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Inzidenz, Selbsttests und Ausgangssperren

Inzidenz, Selbsttests und Ausgangssperren

Wir alle sind mittlerweile genervt von dem Geplänkel und dem Unwillen unserer Politiker die „richtigen“ Schlüsse aus der Coronakrise zu ziehen. Stattdessen sind unsere Volksvertreter viel mehr damit beschäftigt im Wahlkampfmodus sich selbst und den Anderen das Leben schwer zu machen. Wir haben nun mal eine Pandemie und wir alle müssen damit umgehen. Jedoch will der ein oder andere nicht wahr haben, dass ein Virus von Kontakten profitiert. Je enger wir aufeinander hängen, desto wahrscheinlicher ist eine Infizierung. Das eigentliche Problem an dem Virus, nicht jeder ist offensichtlich erkrankt. Dafür benötigen wir Teststrategien und vorausschauendes Handeln!

Verbreitung

Einige Länder haben schon kurz nach Beginn der Krise, Teststrategien und Kontaktbeschränkungen ausgearbeitet und konnten bisher eine „unkontrollierte“ Ausbreitung des Erregers vermeiden. Auffällig ist, wer sich mit diesen Themen beschäftigt hat, kommt besser durch die Krise. In den Ländern die das Virus laufen lassen, werden unnötige Tote produziert. Brasilien ist beispielsweise solch ein Land, was bis heute keine Ahnung hat. Auch Indien hat massive Probleme mit dem Virus. Beides Länder in denen es relativ warm ist. Folglich müsste das Virus doch an Kraft verlieren. Weit gefehlt! Es ist nicht die Wärme, welche das Virus in der Ausbreitung hemmt. Es ist die Nähe zu anderen potentiell infizierbaren Individuen. Ich rede ja gerne von der Zeitspanne Kalenderwoche 40 – 15 für respiratorische Krankheiten. Was macht diesen Zeitraum so attraktiv für diese Pathogene? Aus meiner Sicht ist es die Heizungsluft bzw. die mangelnde Versorgung mit frischer Luft. Wir hocken in der Wohnung bzw. am Arbeitsplatz und reichern die Luft, mit unserer Art des Lebens, in dieser Zeit mit Pathogenen an. Je wärmer es wird, desto mehr Frischluft lassen wir in unsere Räume. Unsere Schleimhäute können nun wieder vernünftig arbeiten und werden nicht mehr durch die trockene Luft beeinträchtigt. Zum anderen kann die Erregerlast nun erheblich gesenkt werden. Sicherlich greifen hier noch andere Aspekte, wie beispielsweise mehr Bewegung usw…

Richtig zufrieden war ich ja, als wir im Februar und März mit Inzidenzen über 50 alles aufgerissen haben was ging. Wir hatten und haben keinen Plan, wie hoch die Dunkelziffer ist und testen einfach mal was passiert? War das jetzt eine Taktik zur Durchseuchung der Bevölkerung? Wollten wir mal Testen wie lange die Angestellten in den Krankenhäusern den Infektionsmodus mitmachen? Ist es einfach nur stumpfer Wahlkampf, bei dem über Menschenleben gegangen wird? Erklärt es mir, denn offensichtlich verfüge ich nicht über die kognitiven Fähigkeiten solch ein Vorgehen zu begreifen. Ich bin kein Arzt, sondern ein popliger IT-Futzi. Meine Rückschlüsse basieren auf für mich logischen Zusammenhängen und Betrachtungen. Von daher ist es für mich äußerst befremdlich. Wenn Anwälte und andere „studierte“ Fachkräfte, welche größtenteils unsere Politiker stellen, nicht in der Lage sind solche Zusammenhänge zu begreifen.

