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Der Meister der Ausreden

Der Meister der Ausreden

In seinem Leben, lernt man allerhand Personen kennen. Mit einigen kann man durchs Feuer gehen, mit anderen kann man Spaß haben und manchmal gibt es jemanden der durch wilde Geschichten glänzt. Dem Letzteren, passieren wahnwitzige Dinge in seinem Leben. Jedes mal wenn etwas nicht klappt oder passiert ist, wird eine wilde Erklärung oder Geschichte abgegeben. Meistens sind diese Person, nach ihrer Erklärung, der festen Meinung man habe es ihnen abgekauft. Ich lasse sie gerne erzählen, denn ich merke mir allerhand wildes Zeug und habe meinen Spaß dabei, weil sie durchaus unterhaltsam sind. Teilweise sind sie so von sich überzeugt, dass jeder andere mit dem sie Interagieren zwangsläufig dämlich sein muss.

Jeder kennt diesen Typus, man verabredet sich mit diesen Leuten oder ist aufgrund des Jobs, auf sie angewiesen. Doch wirklich planen, kann man mit diesen Personen nicht. Einzig und allein auf eine neue Geschichte kann man sich verlassen. Selbst wenn man diese Personen, mal darauf anspricht, bekommt man sie nicht zu fassen. Sie sind Opportunisten und man erntet eher noch Unverständnis, weil man an ihrer Integrität, Loyalität und ihrem Ehrgeiz zweifelt. Ein Wort aus ihrem Munde hat keine Bedeutung, wenn sie dafür etwas tun müssen. Klar wir lügen alle mal, weil es manchmal doch Vorteile bringt oder das Gegenüber nicht verletzen soll. Aber alles hat seine Grenzen und der Gesprächspartner dankt es einem eher, wenn man ihm die Wahrheit mitteilt. Es ist vertrauensbildend und wertschätzend!

Widersprüche

Aufgrund der Menge an Geschichten, welche diese Personen erzählen, bekommt man recht schnell mit, dass nur die Hälfte den Tatsachen entspricht oder irgendwann mal passiert sein könnte und gerade mal herhalten musste, weil man die Hüfte nicht in Bewegung bekommen hat. Für diese Personengruppe, ist es sehr schwer alle Varianten der Geschichten im Auge zu behalten und sie überführen sich in der Regel selbst, wenn sie mit dem mehreren Personen aus dem selben Bekanntenkreis in Kontakt stehen. Anstatt bei einer Variante zu bleiben, welche dann zur Realität des MdA würden, haben sie für jeden Gesprächspartner eine persönlich abgestimmte Geschichte parat. Sie scheinen zu glauben, dass nur sie mit dieser Person in Kontakt stehen und niemand anderes mit dem Empfänger der Erzählung redet. Sie bekommen auch nicht mit, dass man ihnen mittlerweile misstraut und öfter mal nachfragt. Auch ist es ihnen schwer unangenehm, wenn man sich in ihrem persönlichen und sozialen Umfeld aufhält, denn hier sind sie verwundbar. Eine kleine Frage könnte das gesamte Konstrukt zerfallen lassen.

Geringschätzung

In der Geschäftswelt empfinde ich solche Personen unerträglich. Sie haben keinen Drive und können nicht verstehen, was Verlässlichkeit bedeutet. Hat man Aufgrund eines Projektes, mal mit solchen Personen zu tun. Ist man immer gut beraten, wenn man diese Person für die Projektplanung, als nicht existent einrechnet. Einerseits wirst man diese Personen niemals ändern, denn die geforderten Eigenschaften müssen früh trainiert werden. Zum anderen ist man diesen Personen völlig egal, andernfalls würden sie sich bemühen ihre Zusagen einzuhalten. Lange wird sich eine solche Person auch nicht im Geschäft halten, denn wer möchte schon mit solchen Personen arbeiten. Was mir immer hilft, wenn ich gezwungen bin, mit solchen Personen zu arbeiten. Ich lass sie die Geschichten erzählen und geh gar nicht erst darauf ein. Andernfalls erntet man eine Person, welche einem so dermaßen im Weg steht, dass man nicht zu seiner Arbeit kommt. Man regt sich innerlich darüber auf, dass dieser Typ einen für dumm verkaufen möchte und der MdA ist bemüht, sein Bild bei einem zu korrigieren. Schafft er dies nicht bzw. begreift er, dass er damit gescheitert ist. Hört die “Freundschaft” auf und er hält nicht einmal mehr, die kleinsten Kleinigkeiten ein. Und wenn man richtig Pech hat. Bekommt man es mit einem Exemplar zu tun, welchem völlig egal ist, ob man finanzielle Nachteile oder andere Strafen durch seine Aktionen erntet. Im Klartext, hat man dann ein unnötiges Problem, welches man durch ein kleines Lächeln nicht gehabt hätte.

Daniel Jörg Schuppelius

Assistent für Elektronik und Datentechnik

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