3D-Drucker: Extruder kalibrieren (E-Steps)

Messen des Filaments

3D-Drucker: Extruder kalibrieren (E-Steps)

Mit diesem Skriptgenerator könnt ihr euren 3D-Drucker bzw. euren Extruder kalibrieren (E-Steps-Kalibrierung). Hierfür benötigt ihr erstmal eine Konsole zu eurem 3D Drucker. Einige benutzen hierfür das Programm Pronterface, ich benutze Luban (Snapmaker). Als erstes holen wir uns die Parameter des Extruders aus unserem 3D-Drucker. Hierfür tragen wir den Befehl “M503” in die Konsole ein und erhalten folgende Ausgabe.

> M503
M503
  G21 ; (mm)

  M200 D3.00
  M200 D0
  M92 X400.00 Y400.00 Z400.00 B888.89 E234.17
  M203 X120.00 Y120.00 Z40.00 E25.00
  M201 X3000.00 Y3000.00 Z100.00 E10000.00
  M204 P1000.00 R1000.00 T1000.00
  M205 B20000.00 S0.00 T0.00 P0.05 L3.00 C0.05 J0.02
  M206 X-19.00 Y-10.00 Z0.00
  M420 S1 Z0.00
  G29 W I0 J0 Z8.70000
  G29 W I1 J0 Z8.80000
  G29 W I2 J0 Z8.95000
  G29 W I0 J1 Z8.70000
  G29 W I1 J1 Z8.80000
  G29 W I2 J1 Z8.95000
  G29 W I0 J2 Z8.50000
  G29 W I1 J2 Z8.45000
  G29 W I2 J2 Z8.55000
  M301 P13.00 I0.10 D17.00
  M851 Z1.00
  M900 K0.04
ok

Uns interessiert die Ausgabe “M92 X400.00 Y400.00 Z400.00 B888.89 E234.17” und explizit der Wert “E234.17“. Er repräsentiert die Motorschritte pro Einheit. Welche Einheit das ist, hängt vom Hersteller ab. Manche Hersteller rechnen pro mm und andere pro Grad. Diesen Wert tragen wir in die nachfolgende Tabelle, unter “E-Wert” ein.

Wertetabelle

E-WertDüsen­temperatur in °CMaterial­vorschub in mm (SOLL)Markierung in mm (vorher)Markierung in mm (nachher)

Vorbereitung des Filaments

Wir kümmern uns nun um das Filament und setzen auf diesem eine Markierung bei {{excURLs.FIST}} mm (Stift bzw. Klammer) über dem Extruder. Als nächstes tragen wir folgenden Befehl in die Konsole ein (M104 S{{excURLs.M104S}}), um die Düse auf {{excURLs.M104S}}°C vorzuheizen.

> M104 S{{excURLs.M104S}}
M104 S{{excURLs.M104S}}
ok

Die Temperatur kann man natürlich auch über die Software setzen und darüber entsprechend überwachen.

Förderung des Filaments

Haben wir die Temperatur an der Düse erreicht, können wir mit dem Befehl “M83” den Drucker in den “Relative Mode” setzen. Nun können wir den eigentlichen Befehl, zum fördern des Filaments, eintragen (“G1 E{{excURLs.SOLL}} F050“).

> M83
M83
ok
> G1 E{{excURLs.SOLL}} F050
G1 E{{excURLs.SOLL}} F050
ok

Nachdem der 3D-Drucker also das Filament gefördert hat, messen wir ein zweites Mal wo unsere Markierung angekommen ist. Diesen Wert tragen wir in unsere Wertetabelle ein, um den realen Materialvorschub zu ermitteln.

Kalibrieren des Extruders

Wir wissen nun, dass unser Drucker {{excSUMs()}}mm, von den festgesetzten {{excURLs.SOLL}}mm, Filament gefördert hat. Also setzen wir nun mit dem Befehl “M92 E{{excSUMM92s()|number:2.2}}” unseren neuen Wert für den Extruder fest. Vergesst nicht mit “M500” zu speichern, da der Drucker, nach der Abschaltung, mit den alten Werten arbeiten würde.

> M92 E{{excSUMM92s()|number:2.2}}
M92 E{{excSUMM92s()|number:2.2}}
ok
> M500
M500
echo:Settings Stored (1077 bytes; crc 50897)
ok

Den gesamten Kalibrierungsvorgang wiederholt ihr, bis die gewünschte Genauigkeit erreicht ist. Habt ihr eure Werte erreicht, würde ich den Drucker entsprechend neu starten lassen. Ihr löscht damit eventuelle Befehle, die noch im Speicher sind und euren anstehenden Druck vielleicht negativ beeinflussen könnten.

Möchtet ihr manuell rechnen?

Die Formel hierfür lautet:

Extruderschritte(neu)=\frac{Materialvorschub(SOLL)}{Markierung(vorher)-Markierung(nacher)}*Extruderschritte(alt)

Wie mit allen Dingen, die ich hier bereitstelle. Ihr arbeitet diese Anleitung auf eigenes Risiko ab!

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