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Mein Leben ohne Auto. Frust?

Mein Leben ohne Auto. Frust?

Wie ich mittlerweile zu dem Thema Mobilität und Ressourcen-Management stehe, habt ihr das ein oder andere mal bereits nachlesen können. Heute möchte ich euch die Wahrnehmungen meiner Umgebung bzw. meines Umfeldes zu meiner “durchgeknallten” Lebensweise aufzeigen. Wie gewohnt, geht es auch diesmal wieder um unsere Umwelt. Aus gegebenem Anlass habe ich auch noch eine Nebengeschichte, eines Lesers einfließen lassen, welche mich etwas nachdenklich gestimmt hatte.

Der Verlierer

Eine der häufigsten Fragen, welche mir die Leute mehr oder weniger direkt stellten. Hatte immer etwas mit meiner finanziellen Situation zu tun. Man kann sich irgendwie nicht vorstellen, dass man freiwillig mit dem Rad solche Strecken fährt. Anfangs habe ich noch argumentiert, warum ich nicht mehr bereit bin, diese Unsummen für ein Fahrzeug auszugeben. Im Stau stehen, massiver Zeitverlust und das Verbrennen von Geld, sind keine akzeptieren Argumente. Von daher, lasse ich die Fragenden mittlerweile im Glauben, dass ich ein armer Schlucker bin.

Es steht ja jedem frei, wie er seine Umwelt bewertet. Wenn mein Gegenüber Erfolg hat, mit seiner Strategie, so ist das für mich völlig in Ordnung. Manche Wege muss man auch erstmal gehen, um zu verstehen was dahinter steckt.

Der wahre Verlierer

Allerdings habe ich festgestellt, dass sich einige Personen unwohl fühlen wenn sie mitbekommen, dass ich alles mit dem Rad erledige. Ich bin kein Öko-Extremist oder Messias der euch anklagen möchte. Jeder handelt nach seiner Blickweise und Erfahrung. Ich verfolge lediglich meinen eigenen Anspruch, euch darauf aufmerksam zu machen, was ich sehe und was ich befürchte. Könnt ihr euch noch daran erinnern, wie “finster” damals Ostdeutschland aussah?

Wälder im sterben, verseuchte Landstriche und Smog. Ich kenne noch schulfreie Tage, weil der Smog in den Wintermonaten so stark war, dass man maximal 10 Meter weit schauen konnte. Das Abwerfen von Kalk über den Wäldern, weil man der Versauerung der Waldböden, durch den Regen, begegnen wollte. Die ständigen Debatten über Filter, die viel zu teuer seien um Kraftwerke damit auszustatten. Das waren noch Zeiten! Ich hatte im Winter Hustenanfälle bis zum erbrechen, musste ein Asthmaspray benutzen und auch sonst hatte ich häufiger mit meiner Lunge zu kämpfen. Als sich unsere Politiker dann endlich darum kümmerten, die Luft zu verbessern, verschwanden diese ganzen Symptome. Nie wieder diese Sprays und diese Hustenanfälle waren bzw. sind bis heute auch passé.

Wie man sieht, sind wir Menschen meisterhaft im Erfinden von Ausreden, aber wir können auch was bewegen, wenn uns die Schei.. bis zum Hals steht. Nun ist es wieder an der Zeit, unsere Ausreden langsam zum überdenken und endlich zu handeln, damit niemand später erzählen kann, dass habe ich nicht gewusst.

Konsumzwang

Unsere Sucht nach Konsum ist zu einem Problem für unsere nachfolgenden Generationen geworden. Als Elternteil, scheint man eher eine Neigung für die Wahrnehmung der Zukunft zu entwickeln. Wir betrachten unsere Art zu leben als Normalzustand und haben keine Verbindung mehr zu unserer Umwelt. Sei es drum, dass wir größtenteils nur noch Smartphones nutzen, um uns unterwegs zu beschäftigen. Oder mit Kopfhörern durch die Gegend stampfen, ohne wirklich dort zu sein.

Wir erziehen unsere Kinder, sich dem hemmungslosen Konsum anzuschließen, wohl wissend, dass erlerntes Verhalten recht schwierig zu korrigieren ist. Vor allem wenn ein Leben ohne hemmungslosen Konsum mit Arbeit an einem selbst verbunden ist.

