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Das Militär und der Drogenmissbrauch

Das Militär und der Drogenmissbrauch

Während meines Wehrdienstes, hatte ich das erste mal die Gelegenheit diverse Mitstreiter kennen zu lernen, welche neben Alkohol auch mit Cannabis, LSD, psychoaktiven Pflanzen und Pilzen experimentierten. Für mich, als jemand der ungerne die Kontrolle abgibt, waren diese Drogen mit einem Tabu belegt. Meine Erziehung gab mir feste Richtwerte, was in Ordnung war und was nicht. Ich war kein Kind von Traurigkeit. Am Wochenende hieß es damals, nur die Stärksten überleben. Aber gerade deswegen, stehe ich dem Alkohol heute so kritisch gegenüber.

Mit der Zeit siehst du jede Menge Menschen, welche an den Folgen des Missbrauches erkranken und schlussendlich daran sterben. Selbst wenn der Arzt die Diagnose Endzeit stellt, sind die meisten Abhängigen nicht in der Lage aufzuhören. Andere Drogen wiederum, welche ich damals als potentiell gefährlicher an sah, wurden als ungefährlicher eingestuft. Mittlerweile habe ich also meine eigenen Richtwerte, auf Basis meiner Erfahrungen, festgelegt. Alkohol, wurde für mich zu einer Droge die stark reglementiert gehört. Zugegeben ein utopischer Wunsch, denn offensichtlich stehen finanzielle Aspekte einzelner Ministerien und Lobbygruppen vor der Gesundheit der Bevölkerung. Aber diesen thematischen Zusammenhang, kennen wir ja bereits von der stückweisen Erhöhung der Tabaksteuer.

Kleine Zahlen am Rande: 10% der Alkoholkonsumenten, vertilgen 50% der verkauften Alkoholmenge. Jährlich sterben ca. 74.000 Menschen, an den Folgen des Alkoholmissbrauchs.

Diskussionsgrundlage schaffen

Wie das immer so ist, wenn man mit unbekannten Themen in Kontakt kommt. Man muss sich neues Wissen aneignen, um mitreden zu können. In unserer heutigen Gesellschaft, war und ist der momentan anerkannte Erfahrungsaustausch, nur auf Alkohol beschränkt. Demzufolge, war ich in dem Thema psychoaktive Substanzen nicht so bewandert. Vorurteile und Geschichten prägten auch mein Bild zu Drogen. Diese Einschätzung sollte ich dann, im späteren Verlauf meines Lebens, etwas differenzierter sehen.

Ich fing also an, mich auf Druck meiner neuen Umgebung, diesem Thema mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Stieß dabei auf Albert Hofmann, Aldous Huxley, Dokumentationen und diverse Trip-Berichte. Irgendwann hatte ich genügend Informationen zu diesen Themen zusammengetragen, dass ich mich ausreichend mit meinen Gesprächspartnern auseinandersetzen konnte. Jedoch hatte ich immer das Gefühl, nicht ausreichend bescheid zu wissen. Die Meinungen einiger Wissenschaftler beruhten offensichtlich nur auf Wahrheiten, welche mit dem eigenen Weltbild harmonierten. Andere Wissenschaftler, welche diese Substanzen an sich probierten, berichteten viel differenzierter. Aufgrund meiner damaligen Stationierung in Varel (Ost-West Austausch), bot sich eine kleine Reise nach Holland immer an. Irgendwann entschloss ich mich also, einem solchen Trip beizuwohnen.

Geschichte

In Deutschland waren Drogen, in jeder Apotheke zu bekommen. Heroin, Kokain und Pervitin gehörten sozusagen zur Standardausrüstung. Herion als Hustensaft, Kokain als Mittel gegen Zahnschmerzen und Pervitin als Leckerli zum Kaffee. Dies änderte sich dann nach dem 2. Weltkrieg, weil man zunehmend mit den Nebenwirkungen dieser Drogen zu tun hatte.

Die endgültige Verteufelung der psychoaktiven Drogen, begann mit den Versuchen an Menschen durch die CIA. Im kalten Krieg war alles erlaubt, was einem irgendwie Vorteilhaft erschien. Man erforschte, wie sich Soldaten unter Einfluss dieser Substanzen verhielten oder ob man diese Drogen als Wahrheitsdroge einsetzen könnte. Einige Probanden wurden auch nicht aufgeklärt, dass ihnen psychoaktive Substanzen verabreicht wurden. Unfälle passierten und als dann auch noch Charles Manson mit Hilfe von Drogen tötete. War der Zug für diese Substanzen abgefahren.

