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Mein Leben ohne Auto. Entscheidung?!

Mein Leben ohne Auto. Entscheidung?!

Jetzt habe ich ja lange genug, um den heißen Brei herum geredet. Einige Themen hatte ich bereits leicht angeschnitten oder habe mich grandios in wilden Ausschweifungen verfangen. Nun also mein letzter Beitrag zum diesem Thema, der den Schleier lösen soll. Was hat mich diese Entscheidung gekostet und was hat sie mir gebracht. Ohne Auto muss man auf einiges Verzichten und das Handeln muss ständig überdacht werden. Schließlich ist jeder unnötige Weg, reine Kraftverschwendung. Anfangs ist das auch kein Zuckerschlecken, man hat ja keine Ahnung. Wie bei allen schwerwiegenden Veränderungen, sind meist äußere Faktoren entscheidend, um den endgültigen Schritt zu wagen.

Wie geht es weiter

Du fängst an dir Gedanken zu machen, wie erledigst du deinen täglichen Job. Unmöglich! Du verballerst Unmengen an Treibstoff um deine Kunden zu erreichen. Wie soll das mit dem Fahrrad bzw. ohne Auto funktionieren…

In der Trennungsphase, aus der GmbH, ergaben sich positive Möglichkeiten, welche mir aber erst später bewusst wurden. Neben dem ganzen Stress und der ständigen Existenzangst, hatte ich begriffen, dass ich nun die Möglichkeit zu Entschlackung habe.

6 Monate zähe und nervtötende Verhandlungen

Nachdem wir uns also einig waren, die Kunden aufgeteilt hatten und ich meinen Ballast abwerfen konnte, war Platz für Neues. Ich musste also Definieren, was mich weiter bringt und was nicht. Wie möchte ich mein Geld verdienen und was kann ich vermeiden. Das mit der Planung ist bei mir so eine Sache. Beschreiben wir es mal als spontan, mit doppeltem Boden. Ohne Backup läuft bei mir nichts. Wenn ich nicht das Gefühl von Kontrolle habe, lasse ich es bleiben. Habe ich erstmal die Richtung gefunden, kann es los gehen. Um die Nuancen, kann ich mich kümmern, wenn die Zeit dafür kommt. Liegt wohl eher daran, dass es bei mir schon immer hieß: “Schuppe, wir haben ein Problem. Kümmer dich mal drum!”

Weiter im Text, was wurde als Ballast klassifiziert?

Dienste wurden gekündigt, überflüssige Server wurden eingedampft bzw. in andere Systeme integriert und Kunden wurden abgestoßen. Bei den Kunden habe ich mich schwer getan, schließlich trugen sie zu meiner Ernährung bei. Kunden die schlecht zahlten, waren die Ersten, welche ich an meinen Partner abgegeben habe. Ich empfand es schon immer, als Geringschätzung meiner Arbeit, wenn ich ständig mit Mahnschreiben um mich werfen musste. Als nächstes klassifizierte ich nach Datenpflege, wer nimmt seine Daten ernst und wer spielt damit nur herum. So dünnte ich meinen Kundenkreis auf ein erträgliches Maß aus und hatte die Gewissheit die Kontrolle über meine Zeit zu behalten. Es bringt nichts, sich mit zeitintensiven Problemen auseinander zu setzen, wenn die Ursache des Problems in der Politik der Firma liegt. Wer nicht in sein Werkzeug investiert, hat keine Zeit für seinen Job.

Fahrrad ist schon in Ordnung, aber ich brauch ein Auto!

Als ich damals den Mercedes über die GmbH leaste. Sagte ich mir, dass nächste Auto muss elektrisch fahren. Leider sagte ich das laut und fühlte mich demzufolge verpflichtet. Ich schaute also nach Elektrofahrzeugen und die Reichweiten. Keine gute Option, wenn der Akku leer ist, bist du an Ort und Stelle gefangen. Elektro wär trotzdem gut, gab es denn kein Auto, was meinen augenscheinlichen Bedürfnissen entsprach? Wochenlang wurde überlegt, um festzustellen das alles zu unsicher sei. Das Fahrrad mit der Bahn ist schon die beste Alternative, du musst nur nach Berlin kommen. Alles andere funktioniert auch so. Einkaufen muss ich ja auch können. Wie bekomme ich den Kram nach Hause?

