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Radtour Usedom nach Berlin

Radtour Usedom nach Berlin

Nachdem ich meine Familie allein nach Dänemark fahren ließ, um noch etwas Geld zu verdienen. Entschloss ich mich in einer sehr spontanen Tourenplanung, den Fernradweg Berlin-Usedom abzufahren. Eigentlich wollten wir (Meine Kumpels und ich) nur einen Tagesausflug von Johannisthal nach Berlin planen. Nachdem ich meinen Kalender gesichtet hatte und feststellte, dass ich bis Diensttag Zeit hätte. Brachte ich die Idee in die Runde, warum nicht komplett abfahren. Usedom ist zwar nicht mein Traum von einem Urlaubsziel, aber da ich es bisher nur mit dem Auto besucht hatte, war es nun Zeit mit dem Rad durch Usedom zu fahren.

Der frühe Vogel…

Am 18. Juli 2020 sollte es also soweit sein. Damit wir auch noch einige Kilometer an dem Tag schaffen konnten, musste meine Tour bereits um 5:15 losgehen. Auf dem Weg zum Bahnhof Park Sanssouci, musste ich durch die Felder und wurde schon hier belohnt. Leicht neblige und frische Luft am Morgen ist schon was Feines.

Herrlicher Tourenbeginn

Am Bahnhof angekommen, sollte mein Zug um 5:47 abfahren, also hatte ich noch etwas Zeit um die morgendliche Atmosphäre aufzunehmen. Mit meinem Tourenpartner, wollte ich mich am Hauptbahnhof in Berlin treffen. Wie abgemacht, passte alles und um 10:39 konnten wir von Seebad Heringsdorf starten. Damit die Tour auch standesgemäß starten konnte, mussten wir noch etwas Frühstücken und füllten in Heringsdorf unsere Futter-Reserven auf. Mein etwas älterer Tourenbegleiter, hatte noch etwas am Tourenbeginn zu knabbern, denn Usedom war doch hügeliger, als ich es bisher mit dem Auto wahrgenommen hatte. Mit dem Auto dort herum zu gurken, empfand ich immer als äußerst nervig. Auf dem Rad, sah die Sache schon etwas anders aus. Unser heutiges Ziel sollte Anklam werden.

Dort angekommen, wollten wir mal den Wasserwanderrastplatz in Anklam ausprobieren. Die Anmeldung verlief ohne Probleme und wir konnten unser Nachtlager aufschlagen. Für meinen Partner war die heutige Tour etwas kräftezehrender gewesen als gedacht. Der machte sich also wieder frisch und ging erstmal Duschen. In der Zeit konnte ich mein Zelt aufbauen und in den Ruhemodus schalten. Mittlerweile war es 18:30 und wir hatten ca. 60 km hinter uns gelassen.

Nachtlager in Anklam

Der nächste Morgen

Um 6.00 wach geworden, begann ich mich auf die Tour vorzubereiten. Gestern hatte ich ja beim verlassen der Insel, eine Reihe toter Bäume gesehen und wollte wissen warum diese dort Standen. Ich fragte also den Verwalter des Platzes und der erklärte mir, dass früher die Flächen entwässert wurden. Irgendwann waren die Kosten für das Entwässern wohl zu hoch und man überließ die Fläche der Natur. Das Resultat waren die abgestorbenen Bäume. Nachdem wir alles zusammengepackt hatten, konnten wir um 8:00 mit unserer Tour beginnen. Wie immer, fuhren wir erstmal zum Bäcker, um uns einen kräftigen Kaffee zu besorgen.

Haff und Stadtbruch

Um 9:00, waren wir dann soweit die Tour zu starten. Wir folgen der Route nach Bugewitz und machten dort dann die erste Pause. Landschaftlich war es mal was Neues. Unser Pausenplatz war auch eine Brutstätte für Schwalben, die fleißig damit beschäftigt waren ihre Jungen zu füttern. Dabei ist mir aufgefallen, dass Schwalben scheinbar ihre Jungen im Kollektiv ernähren. Würde mich mal Interessieren, ob dem auch wirklich so ist. Falls also jemand Ornithologe ist, würde ich mich über eine Antwort freuen. Und auch hier waren wieder diese Baumstümpfe in den Wasserlandschaften zu sehen.

Mönkebude bis Werbelow

Die nächste Pause machten wir dann in Mönkebude, aufgrund der Hitze hatten wir keinen großen Hunger und sorgten eher dafür unseren Wasserhaushalt wieder auf normale Bahnen zu lenken. Bis hier war das Wetter relativ beständig. In Ueckermünde nutzten wir den Regen, für eine Pause und sorgten für frische Energie. In Torgelow mussten wir uns dann für 10 Minuten unter stellen, da einige Unwetter über uns hinweg zogen. In Pasewalk war der Bio-Akku meines Partners dann leer und wir planten die Nacht in Werbelow zu verbringen. Hier fanden wir einen Campingplatz in der Bikeline-Karte welcher sich Wassermühle schimpfte. Wie sich später herausstellte, war dies eine alte Wassermühle. Nicht gleich auf Anhieb zu finden, aber nach einer kleiner Frage an dem vermuteten Ort, wurden wir fündig. Hier ließ uns die Besitzerin dann die Nacht verbringen. Am späten Abend, durften wir dann noch einer Keilerei bewohnen. Hier hatten sich 2 Katzen etwas intensiver miteinander beschäftigt.

Der letzte Tag

Dieser Tag fing wie der gestrige auch gegen 6:00 an. Wir quatschten mit Gästen und spielten wie gestern auch, mit den Tieren auf dem Hof. Sehr angeregt unterhielten wir uns mit der Eigentümerin und eine Freundin von ihr führte mich dann noch durch die alte Mühle. Mechanik und Elektronik war schon immer was feines für mich 😉

Unwetter voraus

Aus Werbelow kamen wir so gegen 10:00 raus und wollten heute versuchen bis Kloster Chorin zu kommen. In Prenzlau machten wir dann die erste größere Pause und wartet das Ende des Regenbandes ab. An diesem Tag sollten wir dann noch weitere Regenpausen einlegen, dies tat uns aber nicht wirklich leid. Der Regen war eine schöne Abkühlung und auch die Luft war angenehm. In der Nähe von Glambeck mussten wir dann feststellen, dass die Strecke aufgrund von Bauarbeiten gesperrt war.

Also mussten wir einen kleinen Umweg in kauf nehmen. Gegen 19:00 waren wir dann in Althüttendorf und genossen den Ausblick am Naturbeobachtungspunkt. Jetzt war es nur eine reine Formsache bis zum Bahnhof Kloster Chorin. Ab hier beendeten wir die Tour, da ich bereits für morgen neue Aufträge erhalten hatte. Den Rest der Strecke nach Berlin kannten wir, also war dieser Streckenabschnitt nicht von Bedeutung für mich. Abschließend betrachtet, fand ich die Tour, bis auf ein paar kleine Ausnahmen, recht entspannt.

Daniel Jörg Schuppelius

Assistent für Elektronik und Datentechnik

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