Danach war kein normales erforschen dieser Substanzen möglich. Schon der Begriff Droge reichte aus, um mit seinem Titel zu spielen. Aber das war schon immer so. Wenn du gegen den Mainstream geforscht hast, dann waren es entweder die eigenen Kollegen oder die Kirche die dich zum trocknen aufgehängt haben. Heutzutage sind Wissenschaftler noch viel stärker von sich eingenommen und so stark vom Geldfluss abhängig, dass ein wissenschaftliches Vorankommen nicht mehr möglich ist. Ich bin demzufolge der festen Überzeugung bin, dass wir so jemanden wie Einstein, in Zukunft eher übersehen werden, als ihn zu fördern. Aber dieses Thema wird wohl eher in einem anderen Artikel bearbeitet.

Krieg und Drogen

In der Antike gehörten, genauso wie heute, die Drogen zum Krieg. Opiate wurden vor den Schlachten verabreicht, um die Krieger unempfänglicher für Schmerz und Angst zu machen. Nach den Schlachten, betäubten Ärzte die Verletzten und auch gegen die traumatischen Erlebnisse wurden Drogen verabreicht. Hier halfen die Drogen, beim Vergessen der Gräueltaten.

Während des 2. Weltkrieges, waren Drogen ein fester Bestandteil in der Bevölkerung. Pervitin könnte man heute als Motor der Wehrmacht ansehen. Jedenfalls wäre der Blitzkrieg ohne Pervitin nicht so effektiv abgelaufen. Soldaten schrieben ihren Angehörigen, im späteren Verlauf des Krieges, dass sie sie mit Pervitin versorgen sollten, weil der Bedarf nicht von der Wehrmacht gedeckt werden konnte. Der Staat erkannte die Lage und verpflichtete die Pharmakonzerne, primär für die Wehrmacht zu produzieren.

Nach dem 2. Weltkrieg, ging es um den Ausbau des kriegsentscheidenen Wissens. Japan und Deutschland hatten zu dieser Zeit bewiesen, wie weit man mit der Forschung kommen kann, wenn man sämtliche Fragen der Ethik außen vor lässt. Die USA holten sich also die Kriegsverbrecher ins Land und verpflichteten sie dazu, ihr Wissen auszutauschen. Anstatt sie für ihre Gräueltaten zu bestrafen, durften sie in ihrem Fachgebiet weiter machen. Teile der eigenen Bevölkerung wurden für einige Testreihen missbraucht. Der kalte Krieg rechtfertigte jenes handeln, ohne Ausnahme. Auch heute wird noch fleißig an diversen Kampfstoffen geforscht. Das kuriose dabei, der Großteil der Bevölkerung vertraut darauf, dass das Militär schon angemessen handelt.

1951 wurde in Frankreich ein ganzes Dorf (Pont Saint Esprit) unter Drogen gesetzt, weil ein Müller es nicht so genau nahm mit der Produktqualität. Er verwendete Getreide, welches mit dem Mutterkornpilz versetzt war. Einige behaupten, dass auch hier die CIA beteiligt war. Nicht verwunderlich, wenn man mal die Vorgehensweise der entsprechenden Forscher dieser Zeit blickt. In diesem Fall, sehe ich aber primär die Gier des Müllers als Antriebsfeder, aber mit Gewissheit wird das wohl kaum jemand sagen können.

Gegenwart?

In den heutigen Kriegsgebieten wird auch und wieder fleißig angebaut. Afghanistan ist soweit ich weiß Exporteur Nr. 1, wenn es um Opium und Heroin geht. Wobei man bei hier anmerken muss, dass der Drogenanbau in Afghanistan eine lange Tradition hat. Aber erst durch die CIA, konnte man durch Drogen einen Krieg finanzieren. Somit erblühte der Drogenhandel 1980 in Afghanistan, während des Stellvertreterkrieges zwischen der USA und der Sowjetunion.

Auch die Briten waren ehrgeizige Dealer und führten dafür auch Kriege. China wurde nach jeden der beiden Opiumkriege (1839–1842 und 1856–1860), immer wieder zur Duldung des Drogenhandels gezwungen. In China sah man in den Drogen primär eine Gefahr für die eigene Bevölkerung, denn immer mehr Menschen vielen ihnen zum Opfer.

