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Beratungsleistung von Bahnangestellten

Beratungsleistung von Bahnangestellten

Auf einigen Strecken nutzt die Deutsche Bahn (DB) Zugteilungen, um weniger frequentierte Ort mit abzudecken. Jedoch haben einige Fahrgäste massive Probleme, den richtigen Zugteil auszuwählen. Die DB bezeichnet diese Züge bzw. diese Linie als anspruchsvoll. Da ich häufiger mit der DB unterwegs bin, kenne ich die Fallstricke und helfe verirrten Fahrgästen des Öfteren mit dem neuen Umstand umzugehen. Heute hatte ich wieder einen Fall, wo ein Fahrgast im falschen Zugteil saß. Ursprünglich wollte der Fahrgast zum Bahnhof Marquardt und wählte den falschen Zugteil. Er fuhr also Richtung Königs Wusterhausen (RB22) und nicht nach Wustermark (RB21).

Fahrkarten bitte…

Der Zugbegleiter kam also kurz vor Saarmund durch den Zug und wollte die Fahrkarten sehen. Der Fahrgast ein paar Sitze merkte, dass irgendwas merkwürdig war und fragte den Zugbegleiter ob dies der Zug nach Marquardt war. Seiner Art entsprechend, reagierte der Zugbegleiter wie ich es erwartet habe und pflaumte den Fahrgast an. Er hätte in den vorderen Zugteil einsteigen müssen und sei falsch. Er wäre für ihn jetzt besser in Saarmund auszusteigen und zurück nach Golm zu fahren um den nächsten Zug Richtung Wustermark zu bekommen. Der Fahrgast war etwas überfordert und der Zugbegleiter hatte auch nicht wirklich die Muße, sich mit dem ahnungslosen Fahrgast abzugeben.

Moment mal, dacht ich mir, was empfiehlt er dem Fahrgast. Ich kenne die Zeiten der Züge, denn ich bin schon ein paar Tage mit der Bahn unterwegs. Zu dieser Zeit, wird die Strecke nach Wustermark doch nur alle 2 Stunden bedient. Das wäre doch unnötige Wartezeit, die der Fahrgast eh nicht aufholen kann. In Saarmund wären 20 Minuten Wartezeit fällig. In Golm hätte er zusätzlich dann 1 Stunde auf den Zug warten müssen. In Potsdam Hbf wären es noch, zusätzlich zu den 20 Minuten in Saarmund, rund 30 Minuten Wartezeit. Eine neue Fahrkarte wäre dann auch noch fällig, da der Fahrgast garantiert über die 2 Stunden hinaus geht. Sozusagen ein Jackpot für den Fahrgast!

Nachdem der Zugbegleiter den Fahrgast hat stehen lassen. Sah ich mich genötigt dem Fahrgast etwas unter die Arme zu greifen und erklärte ihm, dass es besser sei einfach sitzen zu bleiben. Der Zug würde in Königs Wusterhausen wenden und er könne in Golm dann umsteigen. So würde er rund 5 Minuten am Bahnhof Golm stehen und könne dann weiter nach Marquardt. Hinter Saarmund kam der Zugbegleiter dann wieder vorbei und grummelte den Fahrgast an, warum er nicht in Saarmund ausgestiegen sei. Ich bekannte mich höflich schuldig und erklärte dem Zugbegleiter, dass es für den Fahrgast angenehmer wäre im Zug zu bleiben, um dann den Zug nach Wustermark zu bekommen.

Verbindungen Ludwigsfelde-Struveshof nach Marquardt

Schwerer Fehler!

Ich kenne die meisten Zugbegleiter auf den Strecken und wusste, dass mit diesem Zeitgenossen nicht gut Kirschenessen war. Normalerweise gehe ich dem Typen aus dem Weg, aber heute hatte ich nicht nachgedacht. Jetzt macht der mich noch von der Seite an, dachte ich mir. Natürlich versuchte er, mir gegenüber, seine Überlegenheit darzustellen. Was ich alles so erzählen würde, waren seine Worte. Jetzt bekam ich also die Quittung dafür, dass ich dem Fahrgast helfen wollte und in das Hoheitsgebiet von unserem Zugbegleiter eingedrungen war. Nachdem ich meinen Fehler begriffen hatte, lies ich den Zugbegleiter seinen Film abfahren und setzte mich wieder. Auch wollte ich die Situation für den Fahrgast nicht eskalieren lassen, denn der Zugbegleiter war nicht bereit für meine Empfehlung. Der Fahrgast wurde dann am Bahnhof Ludwigsfelde-Struveshof entlassen und würde jetzt nur noch 10 Minuten im Freien sitzen. Ich riet dem Fahrgast, mit der 19:33 Verbindung, noch bis Potsdam Hbf zu fahren, so würde er dann zusätzlich rund 30 Minuten auf seinen Anschlusszug warten müssen und könne sich im Bahnhof herumtreiben. In Golm, Saarmund und Ludwigsfelde-Struveshof gibt es nichts und man hockt relativ ungeschützt im Freien herum (Ein kleines Dach mit Sitzplätzen gibt es auf diesen Bahnhöfen schon).

