar sein. Viel mehr sorgen Abgase dafür, Entzündungen im Körper zu begünstigen. Und wer mal mit dem Rad durch die winterliche Stadt gefahren ist, der weiß wie sehr die Lunge zecken kann. Selbst im Sommer kann es recht unangenehm werden, in der City unterwegs zu sein. Je weiter man in die Stadtmitte kommt, desto weniger Energie steht einem zur Verfügung. Zugegeben meine persönlichen Erfahrungen. Dennoch glaube ich, jeder der seinen Körper benutzt, kann dies bestätigen bzw. nachvollziehen. Und wenn man etwas für die Nase braucht, fährt man in die Randbezirke und den Speckgürtel. Hier sind die Ofenheizungen, in den Wintermonaten, schon eine Belästigung.

Feinstäube (PM10) und Ultrafeinstäube (PM2.5)

Bevor jemand schreit, dass die Landwirtschaft mehr Feinstäube produziert als der Autoverkehr. Kläre ich mal auf, was so gefährlich an diesen Stäuben ist. Feinstäube können durch unseren Körper noch gefiltert werden, sie entstehen beispielsweise durch Abrieb und andere Tätigkeiten. Also primär mechanischen Ursprungs.

Ultrafeinstäube sind chemischen Ursprungs und werden durch unsere Verbrennungstechnik generiert. Diese Mikrobestandteile können bis in die Blutgefäße und das Hirn vor dringen. Klar Produziert die Landwirtschaft mehr Feinstäube, mit denen unser Körper noch arbeiten kann. Bei den Ultrafeinstäuben, steht der Verkehr und unsere Art des Heizens als Hauptverursacher im schlechten Licht und mit diesen können unsere Körper nicht so gut umgehen.

Wirtschaftliche Erträglichkeit

Noch ein weiterer Punkt, der evtl. mit in die Betrachtung gehört. Die WHO vertritt kleinere Konzentrationen als die EU. Hier sieht man wieder, dass eine Betrachtung von Gesundheit, nicht unbedingt mit wirtschaftlichen Interessen zusammen passt. Diese Grenzwertverschiebungen sind in der EU üblich. Genauso wie es nach den Reaktorunfällen in Tschernobyl und Fukushima der Fall war. Die EU ist halt eine Wirtschaftsunion und diese muss offensichtlich nach Gesichtspunkten urteilen, welche nicht dem gesunden Menschenverstand folgen.

Es wäre vermutlich zuträglich für die steigende Akzeptanz der Europäischen Union, wenn man diese Aspekte vielleicht auch in seine wirtschaftliche Bewertung einfließen lassen würde.

Zurück zum Tempolimit

Beim ADAC frage ich mich welch Geistes Kind sie sind. Korrigiert mich wenn ich falsche Erinnerungen an meine KFZ-Zeiten habe. Immer wenn ich Vollgas gefahren bin, wurde fast die doppelte Menge Treibstoff verbrannt. D.h. es wurde auch die dem entsprechende Abgasmenge produziert.

Hier habe ich noch keine Bewertung über die Sinnhaftigkeit der ständigen Beschleunigungs- und Abbremsphasen einfließen lassen. Man ist zwar schneller gewesen und verursachte mehr Verschleiß, aber der Vorsprung wurde garantiert vom Stau kurz vorm Ziel aufgefressen. Auch vom Sicherheitsaspekt her kann ich guten Gewissens behaupten, dass brenzlige Situationen größtenteils aus den massiven Geschwindigkeitsunterschieden resultierten. Warum werfe ich also solche Argumente in die Runde, die von jedem Autofahrer kontrolliert werden können?

In guter alter Trumpmanier, stärkt die Lüge also meine Position. Ich muss heutzutage keine Fakten liefern, ich muss nur überzeugend sein.