Die Verfügbarkeit von Drogen ist auch heute noch ungebrochen und die Beschaffung stellt keine echte Hürde dar. Heute experimentiert der User eher noch mit den verschiedenen Wirkungen der einzelnen Substanzen, aber das wird damals vermutlich genauso gewesen sein. Allerdings ist die Palette der Drogen um ein Vielfaches erweitert worden.

Krieg gegen Drogen

In fast allen Ländern dieses Planeten, haben sich staatliche Organisationen dem Kampf gegen die Drogen verschrieben. Sie inhaftieren, sie erschießen und sie verurteilen Menschen, welche mit Drogen handeln und sie herstellen. In den USA könnte man sozusagen, von einer gewollten Eskalation dieses Themas sprechen. Hier kämpfen mittlerweile private Unternehmen an vorderster Front, seien es Drogentests, private Haftanstalten oder staatlich finanzierte Eingreiftruppen. Es ist ein Milliarden schwerer Wirtschaftszweig entstanden, der natürlich an seiner Daseinsberechtigung festhält.

Dennoch gibt es mittlerweile Stimmen, die ein Überdenken des Jahrzehnte anhaltenden Krieges fordern. Vor allem, weil beide Seiten kontinuierlich Aufrüsten und demzufolge auch die Gewalt. Aber wie wir ja wissen, haben es Politiker nicht so mit Geschichte und stellen immer wirtschaftlich Aspekte in den Vordergrund. Deswegen komm ich jetzt mal mit einer Geschichte um die Ecke, welche vielleicht wegweisend sein könnte.

Die Prohibition

1920 führte man in den USA die Prohibition ein und bewirkte genau das Gegenteil. Anstatt den Alkoholkonsum zu minimieren, schossen die Kneipen wie Pilze aus dem Boden. Die Leute vergifteten sich mit gepanschtem und selbstgebranntem Alkohol und man gab der Mafia bzw. den kriminellen Vereinigungen einen Wachstumsschub. Aber nicht diese Geschichten, brachten den Staat dazu die Prohibition aufzuheben. Sondern die entgangenen Steuereinnahmen, machten 1933 der Prohibition den Garaus.

Das Recht auf Rausch

Es gibt in Deutschland kein verfassungsmäßiges Recht, wie man es im Volksmund so gerne behauptet. Jedoch gab es 1990 ein Urteil, welches sich im Grunde mit dem Gleichheitssatz in Artikel 3 des Grundgesetzes und dem Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit Artikel 2 im Grundgesetz beschäftigte. Das Problem war Alkohol und Nikotin, sie wurden im § 1 Absatz 1 BtMG nicht aufgeführt und somit verstieß das Gesetz gegen das Grundgesetz. Somit konnte in diesem Fall, der Konsum von Cannabis, zu Eigenbedarfszwecken, nicht verboten werden, da man sonst den User zum gesundheitsschädlicheren Alkohol treiben würde. In diesem Fall, würde dann das Recht auf körperliche Unversehrtheit angegriffen.

Die Bundeswehr, wie ich sie kennengelernt habe

Ende der 80er war also meine Zeit gekommen, ich musste zur Bundeswehr. Ich weiß noch, als ich das erste mal in die Kaserne kam. Mir wurde schlagartig bewusst gemacht, wo mein Platz war. Wenn man das erste mal von einem wildfremden Menschen mal so richtig rund gemacht wird, weil man sich nicht “anständig” Verhalten hat, bekommt man schon das kalte Kotzen. Vor allem weil man ja keine Ahnung hatte, auf welche Etikette hier zu achten war. Mein Fehler war, dass ich einen Hauptmann mit “Moin” begrüßte und ihn fragte, wo ich mich melden solle.

Ich war jung und dumm! Ließ mich von den Geschichten der Unteroffiziere und der angeblichen Notwendigkeit meiner Ausbildung einlullen. Allein war ich auch nicht und es hatte später etwas heroisches bei der Bundeswehr zu sein. Genau aus diesem Grund, gab es nämlich die Wehrpflicht im Kückenstadium. Stolz wie Bolle, wollt ich mal mit Uniform nach Hause fahren, aber das durfte man erst, wenn man etwas über die Verhaltensregeln gelernt hatte.

Eines lernst du als Erstes

Dir wird am ersten Tag eine Stube zugewiesen und kommst mit neuen Leuten zusammen. Jeder hat eine andere Herkunft und alle haben andere Erfahrungen gemacht. Was uns aber alle verband, war der Alkohol und der wurde nach Dienstschluss in rauen Mengen herumgereicht. Was soll man auch anderes machen als “freiwillig” Inhaftierter der Bundesrepublik Deutschland.