Onlinebestellungen waren meine Rettungen, die sind nicht ganz so “grün” aber ich konnte damit die Akzeptanz in der Familie erhöhen. Die schweren Sachen online bestellt und der täglicher Bedarf könnte mit Fahrradtaschen abgedeckt werden. Das besorgen der gewichtigen Verbrauchsmaterialien lag ja bereits zu Kfz-Zeiten in meinen Händen, also blieb die Last bei mir.

Die Familie muss mit machen

In der Familie meiner Frau, wurden Autos nie so groß geschrieben. An dieser Front hatte ich also keine Probleme. Meine Kinder waren eher abgenervt, sie waren ja anderes gewohnt. Das man sich in der Regel bewegen muss, um irgendwo an zu kommen, war ihnen anfangs völlig fremd. Womit ich überhaupt nicht gerechnet hatte, war der Widerstand bei Teilen meiner eigenen Bekannten. Übersetzt hieß es, ich sei ein Rabenvater, weil ich kein Auto mehr haben wollte. Ich verstand die Welt nicht mehr, seit wann war Bewegung und Umweltbewusstsein hinderlich für die Entwicklung von Kindern? Ich dachte eher an, jetzt bekommen sie auch mal richtig Luft, können die Natur begreifen und lernen, was die Begriffe nachhaltig und durchhalten bedeuten. Stattdessen wurde ich als Egoist klassifiziert, weil ich meinen Kindern “aufzwang”, ohne Auto zu leben. Meiner Frau hatte ich angeboten, wenn sie einen Führerschein macht, besorge ich ihr ein Auto. Nur sollte sie wahrnehmen, dass ich keines mehr besitzen bzw. benutzen wollte. Hart fand ich auch, dass ich verantwortungslos handele, weil Radfahren ja so gefährlich ist und Radfahrer im Großen und Ganzen selbst schuld sind, wenn sie unter die Räder kommen. Das Radfahrer primär, durch die unsachgemäße Nutzung motorisierter Fahrzeuge bzw. durch das große Geschwindigkeitsgefälle der Fahrzeugklassen sterben, war nicht von belang. Jeder weiß, dass er nicht mit 30km/h auf dem Bürgersteig fahren kann, weil es zu gefährlich ist. Ein Radfahrer muss sich aber teilweise auf Verkehrswege begeben, wo dieser Konflikt existiert. Wer mich kennt, wusste das ich nun herausgefordert war. Also hieß es, jetzt erst recht!

Bis heute habe ich nicht verstanden, warum sich einige meiner Bekannten so verhalten haben. Ich war auch mehr als enttäuscht darüber, was meinen Leuten einfiel, sich über meinen Lebenswandel auszulassen bzw. ihre gesellschaftlichen Zwänge an mir auszuleben. Was zum Teufel läuft in unserer Gesellschaft schief, dass selbst meine eigenen Leute mir so entgegen traten? Ist es der Kapitalismus und der gesellschaftliche Zwang konsumieren zu müssen? Wer sich dem entzieht, ist in unserer Gesellschaft scheinbar gescheitert bzw. nichts Wert?!

Feedback der Umwelt

Man muss doch nur mal ein paar Stunden, abseits der großen Straßen, durch Brandenburg fahren. Dann kann man sehen, das z.B. Birken und Kiefern nicht mit der Trockenheit klar kommen. Oder man kann Felder begutachten, an denen kaum Früchte bzw. nur die Miniatur-Versionen wachsen. Überall sind die Zeichen zu sehen, dem klassischen Städter fällt so etwas nicht auf. Jedes Jahr nehme ich davon auch noch eine Steigerungsform wahr. Den einen Effekt wird es nicht geben, jede Region wird ihre eigenen Probleme ernten. Folglich habe ich es sein lassen, mich weiter zu diesem Thema mit meinen Bekannten auszutauschen. Irgendwann werden auch sie die Abrechnung für unseren globalen fossilen Verbrennungswahn bekommen. Schauen wir mal, wann es bei den Letzten ankommt. Lassen wir doch noch ein paar Jahre ins Land ziehen und die Veränderungen in unserer Umwelt stärker werden. Dürren, Brände, Überschwemmungen und “kräftigere” Wetterereignisse werden dann zur neuen “Normalität”. Woher diese Veränderung kommt, ist dann völlig belanglos. Wir müssen uns zwangsläufig anpassen, ob es uns passt oder nicht. Wenn ich mal eine Prognose abgeben soll, dann vermutlich die, dass wir in Zukunft mehr Kreislaufprobleme haben werden als uns lieb ist.

