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Ein Wasser-Planet mit Wassermangel

Ein Wasser-Planet mit Wassermangel

Ständig hört man von Weltuntergangsszenarien und anderen Katastrophen die uns in naher Zukunft ereilen sollen. Polkappen, welche abschmelzen und für Überschwemmungen sorgen sollen. Gletscher die sich aus den Bergen zurückziehen und resultierend daraus, die kontinuierliche Wasserversorgung für ganze Staaten einstellen sollen.

Weiter geht es dann mit extremen Wetterereignissen, wie ausgedehnten Trockenphasen, intensiveren Stürmen und starken Niederschlägen. Dann sollen auch noch massenweise Tiere aussterben. Irgendetwas mit Überfischung und der Zerstörung des marinen Ökosystems. Und zu guter Letzt soll unser Wirtschaftssystem auch noch was damit zu tun haben. Eine Krise jagt die Andere und ein Volk nach dem Anderen wird den Banken, mit dem Status “to big, to fail”, zum Fraß vorgeworfen.

Kurz gesagt, unsere Art zu Leben wird angegriffen.

Unser heutiges tun und handeln soll zukünftige Generationen gefährden. Ich persönlich soll daran beteiligt sein, dass sich meine zukünftigen Enkelkinder verstärkt mit diesen Themen auseinander setzen müssen.

Ich möchte doch nur mein Wasser aus dem Supermarkt abholen und schließlich muss es ja auch transportierbar sein. Plastik ist schön leicht, lässt sich nicht so leicht unterkriegen und ich helfe den Obdachlosen, mit dem Pfand, über die Runden zu kommen.

Wo das Wasser im einzelnen her kommt, dass brauch ich nicht zu wissen. Nestlé usw. wissen ja schließlich was Nachhaltigkeit bedeutet. Fossiles Wasser aus der Wüste transportiert mit riesen Schiffen, deren Energiebedarf den von Städten nahe kommt.

Traumhaft, ich habe ausgeruhtes Wasser mit speziellen Zelltunern die mich so richtig fit machen. Neben dem Zucker und dem ganzen Vitamin Voodoo, gibt es dann auch noch den extra Schuss Sauerstoff mit dazu.

Wenn ich doch schon so bewusst Lebe, wie kann das dazu führen, dass wir den Bach runtergehen sollen?

Ich werde doch nur krank, wenn ich mir selber Wasser aus dem Wasserhahn holen muss und aus wiederverwertbaren Flaschen trinken muss. In den Frischwasserrohren sollen Ratten umkommen und der Abwasch, was das wieder an Energie bei mir kostet.

Morgens muss ich dann noch meinen Kaffee bei meiner Meerjungfrau abholen. Wenn ich da nicht, mit einem “Pappbecher”, signiert mit meinem Namen raus komme, dann denken die Leute noch das ich anders bin.

Anders ist schlecht, bloß kein Sonderling sein. Ich meine, früher wurden Leute dafür verbrannt. Ich will nicht der Hexer sein, der auf dem Scheiterhaufen brennt.

Ich muss konsumieren

Mein Geburtsrecht auf Konsum muss ich doch wahrnehmen, schließlich bin ich doch in den Industrienationen aufgewachsen. Ich will keine Tomaten aus Deutschland, die müssen aus Wüstenregionen kommen. Spanien ist perfekt, dass “Mar del Plástico” mit seinen fossilen Wasserquellen, der endlosen Sonne und der daraus resultierenden Versalzung des Bodens macht die Tomaten einfach nur einzigartig.

Auch Getreide aus Wüstenregionen, wo kaum noch ein Fluss das Meer erreicht, ist so herrlich lecker, man kann die Unterdrückung der dortigen Bevölkerung richtig herausschmecken.

Die Nahrungsmittel dieser Regionen, dürfen aber nicht einfach von den dortigen Menschen produziert werden, nur die multinationalen Konzerne, wissen wie man das anständig macht. Denn wir alle wissen, nur mit Landenteignungen, Knüppeln und etwas Glyphosat, entsteht ein unverwechselbarer Geschmack.