Erfahrungen mit der Deutschen Bahn

Einige Mitarbeiter vom Service (Rotmützen) und Zugbegleiter*innen, sind so dermaßen unzufrieden mit ihrem Job, dass man ihnen das “Abkotzen” förmlich aus dem Gesicht lesen kann. Ich habe ehrlich gesagt kein Verständnis dafür, denn ich sage mir immer. Wie es in den Wald hineinschalt, so schalt es wieder heraus. Die Angestellten mit dem netten Umgang werden höflich behandelt und sind hilfsbereit. Sie machen, kurz gesagt, ihren Job, man tauscht sich aus und fragt mal nach wie es ihnen geht usw. Bei den anderen Zeitgenossen ist es schon eine Belastung, nach den Fahrkarten zu fragen. Würde ich meine Kunden so behandeln, hätte ich keine Einnahmen! Ehrlich gesagt würde ich persönlich zusehen, solche Mitarbeiter schnellstens aus meinem Unternehmen zu entfernen. Im Dienstleistungssektor haben solche Personen nichts verloren.

Auch das Aufklären der Fahrgäste, zu geplanten Ausfällen, kommt nur bei den höflichen Zugbegleiter*innen vor. Von daher ist es immer besser, die App DB Bauarbeiten zu installieren.

Servicewüste Deutsche Bahn

Ist man mal auf Personal der DB angewiesen, trifft man es selten an. Trifft man dann Personal an, muss man schon Glück haben höflich bedient zu werden. Man kommt sich auch eher blöde vor, wenn einige Angestellte mit einem umgehen. Von daher versuche ich eher selbst, aus meinen vorhandenen Möglichkeiten, die benötigten Informationen heraus zu fischen. Beispielsweise hatte ich in den letzten Tagen mit Ausfällen auf meiner Strecke zu tun. Am Bhf Flughafen Berlin-Brandenburg (Terminal 1-2) klappt das z.B. noch nicht mit den Aushängen. Ich bin also in das offene Messer gelaufen und kam nicht mehr mit meiner Verbindung weiter. Ausfälle und mangelnde Hinweise auf den Schienenersatzverkehr (SEV) sind dort noch ein großes Problem. Zusätzlich wissen viele Angestellte des Flughafens noch nicht, wo sich die Platze für den SEV befinden. Die Fahrauskunft des VBB wies auch nicht auf den SEV hin. Nur durch aktives Abfragen vieler Flughafenmitarbeiter und der Flughafeninformation, wusste ich dann irgendwann von wo die Busse fuhren.

Die letzte Fahrt mit dem SEV war auch nicht zielführend, denn die Anschlusszüge vielen ohne Hinweis aus. Nur durch das nette und zuvorkommende Handeln des Busfahrers, kam ich dann noch an einen Bahnhof der mich bedienen konnte. Glücklicherweise habe ich immer mein Rad dabei. Ohne Rad, wäre ich dann nicht in 3 Stunden zuhause gewesen, sondern in 4 Stunden. Normalerweise benötige ich für die Strecke 1 Stunde. Würde ich die Strecke allein mit dem Rad fahren, wäre ich 2,5 Stunden unterwegs. Momentan ist also wieder mal erhöhte Aufmerksamkeit bei der Auswahl meiner Verbindungen gefragt. Ich habe an dem Abend dennoch viel Spaß gehabt, denn ich hab mit den Busfahrern rumgeflaxt. Mit meiner Frau oder meinen Kindern wäre eine Welt zusammengebrochen. Ich allein nehme die Anforderungen wie sie kommen. Was bringt mir das Gejammer, wenn ich schon ins offene Messer gelaufen bin.

Vielen Dank nochmals, an die Busfahrer des SEV! Ich hatte eine Menge Spaß mit euch und nächstes mal, den Kaffee nicht vergessen. 😉

Daniel Jörg Schuppelius

Selbstständiger IT-Dienstleister und Assistent für Elektronik und Datentechnik, Ich bin sozusagen Mädchen für alles was die Informationstechnik angeht. Kümmere mich gerne um Probleme, an denen andere Dienstleister scheitern und bin ständig auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Entwickle gerne Programme und Skripte und kümmere mich um diverse Blogs und Seiten. Auch sonst probiere ich mich an neuen Techniken aus, um mich noch unabhängiger von anderen Personen zu machen. Wenn du willst, dass irgendetwas funktioniert, dann kümmere dich immer selbst darum.

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