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Generationen im Konflikt – Klimakrise

Generationen im Konflikt – Klimakrise

Nur wenige Personen aus meinem Umfeld verstehen den Klimawandel bzw. habe arge Probleme “Fridays for Future” zu akzeptieren. Selbst einige Wetterexperten kollidieren mit dieser Bewegung, weil dort auch Leute bei sind, welche nicht ganz erklären können was der Klimawandel ist. Zumindest ist das mein Eindruck. Auch den “Angriff” der USA auf unsere Autohersteller, sieht man als ungerechtfertigt an, obwohl nachweislich deutsche Autobauer betrogen haben. Deutsche Autohersteller behaupten einfach mal, dass die Abschaltvorrichtungen zum Schutze des Motors implementiert wurden und das reicht den Deutschen. Stattdessen kommen dann so Sprüche, sollen wir jetzt alles arbeitslos werden, weil wir Klima haben. Was ist los in unserem Land? Warum hat die Wissenschaft so einen schweren Stand? Und warum rennen so viele Bürger den Parteien hinterher, die nachweislich Lügen und Angst verbreiten? Ist es so kompliziert, zu verstehen, dass unser Lebenswandel angepasst werden muss, wenn wir friedlich miteinander umgehen wollen?

Aktuelle Krisenherde

Schauen wir in unsere Welt, sehen wir Krisen über Krisen und irgendwie beschleicht einen das Gefühl, dass es immer schlimmer wird. Der Klimawandel schreitet voran und wird auch nicht eingedämmt, da ich davon ausgehe, dass wir die Treibhausgas-Emissionen nicht in den Griff bekommen. Und dennoch haben einige nichts besseres zu tun als sich über ein Kind aufzuregen, welches den Finger in die verfaulende Wunde steckt. Ich höre jedenfalls mehr Stimmen, die sich über Greta echauffieren, als selbst mal darüber nachzudenken warum es “Fridays for Future” gibt. Die Staaten in Äquatornähe werden zunehmend instabiler und aggressiver, da die Probleme der dortigen Bevölkerung nicht gelöst werden, sondern durch den Wandel eher verschärft werden. Das Risiko, dass die Migrationswellen stärker werden und wir, als Gesellschaft, daraus resultierend radikalere Positionen einnehmen, steigt mit jedem Tag. Die Politik folgt dem Kapital, auf Kosten der Gesundheit und der Stabilität. Und wir Bürger lassen uns einlullen, dass unser Wirtschaftssystem auf Chancengleichheit basiert und nicht auf dem Dogma, dass Leid des Anderen ist mein Gewinn basiert. Ergo der perfekte Nährboden für Unterdrückung und pseudo Wahrheiten.

Machen wir uns keine Illusionen, wir werden noch mehr Krisen miterleben. Ich meine, wir sind jetzt schon auf einem Niveau, welches über dem des 2. Weltkrieges liegt. Bei den generierten Toten liegen wir noch unter dem Jahresniveau, aber dass ist aus meiner Sicht nur eine Frage der Zeit. Die klassischen Kriegsparteien fordern bereits jetzt, vom Rest der Welt, mehr Geld in der Rüstungsindustrie. Folglich will man diesen Posten auch im Einsatz sehen, ansonsten wäre das eine sinnlose Investition. Allein schon aus marktwirtschaftlicher Sicht, macht es Sinn, sich mit möglichen Gefahren vorher auseinanderzusetzen als später. Vor allem, werden dies dann Zwangsgeschäfte. Hier setzen unsere Volksvertreter offensichtlich auf die Eskalation und nicht auf den Erhalt von Lebensraum. Auch die mangelnde Bereitschaft der Politik richtungsweisend einzugreifen, trägt nicht zum voranschreiten in diesem Thema bei. Ich weiß nicht ob das früher anders war, aber diese Rückradlosigkeit empfinde ich als schwer gefährlich. Klar ist der Wandel unbequem, aber wenn nicht jetzt, wann dann?!

Der Wandel

Der Klimawandel ist das Schreckgespenst der Unternehmen und Politiker und jeder dieser Protagonisten, sieht den Kampf für eine Begrenzung der Erwärmung, als direkten Angriff auf seine Entfaltungsmöglichkeiten. Niemand scheint sich darüber Gedanken zu machen, das die Kosten ohne Bemühungen weitaus unkalkulierbarer werden.