Genug ist genug

Ein schauriges Bild, welches wir alle zusammen zeichnen. Unsere deutschen Bauern, besitzen dann noch die Frechheit. Trotz der ganzen Subventionen, die Gusche zu öffnen.

Unser subventioniertes Getreide, zerstört in Afrika die dortigen Bauern. Und das geilste daran, ein paar Monate regenfrei, auf den deutschen Feldern, reicht aus um unsere Bauern an das Existenzminimum zu bringen.

Ich verstehe, dass wir die Lebensmittelproduktion im Land behalten möchten. Versorgungssicherheit ist ein nicht zu verachtender Faktor. Dennoch geht mir die Hutschnur hoch, wenn ich das Gejammer auf hohem Niveau mitbekomme.

Wie wäre es denn mit Wissenstransfer

Die Bauern aus den Wüstenregionen wissen wie man mit Wasser umgeht. Ein multinationaler Konzern, hat nicht den Anspruch nachhaltig anzubauen. Wenn die Ressourcen aufgebraucht sind, geht er halt wo anders hin. Die ansässigen Bauern, können das nicht.

Wenn wir den Heuschrecken also weiterhin freies Geleit gewähren, dann wird dies unweigerlich zum Bankrott unserer Erde führen.

Und wenn das passiert, dann wird die rohe Gewalt die Führung übernehmen. Die Verteilungskämpfe und die Flüchtlingsbewegungen haben schon begonnen.

Zu meiner Schulzeit, vor über 20 Jahren, wurde schon von Flüchtlingsströmen und endlichen Ressourcen geredet. Kein Versprechen, meiner erziehenden Generation, wurde eingehalten. Das einzige was ich sehe, ist die wachsende Gier.

Ich schäme mich in Grund und Boden in einem Land zu leben, welches solch eine Geringschätzung für die Zukunft hat. Stattdessen soll ich den Neoliberalismus und Kapitalismus akzeptieren und alles beim Alten belassen.

Sorry, nicht mit mir

Je tiefer ich in diese Materie eintauche, desto grausiger wird das Bild. Stattdessen versucht man sich zu beruhigen, in dem man mich und andere Stimmen als Ökoextremisten abstempelt. Belustigend finde ich dann immer Sprüche, man muss die Sachen schon Life sehen. Deine Dokus und Texte sind doch nicht ernst zu nehmen.

Das kommt dann meist von Leuten, die nur in Touristengebieten unterwegs sind. Wie damals zu Honeckers Zeiten, reicht es aus, die Frankfurter Allee bis in Sichthöhe zu streichen. Höher als 5 Meter, kann der eh nicht gucken. Ein gezielter Blick, außerhalb der Stadt Berlin, würde schon genügen. Aber dieser Blick überfordert ungemein, nicht einmal die Benutzung von Satellitenbildern kommt in Betracht und das in Zeiten von Google und Bing.

Hauptsache ich bin interkontinental und mit fossilen Brennstoffen geflogen oder verschifft worden. Zahlen will ich nicht dafür, dass meine Art der Fortbewegung zukünftige Lebewesen beeinflusst.

Nur dumme Sprüche und nichts dahinter

Letztens war ich dann mal wieder einkaufen und mich quatschte dann ein Porschefahrer an, dass er froh sei, nicht mit dem Rad einkaufen zu müssen.

Im ersten Moment dacht ich mir, was für ein Kleingeist. Als ich ihm dann grinsend erwiderte, dass wenn ich, wie er, nur noch 5 Minuten Kampf im Körper hatte, auch so einen Rollstuhl benutzen würde. Klappte ihm die Kinnlade runter und er meinte dann nur noch, im weitergehen, schon wieder son “Grüner”.

Ihm ist nicht einmal ansatzweise bewusst gewesen, was für ein Vollidiot er war. Was hat meine Einstellung zur Zukunft mit einer Partei gemein, die ihre Ideale vergessen hat? Er ging primär davon aus, dass ich mich minderwertig fühlen müsse, weil er was hat, was ich offensichtlich nicht habe.