Auch wenn unsere Politiker momentan durch Unfähigkeit glänzen. So könnte man sagen, wir haben noch Glück. Denn wir sind eher ein Volk, welches mit steigendem Alter, mit der Vereinzelung von Individuen zu kämpfen hat. Andernfalls wären die Zahlen bedeutend höher. Auch wenn dieser Umstand eher ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft ist. In einer Pandemie ist es wohl eher ein Vorteil, ein Einzelgänger zu sein.

Ausgangssperren

Die nun angedachten und geplanten Ausgangssperren finde ich persönlich nicht haltbar. Es ist eine unnötige und unsinnige Einschränkung die nicht den gewünschten Effekt bringen wird. Viel zielführender wäre ein Lockdown von 3-4 Wochen gewesen. Es wäre mich auch völlig egal wie man das als Politiker verkaufen möchte. Ob nun ein Brücken-Lockdown, Wellenbrecher-Lockdown, Anker-Lockdown oder Quickie-Lockie. Kein Büro, keine Schule oder sonst eine Einrichtung dürfte besucht werden, welche nicht mit ausreichend Frischluft versorgt werden kann. Aber als Mitglied des „Clubs der Unternehmer“ ist man nicht in der Lage diese Zusammenhänge anzuerkennen. Vermutlich scheint hier ein direkter Zusammenhang zwischen verlorener Erkenntnis und dem Empfangen von Spendengeldern zu existieren. Aber vielleicht will man die Pandemie ja auch künstlich verlängern, damit man noch ein paar Deals abschließen kann. Wie könnte man es den Ehrenmännern auch übel nehmen, schließlich schmeißt die Regierung das Geld mit vollen Händen aus dem Fenster. Irgendjemand muss ja, in alter Sternentalermanier, vor dem Fenster stehen. Stattdessen muss ich mir anschauen, wie beispielsweise VW Kurzarbeitergeld anmeldet weil es Lieferengpässe in der Chipherstellung gibt. Nie war es leichter unternehmerische Unfähigkeit über die Allgemeinheit abzufangen. Bei Mercedes auch ein schönes Kurzarbeitergeld und dann noch Gewinnausschüttungen an die Anteilseigner. Ach ja, wir alle müssen unseren Beitrag leisten, wie konnte ich das nur vergessen. In Erbsenzählerei wollen wir auch nicht verfallen, denn nur Verlierer beschweren sich über unfaire Behandlung. Als Manager und Vorstandsmitglied ist man doch verpflichtet auf Bonis und andere Zuwendungen zu bestehen, auch wenn andere im Unternehmen dafür zahlen müssen. Von den Selbstständigen die durch die mangelnde Führung unserer Politiker unter Existenzangst leiden will ich gar nicht reden. So manch einer wartet und wartet und bekommt nach Monaten nicht mal die Förderungen die ihm laut Politik zugesichert wurde. Wie sagt man so schön, wenn man keine Verantwortung für sein tun und handeln übernehmen möchte… Don’t hate the player – hate the game!

Bereits jetzt können wir den regierenden Parteien attestieren, deren inkonsequentes Handeln forderte zu viele Tote und bescherte einigen Lobbygruppen fette Gewinne. Wie hätte man auch einen Zusammenhang zwischen Infektionsherd und Arbeitsort erkennen können. Webasto und Tönnies waren doch nur Einzelfälle.

Streitpunkt Inzidenz

Einige tun sich schwer mit den pandemischen Werten, welche wir ermitteln um die Erregerlast zu ermitteln. Hierbei bin ich bei Youtube auf ein Video gestoßen, welches aus meiner Sicht Äpfel mit Birnen vergleicht und die falschen Schlüsse zieht. Im Kern geht es bei diesem Video um die Berechnung der Inzidenz.

Fehlinterpretation

Der Inzidenzwert wird auf Basis der Bevölkerung berechnet und nicht auf Basis der Testungen. Die Positivenrate ist nicht von Bedeutung für die Politik.