Ich war jeden Tag am Saufen, bis ich nach ca. 4 Wochen bei einem Manöver “Blut” pinkelte. Holla dacht ich mir, was ist das denn jetzt. Ich war zwar erschöpft, aber eigentlich fühlte ich mich gut. Mir wurde klar, dass mein neuer Lebenswandel wohl schuld an dieser Erfahrung war. Ich stellte also meinen Konsum um und trank nur noch am Wochenende exzessiv. Im Nachhinein betrachtet, war wohl mein Flüssigkeitshaushalt primär verantwortlich für die Färbung meines Urins.

Die Grundausbildung endete nach 2 Monaten und nun folgte die Spezialisierung. Hier wurde gefühlt noch mehr gesoffen und regelmäßig eskalierte die Situation. Man war froh wenn man eine Stube erwischt hatte, wo noch halbwegs normale Kameraden drin waren. Eimer voller Urin, in Betten der auserkorenen “Private Paulas”, waren nur eine Abartigkeit die man mitbekommen musste.

Die Stammeinheit

Endlich war die Spezialisierung durch und du wurdest zurück in deine Stammkaserne gerufen. Hier war die Lage etwas entspannter, weil man hier ja schließlich “Zuhause” war. Natürlich gab es auch hier wilde Saufgelage in und außerhalb der Kaserne. Egal wo du mit den Kameraden unterwegs warst, immer gab es wegen Alkohol Stress. Selbst die Polizei wurde niedergestreckt und konnte nur mit Verstärkung in die Kneipe, um für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Regelmäßig wurden Kneipen zerlegt und die Dorfjugend, war sich auch nie zu schade für eine zünftige Schlägerei. Natürlich gab es darauf hin, die ein oder andere unehrenhafte Entlassung. Das Café Viereck, war auch immer besetzt und man musste mit den Inhaftierten spazieren gehen, wenn man Wachdienst hatte.

Man lernte also recht schnell, mit wem man feiern gehen kann und mit wem nicht. Ich zog demzufolge lieber mit den Kiffern um die Häuser, als mit den Irren, welche ständig im Blutrausch unterwegs waren.

Je länger du also in deiner Einheit herumhängst, desto tiefer sind die Einblicke. Man wusste von jedem, welche Vorlieben und Probleme er hatte, egal aus welchem Zug er stammte. Die Offiziers-, Unteroffiziers- und Mannschaftsheime wurden ja primär von Mannschaftsdienstgraden bedient. Wenn die Ordonnanzen Dienstschluss hatten, gab es immer neuen Stoff zum erzählen.

Meine Erfahrung

Wie oben schon erwähnt, machte ich mit einigen meiner Kameraden mal einen Ausflug nach Holland und ich probierte mal ein paar mexikanische Pilze aus. Natürlich hatte ich erheblichen Respekt vor diesen Pilzen, aber da ich in guter Begleitung war, verflog diese Unsicherheit recht schnell. Die eingenommene Menge, sollte also eine sehr starke Reaktion meines Bewusstseins hervorrufen. Ich hatte aber nicht wie meine Kollegen Farbspiele und wilde Erscheinungen, sondern eher eine Verstärkung meiner Umwelt zu spüren. Alles war intensiver, farbenfroher und ich hatte starke Probleme mich auf etwas zu konzentrieren. Das drehen einer Zigarette, kann eine Ewigkeit dauern, weil man grundsätzlich abgelenkt ist. Am Abend sah ich dann ein paar Glühwürmchen und mir wurde klar, wie man sich wohl damals gefühlt haben musste. Du siehst dir etwas an und verstehst sofort was deine Vorfahren, in solchen Objekten gesehen haben.

Nach dem der Trip vorbei war, wusste ich, dass all die Geschichten über Gott, Hexen und andere Fabelwesen nur auf Basis von Drogen einen Platz in unserer Geschichte hatten. Meine Kameraden meinten, ich konnte nicht loslassen und hatte deshalb nicht die Erscheinungen wie sie sie hatten. Mir war das nicht so wichtig, bemerkenswert empfand ich jedes mal nur den Kuss der Weisheit nach einem Trip. Insgesamt machte ich drei mal diese Reise mit und jedes mal, lernte ich mehr über mich und meine Wahrnehmung. Für eine Sucht ist diese Droge zu anstrengend, aber sie verändert auf jeden Fall dich und deinen persönlichen Umgang mit der “Realität”. Jeder Trip war für mich harte Arbeit und Tage danach, war ich teilweise noch mit der Verarbeitung des Erlebten beschäftigt.