Ohne Respekt wird es schwierig

Auch sonst hat sich unsere Gesellschaft sich zu einer individualisierten Masse entwickelt, die kein Problem damit hat, dass die eigene Lebensweise, Milliarden von Menschen negativ beeinflusst. Wir verfügen größtenteils über eine Gesprächskultur, welche grundsätzlich darauf abzielt, den Blickpunkt anderer Parteien nicht anzuerkennen. In der Endfassung sieht das dann so aus, dass dann darüber geredet wird, wie kriminelle Flüchtlingsfamilien unseren Staat ausnehmen. Über die Milliarden, die uns unsere kriminellen Bänker und Politiker aus den Taschen ziehen bzw. gezogen haben, redet kein Schwein. Ja, wir haben kriminelle Energien in allen Teilen unserer Gesellschaft, nicht nur Flüchtlinge und Bänker.

Was bekommen unsere Journalisten aus den Schmuddelblättern vom Axel Springer Verlag hin. Hass, Hass und nochmals Hass. Leider erreichen diese Zeitungen auch genau die Zielgruppe, welche nicht über die Ressourcen verfügen, differenziert auf die Geschichte hinter den Zeilen zu schauen.

Wiederholt sich Geschichte?

Als die Grenze in Deutschland abgebaut wurde, hatten wir auch diese Flüchtlingsdebatten. Ostdeutsche, waren für die hellsten Sterne unserer Gesellschaft “Schmarotzer”, die sich nur an uns bereicherten. Westdeutsche waren die Gauner, die sich alles unter den Nagel rissen. Niemand der beiden Parteien, hatte begriffen, dass der Hass anerzogen war. Unsere Staatsorgane haben uns Jahrelang manipuliert und auch heute legitimieren wir Kriege, weil die anderen vermeintlich anders sind. Der Respekt vor endlichen Ressourcen schwindet zunehmends. Hauptsache ich bekomme meine Ressource möglichst günstig. Unsere Wirtschaft bzw. die Gesellschaft, ist nicht in der Lage einen reellen Wert für diese endlichen Ressourcen festzulegen.

Wir betreiben Atom- und Kohlekraftwerke ohne ausreichende Finanzmittel für die Folgen zurück zu legen. Fischen alles weg und beschweren uns darüber, dass wir nur noch Kleinstfische fangen und uns an Fangquoten halten müssen. Die entsprechenden Unternehmen, werden nicht dazu verdonnert entsprechende Reserven anzulegen, um deren Einflüsse auf die Umwelt zu minimieren.

Es ist schlimmer, als es wirkt

Alle Messwerte, die wir mittlerweile erfassen können, zeigen ein Bild welches noch viel schauriger ist, als die Theorie. Die Meere versauern und die kalkhaltigen Lebewesen sind in einigen Bereichen schon am Aussterben. Hauptsache wir blasen noch mehr CO2 in die Atmosphäre, schließlich leben wir jetzt und nicht in 30 Jahren. Wir haben ja schließlich auch kein Problem mit dem CO2 in unserer Atmosphäre. Wir wohnen ja auch nicht im Wasser, ergo wird unser Körper auch nicht angeknabbert von dem H2CO3. Das ganze Plastik in unserer Umwelt kann ja wohl auch nicht so schlimm sein. So scheint jedenfalls die Ansicht. Das Plastik Schadstoffe bindet und über die Nahrungskette wieder zu uns kommt, können wir uns nicht vorstellen.

Fakt ist, Wissenschaftler haben aus Stuhlproben vom Menschen Mikroplastik extrahiert. Wo diese Bestandteile herkommen, kann man noch nicht mit Bestimmtheit sagen, aber das scheint auch nicht von Belang zu sein. Das Plastikbestandteile weibliche Hormone imitieren, ist dann nur noch ein unbedeutender Nebenschauplatz. Macht euch eines klar, es gibt und es wird keine Erfindung geben, die solch ein komplexes System wieder korrigiert. Wir haben auch sonst keine Ahnung was noch passieren wird, wenn wir weiter machen wie bisher. Wie soll das rein technisch passieren? Wie wollen wir in den Meeren den Kalk zum Binden verteilen? Wir reden hier von jährlich rund 90 Gt CO2, die unsere Meere aufnehmen.

Stattdessen, reden wir nur über Flüchtlingsströme und das wir keine flüchtigen Personen aufnehmen wollen. Die nehmen uns alles weg! Das wir deren Lebensraum, durch unsere Lebensweise zerstören, ist uns herzlich egal. Es kommt uns nicht in den Sinn, dass wir alle miteinander auf diesem Wasserball, mit endlichen Ressourcen, leben. Unternehmen, plündern mittlerweile schon illegal den Sand aus den Meeren, um unsere Bauwut zu befriedigen. Das wir damit die Erosion der Küstenstreifen forcieren, das kann doch wirklich nicht sein! Einfache Physik, wenn wir unten etwas wegnehmen, rutscht von oben immer etwas nach. Es sei denn, es ist oben nichts mehr vorhanden was nachrutschen könnte. In Zeiten von Physik ist Magie durch wollen, scheint dies ein unlösbarer Zusammenhang für unsere Staatsorgane zu sein.