Die Formel lautet: Inzidenz = (Infizierte / Einwohner) * 100.000

Auch wenn die Selbsttests nicht immer zuverlässig Funktionieren und ich schon mitbekommen habe, dass einige Firmen so lange testen bis sie das richtige Ergebnis haben. So sollen die Selbsttests die Dunkelziffer drücken. Klar gibt es bei den Selbsttest auch falsch positive Ergebnisse, deshalb muss er auch durch einen PCR-Test validiert werden.

Zurück zum Video. Die reale Inzidenz (2000) ist uns nicht bekannt. Auch wird in dem Video auf eine Dunkelziffer eingegangen, die bisher keine Relevanz in den politischen Entscheidungen hatte. Der Redner geht auch nicht darauf ein, dass die 2% Infizierten das Virus weiter tragen und am nächsten Tag pro Infizierten evtl. 1-2 Infizierte mehr auf der Karte existieren. Schaut man sich in den Kommentaren um, sieht man überwiegend positive Meldungen zu diesem Beitrag. Offensichtlich scheint es der Mehrheit der User zu reichen einen halbwegs seriösen Eindruck zu machen. Vielleicht ist es auch nur die Vermittlung von Meinungen über ein Video. Man muss nicht selbst Nachdenken, jemand erklärt mir ja was richtig und was falsch ist. Intuitiv war ich anfänglich auch in der Bestätigungsphase, aber als ich dann genauer darüber nachdachte, vielen mir sofort die Schwächen in der Argumentation auf. In der heutigen Zeit ist es wichtig, sich die Zeit zu nehmen. Manche Aussagen sind schlicht und einfach falsch und sie werden nicht richtig nur weil ein Video dazu existiert.

Mittlerweile ist der Redner auch auf einige Kritikpunkte eingegangen. Die Kernaussage des Redners, Selbsttests und die Inzidenz seien fragwürdig bleibt jedoch bestehen. Diesen Versuch haben wir bereits im Februar durchgeführt und nun stehen die Krankenhäuser wieder am Limit ihrer Kapazität. Nur wer frühzeitig erkennt, dass sich Infizierte im System herumtreiben kann adäquat handeln! Natürlich ist die Inzidenz nicht immer ein eindeutiger Indikator für die Überforderung des Gesundheitssystems, der eine kommt besser mit einem Virus zurande und andere wiederum nicht. Deshalb bilden Epidemiologen auch Inzidenzen auf verschiedene Bevölkerungsgruppen ab und verknüpfen diese Daten mit anderen Faktoren um einen detaillierteren Blick zu bekommen. Grundsätzlich gilt, wer vereinfachte Datensätze nutzt bekommt auch nur vereinfachte Antworten.

Auf einen Computer übertragen

Viele haben einen Computer. Wie geht man mit einem Virusbefall auf einem Rechner um? Lässt man ihn laufen mit der Hoffnung er verschwindet irgendwann? Man kann daran glauben und hoffen. Zum Ziel wird es aber nicht führen. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass die Leute deren Hoffnung stärker war als die Vernunft. Immer teuer für ihre Entscheidung bezahlen mussten. Er muss frühzeitig aus dem System entfernt werden, damit ein Kollaps des Systems unterbunden bleibt. Folglich Isoliert man das Virus und entfernt die schadhafte Stelle aus dem System. Je früher man das Virus entdeckt, desto besser sind die Chancen seine Daten noch benutzen zu können.

Daniel Jörg Schuppelius

Selbstständiger IT-Dienstleister und Assistent für Elektronik und Datentechnik, Ich bin sozusagen Mädchen für alles was die Informationstechnik angeht. Kümmere mich gerne um Probleme, an denen andere Dienstleister scheitern und bin ständig auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Entwickle gerne Programme und Skripte und kümmere mich um diverse Blogs und Seiten. Auch sonst probiere ich mich an neuen Techniken aus, um mich noch unabhängiger von anderen Personen zu machen. Wenn du willst, dass irgendetwas funktioniert, dann kümmere dich immer selbst darum.

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