Mein Fazit

Aufgrund meiner Erfahrungen, kann ich keine klare Linie erkennen, warum wir Alkohol und Tabak zulassen, aber Cannabis verteufeln. Alkohol ist für mich eher eine Droge, welche das Tor in den persönlichen Untergang öffnet. Wenn ich die Frage nach Alkohol als Einstiegsdroge für weitere Drogen stelle. Dann würde meine Antwort: Ja lauten. Auch ist das Aggressionspotential bei Alkohol ungleich höher als bei Cannabis. Wenn ich also wählen müsste, welche Droge ich gesellschaftlich Unbedenklicher empfinde, würde ich Cannabis den Vorrang geben. Bei Cannabis kann man aus meiner Sicht auch nicht direkt von Sucht sprechen, Denn es ist eine geistige Sucht, ähnlich die der Computersucht.

Fakt ist, dass wir Menschen ab und zu doch mal gerne einen Rausch haben bzw. uns ablenken möchten. Wo wir persönlich die Grenze ziehen, liegt eher in der Aufklärung. Ich zog damals die Grenze zu synthetischen Drogen. Psychoaktive Drogen sind auch kein Spielzeug, da sie dich in der falschen Umgebung negativ beeinflussen können. Cannabis kann auch psychoaktiv wirken, allerdings ist hier die Menge an Wirkstoff der entscheidende Faktor.

Ausprobiert

Die Sturm und Drangzeiten waren Lustig, aber heute sehe ich keine Notwendigkeit mehr, mich ständig zu berauschen. Klar trinke über das Jahr gesehen auch noch mal ein Bier, aber dafür muss ich schon in sehr guter Gesellschaft sein. Und mal ehrlich, jeder Rausch fordert seinen Tribut und für diesen Preis sehe ich keine Notwendigkeit.

Ich muss auch nicht jedem den Zugriff auf Drogen verwehren, denn jeder hat aus meiner Sicht das Recht, seine eigenen Erfahrungen zu machen. Tu dir nur einen Gefallen und informiere dich entsprechend, jede Droge kann und wird dein Leben im Positivem als auch im Negativem verändern. Und man muss auch nicht alles ausprobieren, nur weil deine Umgebung der Meinung ist, dass man es sollte. Es gehört zum erwachsen werden dazu, eigene Entscheidungen zu treffen. Wenn deine Umgebung dich nur toleriert, wenn du dich ihnen anschließt, ist es die Falsche!

Bundeswehr

So wie ich die Bundeswehr damals kennengelernt habe, war das kein Arbeitgeber den man gerne hatte. Perspektivlose Wehrpflichtige die noch ihren Platz in der Gesellschaft suchten, haben mein Bild primär geprägt. Den Wandel zu einer Berufsarmee, habe ich damals begrüßt. Denn hier sind dann nur Personen eingeplant, welche eine gewisse Affinität zu kriegerischen Auseinandersetzungen haben. Ich kann durchaus verstehen, warum wir kriegerische Auseinandersetzungen haben, nicht jeder Staat folgt den eigenen ethischen Grundsätzen. Jedoch sollten wir uns in Zukunft besser informieren, warum die Bundeswehr irgendwo einfällt.

Womit ich allerdings ein Problem habe, ist der Umstand, eine Armee aufzubauen die für Angriffszwecke missbraucht wird. Auch eine Privatisierung von staatlicher Gewalt, kann ich beim besten Willen nicht tolerieren. Wer also darüber debattiert, eine private Armee oder Gefängnisse aufzubauen, gehört aus dem Amt geworfen, weil er nicht verstanden hat, wofür die staatliche Gewalt primär stehen sollte. Den Erhalt des Friedens und dem Schutz eines Landes bzw. der Bevölkerung!

Persönlich empfinde ich auch das stiefmütterliche Herangehen an die Cyberabwehr als äußerst gefährlich, denn hier sind wir Entwicklungsland. Die alte Garde hat noch keine Idee davon, was es bedeutet informationstechnisch ausgespielt zu werden. Das haben uns die Übergriffe der Amerikaner auf unsere Bundeskanzlerin gezeigt. Betreibt man selbst ein paar Server, sieht man jede Sekunde wie neugierig gewisse Länder sind. Ganz besonders, wenn man nach einem kritischen Artikel, vermehrt bösartige Zugriffe auf die Datenbanken und Backends wahrnimmt.

Daniel Jörg Schuppelius

Assistent für Elektronik und Datentechnik

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