Einfache Physik

Auch wenn einige Menschen glauben Physik = Magie * Wollen, der Klimawandel ist keine Geschichte, die etwas neues vom Wandel der Welt erzählt, er ist einfache Physik. Warum steigen denn nun die Temperaturen, wenn wir Emissionen in die Luft bringen? Ganz bildlich gesprochen, verdichten wir unsere Atmosphäre und sorgen somit dafür, dass unsere Erde isoliert wird. Auf der Venus beispielsweise ist es so warm, weil die Atmosphäre rund 90mal dichter ist als die der Erde. Natürlich spielt auch die nähere Umlaufbahn zur Sonne eine Rolle. Beim Mars ist es genau andersherum, er verfügt über eine weniger dichte Atmosphäre und ist weiter von der Sonne entfernt, ergo ist er kälter. Auf der Erde bedeutet dies, im Tal ist es wärmer als auf einem Berg, weil eine weniger isolierende Atmosphäre vorhanden ist. Die Anwohner der Gebirge kennen diesen Umstand, Städter haben offensichtlich ein Problem damit dies zu erfahren. Woraus die Atmosphäre besteht, spielt in dieser Betrachtung erstmal keine Rolle. Klar haben unterschiedliche Moleküle unterschiedliche Eigenschaften, demzufolge wirken sie auch in anderem Maße, auf die Atmosphäre ein. Hier geht es primär um die Dichte der Atmosphäre.

Ist die Sonne doch schuld an dem Klimawandel?

Nicht ganz, natürlich ist sie die Energiequelle, welche überhaupt die Wärme zu uns bringt. Aber die Erwärmung ist nicht allein darauf zurückzuführen das die Sonne stärker scheinen würde. Sie unterliegt verschiedenen Zyklen und befindet sich in ihrem 12 Jahreszyklus (Sonnenflecken) aktuell eher auf einem niedrigen Aktivitätslevel. D.h. sie stellt zwar die Energie bereit, damit sich was erwärmen kann, aber die dichtere Atmosphäre hält die Wärme länger im System. Gehen wir nun weiter, wenn es also immer wärmer wird, steigt auch die Anzahl der Moleküle in der Atmosphäre, weil ja aufgrund der Wärme immer mehr Wasser verdampft. Zwangsläufig bedeutet dies, es wird noch wärmer, weil ja mehr Dichte vorhanden ist usw. Die Atmosphärendichte galoppiert uns also davon. Die Klimaforscher, sprechen dann also von einem galoppierenden Treibhauseffekt.

Der nächste Aspekt ist die Verfügbarkeit von Energie. Im Klartext, je wärmer ein Gegenstand, desto mehr Energie ist in ihm enthalten. Das gleiche gilt natürlich auch für unsere Atmosphäre. Auch wenn man einzelne Ereignisse nicht auf den Klimawandel zurückführen kann, so kann man doch sagen, dass die Wahrscheinlichkeit steigt, dass extremere Wetterereignisse auftreten. Wetter ist sozusagen der Vorgang in der Atmosphäre, unterschiedliche Energien auszugleichen. Das sich Energien immer ausgleichen wollen, lernen wir schon im Kindesalter. Fässt man also auf eine wärme Herdplatte, wird die Hand warm. Gleiches gilt für Eis, nur wird hier die Hand kalt. Im Klartext, fließt Energie zu einem Gegenstand wird dieser warm, fließt Energie von einem Gegenstand ab, wird dieser kalt. Klimaanlagen basieren auch auf diesem Prinzip, es wird also ein Material verwendet, welches sich eignet die Wärmeenergie aus der Luft zu ziehen, bringt die energieärmere Luft in den Innenraum und gibt die eingesammelte Energie an die Umwelt ab.