Der kommt schon wieder auf dem Geschmack

Viele die mich näher kannten, wollten mir die Droge Auto wieder schmackhaft machen. Meine Arbeitgeber wollten mich mit Dienstwagen ausstatten, aber ich lehnte immer ab. Erstens waren es alle Verbrenner und zweitens wollte ich diese Art von “verpflichtender” Abhängigkeit nicht mehr haben. Zu guter Letzt, rechtfertigten die täglichen Stauzeiten kein weiteres verbrennen von Geld, wenn ich für einen Bruchteil der Kosten ähnliche Zeitfenster benötigte. Jedes mal, wenn ich dann einen Dienstwagen nutzen musste, stand ich nach maximal 10 Minuten fahrt im Stau. Gut, ich wurde zwar dafür bezahlt jetzt sinnlos fremde Kohle zu verbrennen, aber mein Nervenkostüm war für diese Art der Zeitverschwendung nicht mehr geschaffen. Schließlich hatte ich nun gelernt, dass ich mit dem Fahrrad viel entspannter und geplant am Ziel ankam. Viel spannender war die Reaktion meiner Frau, als ich ihr erzählte, dass ich die Firmenautos abgelehnt habe. Als ich ihr dann erklärte, dass ich erstens primär alleine in dem Fahrzeug unterwegs bin und zweitens, mir ein Fahrzeug leihen könnte, wenn ich mal eines benötige, war die Sache abgeklärt. Wozu diese monströsen Kostenstrukturen aufrechterhalten, wenn man mit bedeutend weniger Geldeinsatz viel besser leben kann.

Das erste Jahr war ein Erfolg

Nachdem sich mein Körper an die Bewegung gewöhnt hatte, brauchte ich auch kein Sauerstoffzelt mehr. Die öffentlichen Verbindungen passten mir auch perfekt in den Tag, alles schien perfekt zu laufen. Meine Technik war mittlerweile auch an einem Punkt angekommen, den man als äußerst zuverlässig beschreiben konnte. Ich erkannte mittlerweile am Geräusch was mir demnächst blühte, wenn ich nicht reagierte. Jetzt sollte ich also lernen, dass man sich nicht auf die öffentlichen Verkehrsmittel verlassen konnte. Die Deutsche Bahn fing also an, meine benötigten Strecken zu warten. In dieser Phase rauschte ich von einer Verzögerung zur Nächsten. Meine Wege verdoppelten sich zeitlich, also musste ich wenn es hart auf hart kam, die komplette Strecken mit dem Rad fahren.

Ich musste lernen, die Aushänge auf den Bahnhöfen im Blick zu behalten

Die Baustellen auf den Strecken sollten in einem 3/4 Jahr wieder normal nutzbar sein. Es wurden Brücken und Strecken saniert und ich bemerkte recht schnell, dass die Deutsche Bahn keine Ahnung von ihrem Geschäft hat. Ein Sturm reichte aus, um ganze Streckenabschnitte für Wochen zu deaktivieren. Es existiert, bei der Deutschen Bahn, keine professionell laufende Streckenpflege. Bäume wuchsen so nah an den Trassen, dass ein Sturm alles zerlegen konnte und auch tat. Über Wochen verspätete ich mich, weil ich mich auf nichts verlassen konnte, was mir die Streckenüberwachung anbot. Ständig musste ich bescheid geben, dass ich wieder über Ausweichrouten einflog. Ich kam mir mittlerweile schon so blöd vor, dass ich über Wochen der Deutschen Bahn den Rücken zukehrte. Alles war besser, als sich mit diesen Stümpern rumzuschlagen. Teilweise wurde man auch einfach in der Walachei stehen gelassen, ohne irgendwelche Anschlüsse.

