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Warum Computer

Warum Computer

Als Jungspund habe ich mir immer vorgestellt eine Firma zu gründen, welche wilde Erfindungen an den Mann bringt. Interesse etwas zu bauen oder etwas auseinander zu nehmen, um zu verstehen wie etwas funktioniert war schon immer vorhanden. Dann kamen die Computer in mein Leben. Anfangs in Form eines Amiga 500er mit der Workbench und Amiga Basic. Mein Onkel schenkte mir dann Bücher für die Programmierumgebung (Amiga Basic) und ich tippte fleißig die Programmbeispiele in meinen Amiga. Die Freude an der Informatik stieg mit jedem Programmschnipsel den ich in die Kiste hackte.

Innerhalb kürzester Zeit zeigte ich dann meinen Freunden, welche mir vorher zeigten wie die Kiste funktionierte, was man alles mit den Computer anstellen konnte.

Schöne neue Welt

Ich entwickelte mich zu einem Nerd, der nur noch eines kannte >> Computer. Anfangs versuchten meine Eltern noch einen Riegel davor zu schieben,  was die Nutzung des Computers anging. Ich fand aber Mittel und Wege dies zu umschiffen. Ich ging beispielsweise recht früh ins Bett um Nachts meiner Sucht nach Wissen nachzugehen. Ab und zu erwischte mich dann mein Vater wenn er mal etwas früher los musste und sagte immer nur, wenn das deine Mutter wüsste.

Irgendwann mussten sich meine Eltern eingestehen, dass dies wohl meine Richtung werden wird. Also sorgten sie dafür, dass ich nicht immer den Firmen-Rechner meines Vaters kaputt spielen konnte. Denn das wurde mittlerweile zu meiner Hauptaufgabe. Der Amiga war nur noch eine Maschine die meinen Anforderungen nicht mehr stand hielt, sie war halt zu langsam. Und das ständige Disketten wechseln hatte mich fuchsig gemacht. Die ständigen Sicherheitskopien die man Anlegen musste, waren auch mühsam und Disketten gehörten jeden Monat neu gekauft. In dieser Zeit erlernte ich, dass jedes Verarbeitungsgerät seine typischen Geräusche entwickelt und wie sich Fehler anhören. Noch heute profitiere ich von diesen Erfahrungen, weil ich genau weiß was sie wie anzuhören hat.

Weiterbildung

Die Aufgabenstellung meiner Eltern lautete also, wenn du den Computerlehrgang bestehst bekommst du einen eigenen Rechner. Computer waren zu meiner Zeit ja ein recht teures Spielzeug und sie wollten sicher gehen, dass ich nicht alles innerhalb kürzester Zeit zerstöre. Den Kurs bestand ich dann auch mit Bravur. So kam mein erster 486 mit 4 MB RAM und 250 MB HDD in meine Gewalt. Somit begann dann meine Karriere in diesem Sektor.

Meinen Eltern war schon klar, dass man in der Zukunft mit Computern Geld verdienen kann. Also gab er, mein Vater, mir Aufgaben und Tätigkeiten vor, bei denen er von mir lernen konnte und ich lernen konnte etwas von Bestand zu erzeugen. Ich war also sein Admin der ihm bei der Installation des Firmennetzwerkes, bei Wartungsaufgaben und beim erstellen von Vorlagen zur Hand ging. Für meinen Vater waren Computer-Techniker brotlose Künstler, welche keine substanziellen Werke erschafften. Also musste ich auch ständig handwerkliche Tätigkeiten bei ihm erlernen. Er ist Feinmetalltechniker, also musste ich um meinen Computer zu finanzieren auch lernen Metalle zu bearbeiten. Es ist nicht meine Lieblingstätigkeit aber sie hilft mir ungemein bei der Realisierung meiner Ideen.

Schule und Wehrdienst

In der Realschule begann ich dann mit MS Basic und Turbo Pascal umzugehen, wobei ich fasziniert war von Turbo Pascal. Ganz neue Möglichkeiten taten sich für mich auf. Nach meinem Abschluss besuchte ich dann den Lette-Verein und lernte die Sprachen Assembler, C, C++. Die Ausbildung musste ich dann Abbrechen, weil meine Pubertät für eine völlige Inkompatibilität mit meiner Mutter führte. Ich wollte Geld verdienen und mein eigenes Ding machen. In dieser Zeit war ich für fast alles zu haben. Bäcker-, Elektriker- und Tischlerjobs und womit man sonst noch Geld machen konnte fing ich an.

Irgendwann kam dann die Zeit der Bundeswehr und auch dort erkannte man recht schnell, dass Datenverarbeitungsanlagen meine stärke waren. Ich weiß nicht mehr ganz genau wie es dazu kam. Vermutlich weil ich nach Dienstschluss dafür gesorgt habe, dass wir alle auf unseren Stuben Counter-Strike zocken konnten. Wilde Netzwerkverkabelungen, quer über die Flure, waren nach Dienstschluss an der Tagesordnung. Wie auch immer, die Kompanieführung hatte mich aus dem Versorgungszug zu sich geholt, was teilweise zu Reibereien unter meinen Kameraden geführt hatte. Nach dem ich dann meinen “Erweiterten Wehrdienst” abgeleistet hatte, wusste ich mit MS-Access umzugehen.

Zurück in der zivilen Welt wollte ich meine Computererfahrungen weiter ausbauen. Also fing ich wieder bei meinem Vater an zu Arbeiten und finanzierte mir somit dann meine Ausbildung im Lette Verein, welche ich wieder begonnen hatte. Diese schloss ich dann ab und begann Technische Informatik zu studieren. Das Studium brach ich dann erfolgreich ab, da andere Bereiche meines Lebens mehr Aufmerksamkeit forderten.

Der Verkäufer und Programmierer

Es begann dann meine Zeit bei der K&M Elektronik AG, folglich gehörten dann auch Beratung und Verkauf zu meinen Fähigkeiten. Die Arbeitsbedingungen waren nicht meinen Vorstellungen entsprechend. Teilweise wurden Filialen so schwach besetzt, dass die Kunden kaum bedient werden konnten bzw. Minijober den Filialleiter vertreten haben.

Als ich ein Stellenangebot des Robert Koch Institutes zu Gesicht bekam und meine Bewerbung erfolgreich verlief. Konnte ich meine Fähigkeiten in der Programmentwicklung erweitern und ich lernte C# lieben. Hier waren die Arbeitsbedingungen hervorragend, allerdings wurde man von einer Projektstelle zur Anderen gereicht. Als mir dann eine 1. Monatsverlängerung angeboten wurde, habe ich den Vertrag auslaufen lassen und meine Selbstständigkeit ausgebaut und bin bis heute bei geblieben.

Die Selbständigkeit

Sie ist mir momentan die liebste Form, denn ich habe hier die Möglichkeit in viel mehr Bereiche der Informationstechnologie einzutauchen, als bei einer Anstellung. Klar ich könnte einen entspannteren Job haben, aber der Stillstand war für mich noch nie schön anzusehen.

Daniel Jörg Schuppelius

Assistent für Elektronik und Datentechnik

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