Wenn wir schon auf Klischees und Vorurteile abfahren, dann wäre er nach meiner Erziehung ein Zuhälter. Personen, welche mit einen Daimler, Jaguar oder Porsche vorfahren, können nur Zuhälter sein.

Energieeffizienz kennen wir nicht

Wir leben in einer Zeit, in der wir Atomkraft benutzen um Wasser aufzukochen um diesen Dampf dann durch Turbinen zu jagen. Noch deutlicher geht es eigentlich nicht. Keine weitere Nutzung der Wärmeenergie oder andere Anstrengungen.

Richtig laufen würde ein Kraftwerk, wenn keine Abgase das Gebäude verlassen. Kein Wasserdampf würde abgelassen, bis der letzte Rest an Wärme aus ihm herausgezogen wurde.

Auf der Tagesordnung steht aber, lieber die Meere mit radioaktiven Stoffen und anderem Müll zu verseuchen. Heldenhaft, kann ich dazu nur sagen!

Es geht weiter bis ins kleinste Detail

Redet man dann mit einem Autofahrer über Elektroantriebe, bekommt man dann zu hören. “Ne ne… Elektro ist zu leise, ich will schon nen Auto mit maskulinem Sound.” Und wie sieht es so mit Effizienz aus, Kraft-Wärme-Kopplung usw. “Mein Teil hat so viel Power, da kommt nen Stromer nicht ran.”

Hm, denk ich mir dann immer, die Leute scheinen nicht zu wissen. Das so ein Elektromotor, nur eines kennt. Kraft bis zum Tode. Ohne Regelungstechnik, würde er über die Grenzen seiner Belastbarkeit gehen.

Klar, die Akkutechnik muss noch weiter entwickelt werden. Aber ich kann dennoch anerkennen, dass diese Motoren eine weitaus höhere Effizienz haben, als Verbrenner. Wenn sie denn, mit Strom aus erneuerbaren Quellen versorgt werden. Ansonsten bleibt auch hier, wieder die Kraft-Wärme-Kopplung ein Problem.

Auch hier steht der Ausstoß von Abgasen über dem Wohl der Bewohner. Was kümmert es mich, wenn die alle Krebs und andere Zivilisationskrankheiten bekommen. Stattdessen jammer ich rum, dass ich persönlich zu dämlich war, frühzeitig zu erkennen, dass ich von den Autokonzernen verarscht wurde. Grandios!!!

Vorsicht Falle

Die Feinstaubgeschichte mit den Autos usw. ist eher auf die Verbrennungstechnik zurück zu führen. Soll heißen, sobald wir Einspritzung mit fossilen Brennstoffen nutzen, entstehen diese Feinstäube. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass früher oder später auch hier ein Fahrverbot für Benziner ausgesprochen wird.

Auch bringen wir immer mehr Energie in die Atmosphäre. Aus rein physikalischen Gesichtspunkten sehe ich mehr Energie in der Atmosphäre eher kritisch. Es gibt immer Ausgleichsbestrebungen, dass musste ich schon in der Grundschule begreifen.

Fehler sind normal

Wir alle machen Fehler, dennoch sollten wir nicht aufgeben. Aller Anfang ist schwer. Aber je mehr Leute den Weg der Aufklärung gehen, desto leichter fällt es uns allen.

Wenn du lieber auf Pump leben möchtest, kann ich das auch verstehen. Verstehe dann aber bitte, dass ich fordere, dir tiefer in die Tasche zu fassen. Emissionssteuern sind schon lange überfällig. Nur wenn wir einen Preis festlegen, kann in unserem Wirtschaftssystem etwas verändert werden.

Mal abgesehen davon, dass ich diesem Wirtschaftssystem nichts Gutes zutraue.

Daniel Jörg Schuppelius

Assistent für Elektronik und Datentechnik

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