Dann kam die Fehler in den Zügen von Bombardier, ständig blieben die Dinger auf den Strecken stehen. Knallten und klackten vor sich hin, ließen sich nicht mehr starten, weil die Computer ausgefallen waren. Als I-Tüpfelchen verfügen diese Züge über Türen die kaum funktionieren usw.

Sobald es strengen Frost gab, konnte man mit 99,995% Wahrscheinlichkeit sagen, dass irgendwas an den Zügen nicht funktionierte.

Bevor es besser wird, muss es erst schlimmer werden!

Das härteste Ding was ich mit der Deutschen Bahn erlebt hatte, lief folgender Maßen ab. Ich hatte einen anstrengenden Tag hinter mir und ca. 60 km in den Beinen. Also dacht ich mir, fahr den Rest mit der Bahn, ist zwar ein riesen Umweg aber du bist platt. Ich hatte kein Futter mehr bei und im Umland, sind die Bordsteine schon hochgeklappt. Ich wollte mir also eine Strecke von 20 km mit dem Fahrrad sparen. Es war schon spät und der letzte Umsteigebahnhof sollte mir dann den Rest geben. Die Strecke und die Abfahrtszeiten kannte ich, also schaute ich nicht in meine Verbindungsmöglichkeiten. Ich stand also auf dem besagtem Bahnhof und wartete und wartete.

Genug von der Deutschen Bahn?!

Nichts tat sich, keine Ansage, keine Anzeige und keine Person auf dem Bahnhof, welche einem steckte, hier ist heute nichts mehr zu holen. Nach 10 Minuten über der Abfahrtszeit und einigen Onlineabfragen begriff ich, dass ich nun trotzdem 20 km mit dem Fahrrad fahren musste und 2 Stunden unnötig unterwegs war. Die ersten 15 Minuten, auf dem Rad, war ich also am Fluchen. Was für Vollidioten bei der Bahn wohl am arbeiten sind usw. Was für ein Idiot ich sei, weil ich nicht begreifen wollte, dass ich jedes mal die Verbindungen vor Fahrtantritt kontrollieren muss.

Die Probleme mit der Bahn sind mittlerweile keine mehr, es gehört zum System Deutsche Bahn. Ich habe halt gelernt noch einen Ausweichplan nach dem Anderen parat zu haben. Ich werde diesen Verein nicht ändern und so lange die Unternehmensführung ihr eigenes Produkt nicht nutzt, wird es auch nicht besser.

Das Charmante an der Deutschen Bahn

Wie mit allen Sachen im Leben, man muss sich darauf einlassen können. Ich habe durch die Bahn so viele interessante Momente genießen können, dass ich es nicht mehr missen möchte. Man wird kommunikativer und das von mir, der sich eigentlich nur digital äußern kann. Tagelang, konnte ich in der Ecke vor meiner Kiste hocken und kein Sterbenswörtchen von mir geben. Eine längere Fahrradtour reichte aus und ich werde zur Quasselstrippe. Ich habe Spaß daran, mich mit wildfremden Leuten auszutauschen. Irgendwie scheine ich etwas an mir zu haben, was die Leute dazu animiert mich anzuquatschen.

Sagen Sie mal, Sie …

Einer dieser Sprüche kommt irgendwann immer mal durch und schon finde ich mich in einem Gespräch wieder, welches sich um Gott und die Welt dreht. Wenn man ein paar Jahre so unterwegs ist, kommt man auch mit den anderen Pendlern und dem Fahrpersonal im Zug ins Gespräch. Schließlich sehen die meisten dich jeden Tag und wenn du dann völlig fertig vom Vortag in die Bahn steigst, kommen auch schon mal ein paar Sprüche. Im Winter 2017 hatte ich dann eine Dame im Zug die sich meinen Respekt verdiente. Pendlerin mit Nylon-Strumpfhosen, Wollsocken und Winterrock, wenn man das mal so bezeichnen darf. Eine Zeit lang hatten wir bittere minus Grade und sie ist jedes mal, mit diesem Outfit und ihrem Rad zur Arbeit gefahren. Ich habe es nicht verstanden, so gekleidet im tiefsten Winter? Ich fuhr mit 2 paar Socken und langen Männern und fror, im Stand, am Boden fest. Irgendwann wollt ich dann mal Fragen, wie man so fahren kann. Leider fuhr sie dann, bis jetzt, nicht wieder mit dieser Verbindung. Nach dem ich keine Chance mehr hatte die passenden Informationen zu erhalten, fragte ich einfach bei meinen Kolleginnen nach. Meine Kolleginnen machten mich dann darauf Aufmerksam, dass es nicht so clever gewesen wäre, die Dame auf dieses Thema anzusprechen. Hm. Dacht ich mir. Für mich wäre dies eine normale Frage gewesen, aber aus meiner Schulzeit weiß ich, dass ich für solche Nuancen kein Gespür habe. Von daher, habe ich das mal so akzeptiert.