Noch ein System das Energie zieht

Wir haben momentan also noch einen Eisschild. D.h. die Sonne, welche diese Eisfläche bescheint, bringt nur einen Teil dieser Energie auf das Eis, da helle Oberflächen mehr reflektieren als dunkle Oberflächen. Wenn das Wasser also allgemein wärmer wird, weil es dunkler ist als Eis, verdunstet es auch schneller bzw. dehnt sich vorher aus. Das Meer ist also mit unserer Atmosphäre gekoppelt genauso wie das Eis der Pole. Unsere Pole bekommen schon weniger Sonne ab als unser Äquator und dennoch sind es die Gebiete, welche sich am schnellsten erwärmen. Hier wird also über das Meer und dessen Strömungen schon ein milderes Klima im Polgebiet bereitgestellt. Wenn jetzt warmes Wasser eh schon eine geringere Dichte hat und von den Eisschilden der Erde immer mehr Wasser in das System kommt, was passiert dann unweigerlich mit unseren Küstenregionen? Genau, die saufen mit der Zeit immer mehr ab. Klar können wir hier einen Deich bauen und dort eine Flutabwehr installieren. Im Zusammenhang mit dem “wilderen” Wetter, aber wohl eher eine schlechtere Idee. Aber es sind nicht nur die Küstenregionen. Unsere Flüsse sind auch Einfallstore für das Wasser, dass bedeutet die Küstenlinien werden sich im allgemeinen verschieben.

Rückkopplungen wo man hinschaut

Ab hier wird es dann kompliziert, denn nicht nur die Süßwasserzufuhr wird gestört, wenn die Eismassen aus den Bergen verschwinden. Das eindringende Meerwasser, wird zu einer Versalzung der Böden in Küstennähe führen. Die Meere versauern durch die vermehrte Aufnahme von CO2 und gefährden die kalkhaltigen Meeresbewohner. Einige von ihnen, sind wohl im größeren Maße für die Sauerstoffproduktion, auf der Erde verantwortlich. Als nächstes kommt der Aspekt der Bodenverflüssigung hinzu (Küstenregionen). Es wird also spannend und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich noch eine Menge übersehen habe.

Sollen wir jetzt alle laufen, oder was?

Immer wenn ich diesen oder ähnliche Sprüche höre, komme ich mir vor, als rede ich mit einem Kleinkind, dem ich erklären muss, dass es besser wäre, wenn es vor dem Essen keine Süßigkeiten zu sich nimmt. Der Verkehr macht ca. 20% des Gesamtausstoßes an Treibhausgasen aus. Der eigentliche Hauptverursacher, im Privatbereich, ist unsere Art zu wohnen, dicht gefolgt vom Konsum (Ernährung, Dienstleistungen und Produkte). Ist es so schwer zu verstehen, dass es nicht zielführend ist, so weiter zu machen wie bisher. Wie kann es sein, das Produkte die tausende von Kilometern zurücklegen günstiger sind als heimische Produkte. Klar kann man im Ausland günstiger produzieren, weil die Standards niedriger sind. Hier wäre ich beispielsweise für einen Umweltfond der ausgleichend wirkt und strukturschwache Gebiete fördert. Produzenten, welche nachweislich die Umwelt verschmutzen bzw. sich nicht an die definierten Regeln halten, müssten weltweit mit Strafzöllen ausgetrocknet werden. Wenn wir schon Kapitalismus spielen, dann bitte richtig und nicht so wie wir ihn jetzt betrieben. Die Firmen, die sich wie die Axt im Wald verhalten profitieren, während sich andere Unternehmen die Arme ausreißen.

Kreisläufe installieren

Wir müssen begreifen, dass für unsere Zukunft nur Kreislaufsysteme in betracht kommen dürfen. Es ist nicht zielführend Müll zu produzieren, den niemand Recyceln kann. Hier muss die Politik den Unternehmen die Daumenschrauben anziehen. Es kann nicht sein, das ein Tetrapack mit einem grünen Punkt ausgestattet wird und kein Schwein weiß, wie man damit umgehen soll. Stattdessen wird es verbrannt und das empfinde ich als äußerst schwachsinnig. Und dann noch das verschiffen von Müll, sind wir zu blöde, uns um dieses Problem zu kümmern oder was ist hier los. Wir haben schon in meiner Grundschulzeit über Recycling geredet und 30 Jahre später sind wir immer noch nicht weiter. Im Gegenteil wir haben die Lage noch verschärft. Ich kann durchaus nachvollziehen, warum sich die Jugend verraten fühlt. Und die zahnlosen Klimapakete zeigen doch nur die Ideenlosigkeit unserer Politiker an.

Daniel Jörg Schuppelius

Assistent für Elektronik und Datentechnik

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