Wie wäre es mit Ehrlichkeit

Deutsche wollen kein Tempolimit, weil sie offensichtlich ignorant und egoistisch sind. Wir sind die Industrienation und mal ehrlich, was kümmert uns das Leid anderer. Beeinträchtigte Menschen, welche durch Autoabgase noch mehr Probleme bekommen. Wen kümmert das?!

Insgeheim denkt sich doch ein erheblicher Teil unserer Bevölkerung: Hat der keinen Friseur dem er diesen Kram erzählen kann? Lasst Kinder und alte Menschen doch einfach etwas mehr röcheln, dass schaffen die schon! Atemnot fühlt sich bezaubernd an! Und nur durch meine persönliche Unterstützung bekommt jeder was er verdient. Weniger Luft!

Klimawandel hin oder her, wir nehmen uns was uns zu steht. Wir wollen keine Schleicher auf den linken Spuren. Wir wollen auch keine Elektroautos, welche keinen Sound haben, man muss die Power schon hören und riechen können. Unter 120 PS geht gar nicht, schließlich kann man ja nicht standesgemäß mit Werten unterhalb dieser Marke unterwegs sein. Des Weiteren kommt noch dazu, dass Menschen welche mit Fahrzeugen unterhalb dieser Klasse unterwegs sind, auf einem gesellschaftlich unterem Niveau verortet werden. Niemand möchte, durch sein Auto in eine Gesellschaftsschicht gedrückt werden, welche gleich zu setzen ist mit Verlierer.

Wir wollen uns keine Gedanken machen, ob wir auf Pump der nachfolgenden Generationen leben. Wir leben heute und unsere Nachfolger hätten doch überhaupt keine Ahnung wie man so herrlich maßlos leben kann. Nachhaltigkeit macht in einer von der Natur entkoppelten Gesellschaft keinen Sinn. Demzufolge könnt ihr euch gerne weiter belügen und daran glauben, dass es immer so weiter geht, aber bitte verschont mich mit diesem Stuss.

Es liegt an uns wohin die Reise geht!

Ist es so schwer zu verstehen, dass unsere Erde ein “abgeschlossener” Behälter ist. Ich weiß ja nicht wie ihr dazu steht, für mich ist es jedenfalls nicht normal, meine Exkremente in mein Trinkwasser zu schütten und dann noch einen Schluck davon zu wagen.

Mal abgesehen davon, dass wir in Deutschland unsere Exkremente mit Trinkwasser beseitigen. Aber das ist eine andere Geschichte zur Nachhaltigkeit. Ich erwarte von unseren Politikern etwas mehr Verstand, als das was ich momentan so wahrnehme. Mich beschleicht das Gefühl nur von Gierschlunden und Geiern vertreten zu werden, welche selbst “zum Scheißen zu blöd” sind. Ich möchte eine weltweite Emissionssteuer für alle technischen Emissionsquellen und das für jede Stoffgruppe die emittiert wird. Es ist eine Verklappung von Abfall und die muss nun mal unterbunden werden. Was ist so schändlich daran, auch für Emissionen ein Recycling anzudenken. Aber was soll man von Politikern erwarten, welche es Jahrzehnte lang ermöglichten radioaktive Materialien in den Weltmeeren zu versenken. Soweit ich weiß, macht Frankreich das bis heute noch, neben Japan.

Es ist eine Frage des Anstandes, einen Ort besser zu hinterlassen als man ihn vorgefunden hat!

Starte deinen Selbstversuch!

Wenn du mal verstehen willst, mach mal etwas Sport am Bhf Flughafen Berlin-Schönefeld, wenn wir Südwind haben (Wintermonate). Ich gebe dir 15 Minuten!

Kerosinabgase sind ein Lungenschmaus.

Ein paar Beispiele

Leider kann ich euch nicht beantworten warum Berlin keine PM2.5 Werte übermittelt. Alle anderen Stationen rund um Berlin weisen diese Werte aus.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

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Daniel Jörg Schuppelius

Assistent für Elektronik und Datentechnik

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