Ich hasse es auf dem Rad zu frieren

Die Kleidung ist ein wichtiger Faktor, wenn man sich draußen aufhält. Problematisch empfinde ich immer nur die Jahreszeiten Frühling und Herbst. Wenn du dann auch noch den ganzen Tag unterwegs bist, muss die Bandbreite schon recht weit gefasst sein.

Nichts ist schlimmer für die Moral als das frieren. Du schaffst keine Kilometer wenn du dir den Hintern abfrierst. Wenn dann noch der Fahrtwind auf dich einwirkt, wird es richtig lustig. Der Fahrtwind unter 18km/h geht in der Regel noch, alles was darüber kommt wird wild, je nach Witterung. Hier kann ich nur den Tipp auf Wasserdicht und Atmungsaktiv abgeben. Ihr spart eine Menge Kraft, wenn ich euch richtig anzieht. Nicht nur körperlich auch geistig fordert das Wetter teilweise etwas Blutzoll. Weiterhin versuche ich durch Komponenten wie Klickpedale und 80er Trittfrequenzen, Kräfte zu sparen. Bei Regen und Bergfahrten sie die Dinger einfach unschlagbar. Man muss sich daran gewöhnen und ich habe noch keinen kennengelernt, der sich nicht damit auf den Pinsel gelegt hat.

Die eierlegende Wollmilchsau

Wer mich schon länger verfolgt, hat garantiert schon mitbekommen, dass mein Rad leicht zugebaut ist. Leicht ist hier wohl die Untertreibung schlecht hin. Ich bin halt gerne “vorbereitet”, Werkzeuge, Verpflegung, Erste Hilfe und andere Dinge, sind ständige Begleiter an meinem Rad. Ich benutze nicht alles jeden Tag, aber es hat mir schon oft den Hintern gerettet. Von daher ist die Ausstattung nur ein Ausdruck von Sicherheit und Flexibilität. Kurz gesagt will ich sichere Freude am Fahren und das zusätzliche Gewicht merkst du irgendwann nicht mehr. Das Umland verzeiht keine Fehler, wenn dir da was passiert, dann läufst du erstmal ein paar Kilometer. Vor allem in Brandenburg.

Critical Mass

Durch die Critical Mass, die ich im Sommer diesen Jahres entdeckte, fand ich neue Ideen. Eine lustige Truppe die für mehr Fahrrad im leben wirbt. Jung und Alt, die zusammen Spaß haben und in Berlin wirklich was besonderes ist. Meinen Junior hatte ich auch schon mehrmals mit dabei und der war Feuer und Flamme als er das erste Mal leuchtend bunte Räder mit mehr oder weniger Musik bewundern durfte. Auch Kuriositäten sind dabei, aber schaut selbst. Am letzten Freitag im Monat, treffen sich Fahrradliebhaber am Mariannenplatz in Kreuzberg. Dank der freundlichen Unterstützung der Polizei, bis jetzt auch ein voller Erfolg. Und ich glaube, die Truppe hat auch Spaß dabei. Jedenfalls scheint es besser zu sein, als Staatskarossen durch Berlin zu schieben. Mittlerweile hat meine Kleine auch einen Antrag gestellt, an der Critical Mass teilzunehmen. Also gehe ich erstmal davon aus, dass meine Familie im Zweiradland angekommen ist. Ich bin jedenfalls gespannt was sich noch so tut, in meinem “frischen” Leben.

Daniel Jörg Schuppelius

Assistent für Elektronik und Datentechnik

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