Die Politik will nichts ändern

Veränderungen sind mit Risiken verbunden, diese Angst entwickelt man wenn man älter wird. Das Problem an der Sache, wir verschließen die Augen immer gezielter. Wie kann etwas schädlich sein, was jahrelang funktioniert hat. Selbst Physiker behaupten dann, Atomkraft sei sicher. Wie kann etwas sicher sein, wenn man für den stabilen Ablauf dieser Kraftwerke Energie benötigt. Ohne Strom macht’s boom. Unsere Politiker kommen mir mittlerweile vor, wie Insolvenzverwalter, die möglichst das noch mögliche Maximum aus unserer sterbenden Umwelt herausziehen müssen.

Aktuell befinden wir uns im Massensterben

Unsere Erde hat im Laufe ihrer Existenz, schon einige Massensterben erlebt. Daran ist nicht die “Überbevölkerung” schuld, sondern unsere Ressourcenwirtschaft. 1/3 der produzierten Lebensmittel erreicht niemals den Endverbraucher, weil sie vorher vergammeln oder nicht verkauft wurden. Die zerstörten Lebensräume häufen sich mit jedem Jahr. Aber die menschliche Abartigkeit erkennt auch darin noch etwas Gutes. Ich doch schön wenn es wärmer wird und mal ehrlich, die längste Zeit war unsere Erde eisfrei. Also scheint doch alles in bester Ordnung zu sein. Vielleicht sollten wir aber in Betracht ziehen, dass die Küstenlinien damals etwas anders verliefen. Berlin als Küstenstadt, ist doch mal eine interessante Geschichte.

Das Problem mit den Prognosen ist, wir können nicht mit Bestimmtheit sagen was genau passiert, da die fehlenden Eismassen unser schwimmendes Gestein aufsteigen und absinken lassen. Auch der Wert von Wissen, scheint immer kleiner geschrieben zu werden. Dieses Massensterben, ist wohl unser größter Kostenfaktor im Zusammenspiel mit unserer Umwelt. Wie kann etwas günstiger sein, was tausende von Kilometern zurücklegt, als das was Vorort produziert wird. Diesen Umstand können nur Wirtschaftswissenschaftler nachvollziehen. Ganz plakativ könnte man behaupten, unsere derzeitigen Subventionen zerstören unsere Umwelt. Es sind aus meiner Sicht, falsch benutzte Lebenserhaltungssysteme. Niemand wird etwas ändern, wenn sein Fehlverhalten weiterhin unterstützt wird.

Depressionen vorprogrammiert?

Wenn ich mal auf meine Texte zurückschaue, könnte man bei mir davon ausgehen, dass ich schwer depressiv bin. Klar, bin ich König im Aufregen, wenn es um solche Themen geht. Aber seid euch sicher, dass Schreiben hilft mir damit fertig zu werden. Wenn ich dann noch die Chance habe, nur eine einzige Person davon zu überzeugen, etwas bewusster mit ihrem Leben umzugehen. Dann habe ich keinen Grund in Depressionen zu verfallen. 😉

Anders sieht es aus, wenn man keine Unterstützung erfährt

Ich kenne Leute, die erkannt haben, dass es so nicht weiter geht und die Dame des Hauses betitelt ihren Partner als Weichei, Schlappschwanz usw… weil er “ausgestiegen” ist. Anmerkend muss ich noch los werden, dass er es seiner Frau freigestellt hat, diesem Experiment zu folgen. Wenn man mal den manipulativen Aspekt dieser Aussage heraus nimmt, zeigt es nur das Unvermögen und die monetäre Fixierung auf. Ich kann euch nur empfehlen, trennt euch von solchem Ballast. Wenn eine Person solch eine Geringschätzung für euch empfindet, tut man sich keinen Gefallen damit. Eine Beziehung, die auf solch einem Fundament steht, hat keine erstrebenswerte Zukunft. Es sei denn, man steht auf Selbstzerstörung, denn dies ist solch eine Bindung. Lasst euch nicht klein machen, es gehört schon was dazu, sich seiner Umwelt in diesem Ausmaß zu stellen. Das Wetter ist härter als jede Beziehung und euer Körper ist genau dafür konzipiert.

Wie gesagt: “Glück erfährt man nur, wenn man sich selbst darum kümmert.”

Daniel Jörg Schuppelius

Assistent für Elektronik und Datentechnik

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